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Übergewicht: Menschen mit Adipositas können auch kerngesund sein

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Studie bestätigt  

Dicke könne auch kerngesund sein

09.02.2016, 08:26 Uhr | ag

Übergewicht: Menschen mit Adipositas können auch kerngesund sein. Forscher zweifeln einen kausalen Zusammenhang zwischen einem hohen BMI und der Gesundheit an.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Forscher zweifeln einen kausalen Zusammenhang zwischen einem hohen BMI und der Gesundheit an. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Starkes Übergewicht gilt als Risikofaktor für die Gesundheit. Allerdings liefert der Body Mass Index (BMI) oft falsche Rückschlüsse über den körperlichen Zustand, kritisieren amerikanische Forscher der University of California in Los Angeles. In einer Studie, die im "International Journal of Obesity" veröffentlicht wurde, fanden sie heraus, dass viele schwergewichtige Menschen zum Teil bei besserer Gesundheit sind als Schlanke. 

Wenn es um die Bestimmung von Übergewicht geht, gilt der Body-Mass-Index für viele noch immer als das Maß aller Dinge. Der Index wird errechnet, indem man das Gewicht eines Menschen durch das Quadrat seiner Körpergröße teilt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen Wert zwischen 18,5 und 25. Ab einem BMI von über 30 spricht man von Fettleibigkeit oder Adipositas.

Body Mass Index nur begrenzt aussagefähig

Für ihre Studie analysierte das Forscherteam um A. Janet Tomiyama die Daten von über 40.000 Personen aus einer Umfrage, dem National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES), und sie rechneten das Ergebnis auf die gesamte Bevölkerung hoch. Dabei zeigte sich, dass BMI nicht ausreicht, um Aussagen über den Gesundheitszustand eines Menschen zu machen. 

Rund die Hälfte der als übergewichtig eingestuften Amerikaner hätten tatsächlich keine gesundheitlichen Probleme, sagen die Forscher. Das trifft auf hochgerechnet 34,4 Millionen Menschen zu. Zudem seien knapp 20 Millionen Menschen, die unter Adipositas leiden, kerngesund. 

Schlanke Menschen sind nicht unbedingt gesünder  

Daneben zeigt die Studie, dass viele Menschen, deren BMI im normalen Bereich liegt, nicht automatisch gesünder sind. Die Forscher sprechen von hochgerechnet 20,7 Millionen Menschen in den USA, bei denen Werte wie der Blutdruck, der Blutzuckerspiele sowie der Cholesterinwert Auffälligkeiten zeigten. 

"Die Studie sollte der letzte Nagel am Sarg des BMI sein", sagt Jeffry Hunger, ein Co-Autor der Studie. Der BMI als Index für die Gesundheit eines Menschen habe sich als unbrauchbar herausgestellt. 

BMI hat einen wesentlichen Schwachpunkt

Der Body Mass Index steht schon seit längerer Zeit in der Kritik. So basiert der BMI allein auf dem Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße und berücksichtigt nicht den individuellen Körperbau. Das Ergebnis macht somit keine Aussage darüber, wie sich das Gewicht von MuskelnFett und Wasser im Körper verteilt. Darin liegt ein wesentlicher Schwachpunkt der Methode. Folgendes Beispiel verdeutlicht das: So haben Menschen mit hoher Muskelmasse, zum Beispiel Bodybuilder, einen verhältnismäßig hohen Body-Mass-Index, auch wenn sie wenig Körperfett besitzen.

Ab diesem Bauchumfang wird es ungesund

Wenn es darum geht, das Risko der überflüssigen Pfunde auf die Gesundheit zu ermitteln, spielt neben Größe und Gewicht vor allem der Bauchumfang eine wichtige Rolle. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) stellt ein Taillenumfang ab 88 Zentimetern bei Frauen beziehungsweise 102 Zentimetern bei Männern ein deutlich erhöhtes Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie Entzündungen im Körper dar.

Um zu wissen, ob Sie den Grenzwert bereits überschritten haben, sollten Sie den Taillenumfang vor dem Essen im Stehen und mit freiem Oberkörper messen. Das Maßband wird dabei genau in die Mitte zwischen Beckenkamm und dem Unterrand des Rippenbogens gelegt, etwa in Höhe des Bauchnabels.

Fettverteilung messen mit der Waist-to-Hip-Ratio

Noch genauer wird es mit der sogenannten Waist-to-Hip-Ratio (WHR), zu Deutsch: Taille-Hüft-Verhältnis. Die ermittelten Werte ergeben das Maß für die Fettverteilung im Körper. Der Hüftumfang wird auf der Höhe der stärksten Stelle der Hüfte gemessen, der Taillenumfang wie bereits beschrieben genau in der Mitte zwischen Unterkante der Rippen und Oberkante des Beckens.

Experten zufolge besteht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen ab einem Wert von 0.85, bei Männern ab 0.9. Und so wird die WHR berechnet: Taillenumfang in Zentimetern geteilt durch Hüftumfang in Zentimetern. Ist das Ergebnis zu hoch, sollte man die Ernährung umstellen und in den Alltag mehr Bewegung einbauen.

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