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Laufstil: Auf den richtigen Laufstil kommt es an

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Auf den richtigen Laufstil kommt es an

16.11.2007, 13:43 Uhr

Richtig abrollen will gelernt sein. (Quelle: Archiv)Richtig abrollen will gelernt sein. (Quelle: Archiv) Viele Freizeitläufer klagen über Knieschmerzen. Auch verhärtete Waden und Schienbeinmuskeln zählen zu den häufigsten Läuferproblemen. Die Ursache dafür kann - neben den falschen Schuhen - schlichtweg ein schlechter Laufstil sein. Um die Gelenke zu schonen, empfehlen Sportwissenschaftler das Abrollen des Fußes über die Ferse. Laufmediziner Matthias Marquardt ist allerdings vom Gegenteil überzeugt. In seinem Buch Warum Laufen erfolgreich macht und Grünkernbratlinge nicht plädiert er für den so genannten Vorfußlauf. Dabei federt der Läufer über den Ballen ab und berührt mit der Ferse kaum den Boden. Doch was ist besser - Abrollen oder Vorfußlauf?


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Abrollen schont Gelenke

Der Sportwissenschaftler und Orthopäde Tomas Buchhorn rät Hobbysportlern vom Vorfußlauf ab. In seinem Buch 300 Fragen zum Laufen geben Fitnesstrainerin Nina Winkler und er Tipps zum "richtigen Laufen". Ihrer Meinung nach läuft der Sportler nur gesund, wenn er gut abrollt - also von der Ferse über die Außenkanten und den Ballen. Dadurch wird die Dämpfungsfunktion der Knie optimal genutzt und die Stoßkraft durch den Federmechanismus des Fußes gemildert. Wirbelsäule und Gelenke sollen so besonders geschont werden.

Zehenspitzen anziehen

Damit das Abrollen reibungslos funktioniert, muss der Fuß laut Buchhorn ebenso stark wie beweglich sein. Andernfalls können Gelenkprobleme auftreten. Der Expertentipp: Jogger sollten beim Laufen immer wieder daran denken, die Zehenspitzen anzuziehen. Dann setzen die Füße irgendwann automatisch mit der Ferse auf dem Boden auf. Auch das Abstoßen soll dadurch einfacher von statten gehen.

Vorfußlauf nur für Geübte

Läuft man dagegen auf dem Vorfuß, geht nach Meinung von Buchhorn ein Vielfaches des Körpergewichts fast ungefedert in die Knie über. Das Fußgewölbe und die Wadenmuskulatur federn beim Laufen über den Ballen den Stoß ab. Die Folge: Muskeln an Füßen, Waden und Schienbein verhärten leichter und verkrampfen. Deshalb ist der Vorfußlauf nur etwas für Sportler, die in diesen Bereichen über eine ausgeprägte Muskulatur verfügen.

Krafttraining ist notwendig

Dieser Ansicht ist auch Laufmediziner Marquardt, der Joggern den Vorfußlauf empfiehlt. Seiner Meinung nach entspricht dieser der natürlichen Laufbewegung des Menschen und steigert die Leistung beziehungsweise Geschwindigkeit. Er rät Sportlern, die vom Fersenlauf auf den Vorfußlauf umstellen wollen, Fuß-, Waden- und Schienbeinmuskeln nicht nur gut zu dehnen, sondern auch extra zu kräftigen. Kurze Ausdauerläufe, Krafttraining, Stretching und motorische Übungen helfen bei der Umgewöhnung - die allerdings ein paar Monate Zeit braucht.

Barfuß über den Rasen

Zudem sollen Umsteiger öfters barfuß auf dem Rasen laufen. Das stärke die Fußmuskulatur und gebe dem Läufer ein gutes Gefühl für den neuen Laufstil. Läufer, die bislang über die Ferse abgerollt haben, benötigen meist auch neue Laufschuhe. Übergewichtigen rät der Laufmediziner zwar vom Vorfußlauf ab, ansonsten kann seiner Meinung nach aber jeder problemlos auf das "natural running", also den Laufstil der afrikanischen Massai, umstellen - solange es vorsichtig und allmählich geschieht.

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