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Warum manche alles essen können, ohne dick zu werden

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Rätsel gelöst?  

Warum manche Menschen essen können, was sie wollen, und trotzdem nicht dick werden

12.03.2017, 09:45 Uhr | cch

Warum manche alles essen können, ohne dick zu werden. Eine Frau isst einen Kuchen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Pixland)

Es gibt diese Menschen, die so viel Süßes essen können, wie sie wollen, und trotzdem nicht zunehmen. (Quelle: Pixland/Thinkstock by Getty-Images)

Ein bisschen unfair ist es ja schon: Manche Menschen essen, was und wie viel sie wollen, und halten trotzdem ihr Gewicht. Forscher wollen jetzt herausgefunden haben, woran das liegt.

Der Schlüssel für das Essen-ohne-Zuzunehmen ist offenbar das braune Körperfett des Menschen. Schlanke Menschen besitzen meistens mehr braunes Fett und können dieses auch besser als andere aktivieren. Das hat eine Studie der Technischen Universität (TU) München ergeben, die nun im "Journal of Nuclear Medicine" veröffentlicht worden ist.

Im Körper ist braunes und weißes Fett vorhanden

Im menschlichen Körper gibt es zwei verschiedene Arten von Fettgewebe: braunes und weißes. Weißes Fett speichert überschüssige Energie und gilt dadurch als verantwortlich für Übergewicht. Im Vergleich dazu ist das braune Fett ein Energiefresser, es erhöht den Kalorienverbrauch.

Die Wissenschaftler der TU München haben herausgefunden, dass der braune Fettanteil im Menschen dreimal größer ist als bisher bekannt war. Die Aktivität dieses Fettes scheint zudem bei Frauen häufiger aktiver zu sein als bei Männern. Ebenso ist es bei jüngeren Menschen aktiver als bei älteren und bei schlanken aktiver als bei Personen mit Übergewicht.

Überschüssige Pfunde mit aktivem braunen Fett zum Schmelzen bringen

Warum manche Menschen besonders aktives braunes Fett besitzen, wissen die Forscher allerdings noch nicht. Nach ihren Erkenntnissen könnte dies aber mit einem Faktor zusammenhängen, der sich Kreatinin-Clearance nennt und der mit der Nierenfunktion in Zusammenhang steht. Laut Dr. Tobias Fromme vom Else-Kröner-Fresenius-Zentrum der TU München könne es Signalstoffe geben, die auf das braune Fett und gleichzeitig auch auf die Nieren wirken.

Für die Studie werteten die Wissenschaftler rund 3000 Positronen-Emissions-Tomographie-Scans von mehr als 1600 Patienten aus. Diese Scans werden in der Krebsmedizin eingesetzt.

Die Forschungsergebnisse könnten in Zukunft dabei helfen, bei Patienten mit Adipositas überschüssige Pfunde zum Schmelzen zu bringen. Zudem könnten sie auch für Diabetiker von Nutzen sein: Ein Medikament könnte die Aktivität des braunen Fettes fördern und den überschüssigen Zuckeranteil im Blut auf diese Weise reduzieren.

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