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Apnoetauchen - Nervenkitzel unter Wasser

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Apnoetauchen: Nervenkitzel unter Wasser

30.12.2011, 16:31 Uhr | mb (CF)

Halten Sie die Luft an, denn jetzt wird's gefährlich: Beim Extremsport Apnoetauchen geht es ohne Sauerstoffflasche in die Tiefen des Meeres. Manch ein Athlet vollbringt dabei sportliche Leistungen, die selbst Mediziner kaum erklären können.

Tauchen gehört zu den beliebten Sportarten im Sommer. Schnorcheln im Mittelmeer oder ein Tauchkurs in Ägypten steht auf der Beliebtheitsliste ganz oben, weil auch Laien Spaß daran haben. Apnoetauchen dagegen gehört nicht in diese Liste und sollte auch nur von erfahrenen Profis ausgeübt werden. Dabei gilt es als der ursprünglichste Tauchsport überhaupt: Es wird auf jegliche Hilfsmittel verzichtet, die das Atmen unter Wasser ermöglichen oder den Taucher gegen den hohen Druck in den Wassertiefen schützen. Die besten Apnoetaucher erreichen Tiefen von über 200 Metern und kommen viele Minuten ohne Sauerstoff aus. Bereits ab dreißig Meter schrumpft das Lungenvolumen auf ein Viertel zusammen, bei 70 Metern beträgt die Lungenkapazität nur noch ein Achtel. Sie vollbringen damit solch extreme Leistungen, dass selbst Mediziner Schwierigkeiten haben, sie zu erklären – denn ohne entsprechende Gerätschaften gilt ein Mensch unter solchen Bedingungen als nicht überlebensfähig. Die Freitaucher genießen aus diesem Grund vielerorts besondere Hochachtung. Um solch extreme Leistungen zu vollbringen, bedarf es aber nicht nur spezieller Techniken, sondern auch hartes Training.

Wer fest entschlossen ist, das Apnoetauchen zu erlernen, sollte mit Trockenübungen anfangen - natürlich immer unter Anleitung eines erfahrenen Trainers. Zu den wichtigsten Dingen bei diesem Extremsport gehört die richtige Atemtechnik und dafür ist absolute Entspannung notwendig. Von zentraler Bedeutung ist es außerdem, zu lernen, jegliche Anstrengungen zu vermeiden, denn wer unnötig Energie verbraucht, benötigt mehr Sauerstoff – und gerade diesen gilt es ja, richtig einzuteilen. Später müssen trainierende Sportler versuchen, das Erlernte auch im Wasser umzusetzen und den Verbrauch der Atemluft unter Kontrolle zu haben. Anschließend gilt es, durch leichtes Hyperventilieren Kohlenstoffdioxid abzubauen – dieses ist nämlich für den Atemreflex verantwortlich. Auf diese Weise lässt sich der sogenannte "breath-hold-breaking-point" hinauszögern, also der Punkt, an dem Menschen den Atemreflex nicht mehr unterdrücken können. Man atmet in diesem Fall mehrmals tief ein und aus und hält dann die Luft so lange an, wie man kann. Im Wasser sollten Athleten jedoch niemals alleine trainieren: Die Gefahr, bei den Übungen zu ertrinken, ist viel zu groß.

Apnoetauchen: Herausforderung auch für Spitzensportler

Wer diese Übungen erfolgreich absolviert und wem das Luftanhalten bereits über einige Minuten gelingt, gehört trotzdem noch nicht zu den Spitzensportlern. Wenn Sie Apnoetauchen als Extremsport betreiben wollen, brauchen Sie noch weit mehr Übung. Die Besten unter den Freitauchern vergrößern beispielsweise die Kapazität ihrer Lungen durch besondere Atemübungen und Yoga. Sie erreichen zudem einen Ruhepuls von etwa sechs bis sieben Schlägen pro Minute. Auf diese Weise gelang es Jacques Mayol als erstes, Tiefen von 100 Metern zu erreichen. Apnoetauchen in solchen Tiefen ist die Königsdisziplin und zugleich die gefährlichste. Das belegen auch die Todesopfer, die diese Sportart gefordert hat: 2002 kam eine Französin ums Leben, als sie versuchte, die 170-Meter-Marke zu überschreiten, im April starb ein Franzose, weil sich seine Führungsleine verhakt hatte. Mittlerweile liegt der Tiefenrekord bei 214 Metern. Doch es geht auch weitaus weniger gefährlich: Für Anfänger eignen sich Disziplinen, bei denen es darauf ankommt, mit nur einem Atemzug möglichst lang unter Wasser zu bleiben oder die weiteste Strecke zurückzulegen.

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