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Dart: Zielsicherer Präzisionssport

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Dart: Zielsicherer Präzisionssport

30.03.2012, 18:15 Uhr | ah (CF)

Bei kaum einem Spiel geht so häufig mal etwas gehörig ins Auge wie beim Dartspielen. Ein Treffer des sogenannten Bull's Eye führt nämlich zur beinahe höchsten Punktzahl. Alles nur Glück? Keineswegs, das stellte sogar einst ein Gericht fest.

Das Grundprinzip des Dartspielens ist schnell erklärt. Sie werfen mit Pfeilen, den sogenannten Darts, auf eine Scheibe. Diese ist in verschiedene Felder mit unterschiedlichen Punktzahlen aufgeteilt. Landet der Pfeil in einem dieser Felder, erhalten Sie ebendiese Punktzahl gutgeschrieben. Wie diese Punkte anschließend gezählt werden, ist hingegen etwas komplizierter und hängt ganz davon ab, welche der unzähligen Dartvarianten Sie spielen. Doch bereits der Aufbau einer Dartscheibe ist weniger simpel als zunächst angenommen. Ähnlich einer geschnittenen Torte, stehen zunächst einmal 20 Punktefelder mit ebendieser Wertigkeit bereit. Neben hohen Punktzahlen liegen stets Felder mit niedrigem Wert. Festgelegt hat dies vor über hundert Jahren der britische Zimmermann Brian Gamlin. Ein geschickter Schachzug, denn so werden ungenaue Würfe knapp neben Felder mit hohem Wert relativ hoch bestraft. Mathematiker bescheinigen dieser Aufteilung mit Respekt, dass sie nahezu perfekt sei – schließlich gibt es unvorstellbare 121.645.100.408.832.000 alternative Möglichkeiten, wie Gamlin die Punktefelder hätte aufteilen können. Aber Dart wird eben nicht umsonst als Präzisionssport bezeichnet.

Schließlich werden die zwanzig Punktefelder noch weiter unterteilt: Ganz außen verläuft der sogenannte Double Ring über alle Felder hinweg. Treffen Sie diesen mit Ihrem Pfeil erhalten Sie die doppelte Punktzahl. Ein Ring weiter im Zentrum verhilft Ihnen zur dreifachen Ausbeute. Im Zentrum befindet sich dann das sogenannte Bull mit dem Bull's Eye im genauen Zentrum der Dartscheibe. Während für den Laien ein Treffer im Bull's Eye mit 50 Punkten womöglich ein Highlight beim Dartspielen darstellt, konzentriert sich der Profi lieber auf ein anderes Ziel: Der Triple Ring des Zwanzig-Punkte-Feldes bringt nämlich ganze 60 Punkte und damit die Höchstpunktzahl ein. Zu den häufigsten Spielvarianten gehört das sogenannte "301". Hierbei treten die Spieler gegeneinander an, um dieses Punktekonto abzubauen – und zwar auf exakt null Punkte. Jeder Spieler hat dabei drei Würfe pro Runde, es wird abwechselnd geworfen. Rein theoretisch lässt sich diese Punktzahl bereits innerhalb zwei Runden erreichen, wichtig ist jedoch, dass Sie die 301 Punkte exakt treffen müssen. Übertreffen Sie die Punktzahl, sind alle Würfe der Runde ungültig, und Sie müssen Ihr Glück nächste Runde erneut versuchen. Glück? Da war doch was.

Gerichtsbeschluss: Kein Glück beim Dartspielen

Mit Glück hat das Dartspielen nämlich nichts zu tun. Das stellte im Jahr 1908 höchstoffiziell ein Gericht in England klar. Dort war Glücksspiel in der Öffentlichkeit nämlich verboten. Ein Pub-Besitzer aus Leeds wurde dessen jedoch beschuldigt, weil er in seinen Pub Dart spielen ließ. Mit mehreren Partien im Gerichtssaal konnte er den Richter dann aber überzeugen, dass sich das Spiel sich nicht um Glück, sondern ausschließlich um Geschicklichkeit dreht. Dieser Beschluss legte den Grundstein für den Siegeszug des Darts in britischen Pubs. In Großbritannien liegt vermutlich auch der Ursprung dieses Präzisionssports, obwohl sein Name eigentlich aus dem Französischen stammt. Dort bezeichnete man mit Darts nämlich kleine Wurfspeere, die in Schlachten eingesetzt wurden. Interessanterweise nennen die Franzosen selbst dieses Spiel "Les fléchettes". Obwohl man sich ausnahmsweise mal sehr sicher ist, wo das Dartspiel erfunden wurde, herrscht noch Uneinigkeit darüber, wann dies geschah. In der Form, in der man es heute spielt, gibt es Dart wohl seit Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts. Es wäre aber durchaus denkbar, dass man es bereits lange zuvor in ähnlicher Weise spielte.

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