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Sodbrennen, Bauchschmerzen: Diese Hausmittel helfen Magen und Darm

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Ernährung  

Diese Lebensmittel beruhigen Magen und Darm

18.01.2017, 07:15 Uhr | akl, dpa-tmn

Sodbrennen, Bauchschmerzen: Diese Hausmittel helfen Magen und Darm.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zu viel, zu fettig, zu schnell: Wer beim Essen über die Stränge schlägt, hat schnell mit Bauchschmerzen zu kämpfen. Doch es gibt Gewürze und Lebensmittel, die den Magen schnell wieder besänftigen. Dill etwa schützt vor Blähungen, Haferflocken helfen gegen Krämpfe. Alles über sanfte Helfer gegen das Zwicken im Bauch.

Kaum ein Gewürz hat so einen charakteristischen Eigengeschmack wie Dill. Dafür sind vor allem ätherische Öle in der Pflanze verantwortlich, wie der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn erläutert. Besonders vor der Blüte lässt dieses Öl die Dillspitzen sehr fein nach mehreren Aromen schmecken und duften - so erinnert der Geschmack an Anis, Zitrone, Petersilie und Kümmel.

Dill als Hausmittel gegen Husten und Blähungen

Diese Öle sind es auch, die eine wohltuende Wirkung haben. Sie beruhigen und entkrampfen den Magen und schützen so vor Blähungen. Außerdem enthält Dill viele Vitamine sowie die Nährstoffe Kalium, Schwefel und Natrium. In der alten Klostermedizin wird das Kraut auch als Hausmittel gegen Husten und Lungenleiden empfohlen.

So wird der Dilltee zubereitet

Wirkungsvoll ist Dillsamen in Form von Tee: Dazu ein bis zwei Teelöffel zerstoßenen Dillsamen mit 100 ml kochendem Wasser aufgießen und bedeckt zehn  Minuten ziehen lassen. Danach abseihen und trinken. Am besten zweimal täglich verabreichen. Dillsamen bekommt man im Reformhaus oder in der Apotheke.

Auch diese Gewürze beruhigen den Magen

Kümmel, Kamille, Fenchel, aber auch Zimt tut dem Magen gut. Die Gewürze und Kräuter wirken entzündungshemmend und verdauungsfördernd - egal, ob als Tee getrunken oder in Speisen beigemengt. Auch Honig hilft, die Magenschleimhaut zu stärken. Am besten gibt man einen Löffel davon in den Tee oder isst eine kleine Menge pur vor dem Schlafengehen.

Ingwer vertreibt Übelkeit

Ingwer ist ebenfalls gut für den Magen. Es sind seine ätherischen Öle und Bitterstoffe, die sogenannten Gingerole, die verdauungsanregend und krampflösend wirken. Zudem können sie Säure abmildern, was sich positiv bei Übelkeit auswirkt. Besonders wirkungsvoll ist die Knolle als Tee: Hierfür übergießt man einige Scheiben frischen Ingwer mit kochendem Wasser und lässt das Ganze zehn Minuten ziehen. Auch Kartoffeln wirken überschüssiger Magensäure entgegen, da sie diese aufsaugen wie ein Schwamm. Kartoffelbrei ist zudem leicht verdaulich.

Äpfel als Verdauungshilfe

Haferflocken haben sich besonders bei leichten Magenkrämpfen bewährt. Sie saugen die überschüssige Magensäure auf und schützen so die gereizte Schleimhaut. Äpfel sind reich an Ballaststoffen und Enzymen, die helfen, das Essen zu verdauen und Verstopfung vorbeugen. 

"HAJ"-Brei nimmt Krämpfe

Besonders effektiv ist es, wenn man Haferflocken und Apfel mit 200 Gramm Joghurt zu einem Brei mischt. Denn der hohe Eiweißgehalt des Milchproduktes kann bei Sodbrennen Abhilfe schaffen. Diese drei Zutaten sind die perfekte Kombination für einen gereizten Bauch.

Wem die Säure eines rohen Apfels auf den Magen schlägt, kann alternativ zu Bananen greifen. Die zerkaute Frucht legt sich wie ein Schutzfilm über die Magenschleimhaut und wehrt so die aggressive Magensäure ab.

Möhren helfen bei Durchfall

Wer unter Durchfall leidet, sollte von Cola und Salzstangen besser die Finger lassen. Viel hilfreicher ist eine Möhrensuppe. Beim Kochen der Karotten entstehen Zuckermoleküle, sogenannte Oligosaccharide. Diese sind den Darmrezeptoren zum Verwechseln ähnlich, sodass die Bakterien statt an der Darmwand an den Zuckermolekülen andocken und mit diesen einfach ausgeschieden werden.

So wird die Moro'sche Möhrensuppe zubereitet

Bei der Moro'schen Möhrensuppe handelt es sich um ein altes Hausmittel, das vom Heidelberger Kinderarzt Professor Ernst Moro entdeckt und nach ihm benannt wurde. Er verordnete sie um 1900 seinen Patienten und konnte damit die Sterbe- und Komplikationsrate bei Kindern mit Durchfallerkrankungen senken. Das Rezept ist einfach: 500 Gramm geschälte Karotten werden in einem Liter Wasser eine Stunde lang gekocht und dann im Mixer püriert. Der so entstandene Brei wird erneut mit Wasser auf einen Liter aufgefüllt und mit drei Gramm Kochsalz gewürzt. Die Suppe sollte am besten gleich zu Beginn der Beschwerden und mehrfach täglich in kleinen Mengen verzehrt werden.

Schonkost auch an den folgenden Tagen

Ist das Magenzwicken abgeklungen, empfiehlt es sich, auch an den Folgetagen auf leicht verdauliche Kost zu setzen. Zucker, Salz, Tabak und Alkohol sollten wenig bis gar nicht konsumiert werden. Auch Vollkornprodukte und blähende Speisen wie Kohl und fettiges Fleisch setzen dem Magen nach einer Reizung schnell zu. Eine Ausnahme ist der Blumenkohl: Das Gemüse sei leicht bekömmlich und daher magenfreundlich, erläutert der Verbraucherinformationsdienst aid. Übrigens ist nicht nur der weiße Klassiker reich an Nährstoffen, sondern auch seine bunten Varianten in Grün, Orange und Dunkelviolett.

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