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Speedriding: Gleitschirmfliegen mit Ski

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Speedriding: Gleitschirmfliegen mit Ski

16.03.2012, 18:02 Uhr | se (CF)

Beim Skifahren gilt mittlerweile: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Selbst am Gleitschirmfliegen machen die Sportverrückten nicht Halt. Speedriding nennt sich der neue Trend für die extravagante Fortbewegung im Schnee.

Kitesurfer werden sich denken: "Das kenn ich doch!". Und da haben sie nicht ganz unrecht. Speedriding überträgt den Wassersport nahezu identisch in die Skigebiete. Auf Skiern oder Snowboard geht es den Hang hinab, im Schlepptau einen Gleitschirm. Doch ein wenig hinkt der Vergleich dann doch. Dank der Höhenlage ermöglicht das Speedriding sehr lange Flugphasen, in denen Sie große Distanzen zurücklegen können. Nicht von Ungefähr nennen einige diesen Trendsport auch Speedflying. Erfunden haben diese aufregende Form des Gleitschirmfliegens ein paar Franzosen. Im Jahr 2005 stellten Sie den Sport vor und noch im gleichen Jahr entwickelten die Kitesport-Spezialisten von "Jochum und Nesler" einen speziellen Gleitschirm fürs Speedriding – dessen Name "Hellracer" könnte irreführend sein, denn schließlich sind Sie dem Himmel deutlich näher. Die Frage, ob hier nun das Gleitschirmfliegen mit dem Skisport kombiniert wurde oder andersherum, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Vielleicht ist die Antwort aber auch einfach abhängig von den eigenen Vorlieben. Denn wo Sie bei diesem Sport den Schwerpunkt setzen, bestimmen Sie ganz allein: Abfahren, kurze Sprünge oder langes Gleiten, nach der Landung weiter hinab ins Tal oder freies Gleitschirmfliegen über das Tal hinweg – ganz nach Lust und Laune.

Doch spätestens bei der Disziplin des Gleitschirmfliegens sollte jedem bewusst sein, dass er nicht einfach zu Skiern und Gleitschirm greifen und den Hang hinabstürzen kann. Speedriding verlangt ausreichende Kenntnisse im Gleitschirmfliegen, die Sie nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis unter fachkundiger Anleitung erlernen sollten. Start-, Lande- und Flugmanöver, Wissen über Thermik und viele andere Faktoren lassen sich nicht ohne Weiteres durch Learning by Doing aneignen. Flugrouten müssen geplant, das Wetter analysiert werden und das Gelände sollte auf Ihre Fähigkeiten abgestimmt sein. Erst nachdem Sie eine Speedriding-Schule besucht haben, kann es auf abenteuerliche Touren in verschneiten Berggebieten gehen. Mit einem Tempo von 30 bis 70 Stundenkilometern rasen Sie bergab oder durch die Lüfte. Profis erreichen sogar waghalsige Geschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde – die Bezeichnung Speedriding wird entsprechend zum Programm. Wer mit solch hohem Tempo in Bodennähe das Tal hinabrast, sollte größte Vorsicht walten lassen. Hindernisse und Passanten können unerwartet auftauchen. Größtmögliche Rücksicht ist als das Grundgebot.

Speedriding an der Nordwand des Mont Blancs

Zu den spektakulärsten Speedriding-Aktionen zählt wohl die Abfahrt beziehungsweise der "Abflug" auf Skiern und mit Gleitschirm hinab an der Nordwand des Mont Blancs. Einen solchen Husarenritt wagte einer der Miterfinder des Speedridings, François Bon. Er ist gleichzeitig der derzeit bekannteste unter den Sportlern, die sich dieser Mischung aus Gleitschirmfliegen und Skifahren verschrieben haben. In weniger als vier Minuten gelang ihm die Abfahrt und er schaffte es bis nach Chamonix. Doch Speedriding ist nicht zwingend eine Sportart, die man ausschließlich alleine genießen kann. Wer den sportlichen Wettkampf bevorzugt, wird im Aostatal fündig. Auf einem abgesteckten Parcours geht es darum, verschiedene Stationen schnellstmöglich abzufahren. Ein Tor gilt als passiert, wenn der Speedrider dort Kontakt mit dem Schnee hat. Neben der Zeit spielt jedoch auch die Performance eine Rolle. Wer eine hervorragende Kür absolviert, hat ebenfalls gute Chancen auf den Sieg. Wer auf den Geschmack gekommen ist und sich elegant von einem Schirm ins Tal tragen lassen möchte, um zwischendurch sportlich die Skier einzusetzen, sollte sich auf die nächste Saison vorbereiten und eine Ausbildung im Gleitschirmfliegen beginnen.

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