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Cable Scooting: Verrückter Funsport

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Cable Scooting: Verrückter Funsport

23.02.2012, 19:03 Uhr | jb (CF)

Kein Wind? Kein Wasser? Wo für viele Funsportler der Spaß ein Ende hat, hört er bei den Anhängern des Cable Scootings noch lange nicht auf: Mit Highspeed und Nervenkitzel rasen Sie an einem Bungee-Seil über den Asphalt.

Wer sich dem Surfen, Wakeboarden oder Kitesurfen verschrieben hat, ist stets darauf angewiesen, dass Wind und Wetter mitspielen. Doch selbst, wenn das der Fall ist, braucht es bei vielen Trendsportarten immer noch Wasser, um auf seine Kosten zu kommen. Wie wäre es dann mit Skateboarden? Zu langsam? Das dachte sich auch der Ulmer Marc Prager und erfand kurzerhand eine neue Funsportart. Er ließ sich zunächst auf einem Skateboard mit einem Seil von einem Fahrrad ziehen. Doch was, wenn der Radfahrer schlappmacht? Außerdem musste es schneller gehen. Gesagt getan, ein Auto musste her und Cable Scooting war geboren. Zugegeben, ein paar entscheidende Änderungen kommen noch hinzu: Beim Skateboard ersetzte Prager die Räder durch zwei größere, jeweils eines vor und eines hinter dem Board. Als Zugseil musste nun ein dehnbares Bungee-Seil herhalten – und genau hier liegt der Clou. Doch dazu später mehr, denn fürs Cable Scooting brauchen Sie zunächst einmal Platz und einen ebenen und bestenfalls asphaltierten oder betonierten Untergrund. Nur so lassen sich die hohen Geschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern erreichen. Am besten eignet sich ein großer leerer Parkplatz oder eine stillgelegte lange Fahrbahn.

Bei der Wahl des Fahrzeugs sollten Sie großen Wert darauf legen, dass am Steuer ein umsichtiger Fahrer sitzt: Er muss Sie beim Cable Scooting immer im Blick haben. Auch wenn Anfänger die ungewöhnliche Funsportart verhältnismäßig schnell erlernen können, sollten Sie die Unfallgefahr unter keinen Umständen unterschätzen. Verantwortlich dafür ist das Bungee-Seil, an dem Sie gezogen werden. Einerseits gibt es nach. Das heißt, dass bei plötzlichen Bremsmanövern, ähnlich wie Abschleppen eines Pkws, akute Gefahr eines Auffahrunfalls besteht. Je höher Ihre Geschwindigkeit, desto höher die Verletzungsgefahr. Andererseits ist es das Bungee-Seil, das den angesprochenen Highspeed erst ermöglicht. Verantwortlich sind die Spannkraft und Elastizität des Seils, die für zusätzlichen Zug sorgen. Selbst wenn sich das Zugfahrzeug mit nur 30 Stundenkilometern fortbewegt, erreichen Sie beim Cable Scooting sehr viel höhere Geschwindigkeiten. Sobald Sie gelernt haben, die Spannkraft richtig einzuschätzen, können Sie ohne Weiteres neben dem Auto herfahren oder es theoretisch sogar überholen. Entsprechend sollten Sie sich ausreichend um Ihre Sicherheit sorgen, damit der Funsport für Sie kein jähes Ende findet.

Cable Scooting: Motorradkleidung für die eigene Sicherheit

Motorradkleidung ist also Pflicht, wenn Sie sich sportlich im Cable Scooting versuchen wollen: Schoner für Knie und Gelenke inklusive, Sturzhelm sowieso. Vollständig ausgestattet steht dem Spaß dann aber nichts mehr im Wege. Lernen Sie langsam die Elastizität des Bungee-Seils einzuschätzen und üben Sie sich im Beschleunigen. Wenn Sie nach kurzer Zeit sicher genug sind, können Sie die ganze Freiheit des Funsports ausnutzen: Mit viel Schwung ziehen Sie weite Kurven hinter dem Auto, arbeiten sich durch gezieltes Beschleunigen an den Zugwagen heran oder fahren sogar neben diesem her. Zum Üben können Sie auch einen Parcours aus Pappkartons auf der Strecke aufbauen und einen schwungvollen Slalom aufs Parkett, oder besser Asphalt legen. Abhängig davon, wie sich der Funsport Cable Scooting weiter entwickelt, wäre es sogar denkbar, dass eigens für diese Sportart präparierte Pisten entstehen oder Cablescooter auf Rennstrecken Wettkämpfe untereinander austragen. Von Cable Scooting auf öffentlichen und befahrenen Straßen sollten Sie jedenfalls zu Ihrer eigenen Sicherheit und der anderer Verkehrsteilnehmer absehen.

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