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Fitness  

SOS-Tipps bei Sportverletzungen

19.11.2007, 09:53 Uhr | ug

Sommerzeit ist Sportzeit. Sobald es draußen wieder schöner wird, macht Laufen, Tennis oder Beachvolleyball gleich doppelt so viel Spaß. Doch leider steigt auch das Verletzungs-Risiko. Rund 1,5 Millionen Sportunfälle gibt es im Breiten- und Vereinssport jährlich. Das sind rund 30 Prozent aller Verletzungen. Die häufigste Ursache: Falsches oder fehlendes Aufwärmtraining. Dann genügt eine falsche Bewegung - und es schmerzt. Wer sich beim Sport verletzt, muss schnell reagieren. Was bei Prellungen, Zerrungen und Co am besten hilft? Die PECH-Regel: Pause, Eis, Compression und Hochlagern heißen die Zauberwörter bei Fitness-Schmerzen. Sonst droht Schlimmeres.

Sofort-Tipps So funktioniert die PECH-Regel!

Pause muss sein

Wer trotz Zwicken in der Wade keine Pause einlegt und den Schläger weiter schwingt riskiert lange Verletzungspausen und Folgeschäden. Sportmediziner Ruch erklärt: "Ist eine Verletzung schon vorhanden, ist unsere Bewegungskoordination schlechter." Und damit die Gefahr höher, dass wir uns bei ähnlichen Bewegung erneut und sogar schwerwiegender verletzen. Doch manchmal zwickt es auch nur ein bisschen, wir glauben weitermachen zu können. Ein Trugschluss, so der Experte: "Hinterher geht’s oft erst richtig los. Durch die Anspannung, die Hormonausschüttung und den hohen Adrenalinspiegel wird der Schmerz zunächst verdrängt." Dafür kommt's nach dem Training doppelt und dreifach, wenn der Körper zur Ruhe kommt, fangen die Schmerzen an.

Keine Angst vorm Kühlen

Also - lieber gleich pausieren und sich helfen lassen. Das Problem: Meist ist kein Arzt zur Stelle und viele Sportbegeisterte helfen nur ungern - aus Angst etwas falsch zu machen. Dabei sind die Sofort-Maßnahmen, vor allem das Kühlen der Verletzungen wichtig, um die Unfallfolgen für den Betroffenen so gering wie möglich zu halten. Sportmediziner Dr. med. Andreas Ruch rät: "Das Eis wirkt schmerzlindernd und die Schwellung wird vermieden bzw. geht zurück." Und viel falsch machen kann man auch nicht. Nur zu kühl sollte die betroffene Stelle nicht werden. Der Experte: "Hier gilt: Kälteschmerz ist limitierend." Sobald die Haut vom Eis schmerzt, runter mit dem Cool-Pack. Sobald die betroffene Stelle sich erholt hat, kann das Eis wieder aufgelegt werden.

Rat vom Facharzt holen

Auch wer die PECH-Regel befolgt - besonders bei Verdacht auf Knochenbruch, Bänder- oder Muskelriss ist der Gang zum Arzt ein Muss. Auch wenn die Schwellung trotz Kühlung am nächsten Tag nicht zurückgegangen ist oder wer die verletzte Körperstelle nicht belasten kann, sollte sich behandeln lassen. Doch so weit muss es erst gar nicht kommen. Denn die meisten Sportverletzungen sind leicht vermeidbar.

Ehrgeiz in Maßen

"Falsches, unzweckmäßiges oder gar fehlendes Aufwärmen sind die Hauptgründe für das Auftreten von Verletzungen beim Sport", so Dr. Ruch. Aber auch falscher Ehrgeiz ist riskant: „Im Frühjahr wollen alle plötzlich schlank werden, aber das geht nicht von heute auf morgen", warnt der Mediziner. Die Bewegung sollte wohldosiert sein - übertriebene Aktivität ist dagegen fehl am Platz. Ein weiterer Grund, warum es beim Sport zwickt: "Bei vielen scheitert es an der mangelnden Technik oder der Beherrschung des Sportgerätes."

Vorbeugen - die gesunde Mischung macht's

Damit es gar nicht erst so weit kommt und der Sport verletzungsfrei bleibt, heißt es vorbeugen. Dafür ist das Aufwärmen besonders wichtig: "Die Muskeln und Extremitäten sollen schließlich gut vorbereitet sein, bevor es richtig los geht", rät Dr. med. Ruch. Und für das Dehnen gilt: „Bitte nicht federn, sondern die aufgebaute Spannung 10 bis 15 Sekunden halten - und jede Übung 3 Mal wiederholen.“ Ebenso wichtig ist es, sich selbst und seine Grenzen zu kennen. Wer ständig übertreibt oder übermotiviert ist, bei dem steigt die Verletzungsgefahr. Das gilt insbesondere nach längeren Pausen. Der Sportmediziner erklärt: "Am besten erzielt man Erfolge, wenn die Belastung stufenweise gesteigert wird." Statt Extreme zu verfolgen und ständig an der Leistungsgrenze zu trainieren, heißt es: Regelmäßig und immer wieder aktiv sein, denn so wird die Bewegungskoordination geschult - und Verletzungen treten seltener auf. Letzter Tipp vom Experten: "Trainieren Sie am besten unter professioneller Anleitung, z.B. in Vereinen." Einen netten Nebeneffekt gibt es gratis: Man lernt Gleichgesinnte und Sportbegeisterte kennen.


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