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Boule: Kugelsport aus Frankreich

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Boule: Kugelsport aus Frankreich

30.03.2012, 18:15 Uhr | fs (CF)

Zwischendurch mal eine ruhige Kugel schieben? Beim Boule haben Sie die Möglichkeit dazu. Den Kugelsport aus Frankreich spielen mittlerweile Anhänger in der ganzen Welt, nicht zuletzt, weil nahezu jeder ihn ausüben kann.

Streng genommen liegen die Ursprünge des Boulespiels gar nicht in Frankreich, sondern reichen zurück bis in die Antike. So empfahl unter anderem bereits der griechische Arzt Hippokrates das Spielen mit den Kugeln aus gesundheitlichen Gründen. Bald verbreitete sich der Sport im Römischen Reich. Später entstanden daraus Boccia in Italien und das Boule in Frankreich.
Wobei der Boule-Begriff in Deutschland etwas irreführend ist, da er als Sammelbegriff für viele Kugelsportarten verwendet wird. Schließlich heißt "Boule" im Französischen auch nichts anderes als "Kugel". Tatsächlich unterscheidet man jedoch unter vielen verschiedenen Arten zu spielen: Während in Italien das bereits erwähnte Boccia verbreitet ist, in Großbritannien das Bowls, entwickelte sich auch in Deutschland eine eigenständige Form des Kugelspiels – das Boßeln.
In Frankreich gibt es hingegen eine Vielzahl verschiedener Ausprägungen, die sich meist je nach Region unterscheiden. >>

Gemein ist fast allen Boule-Spielen hingegen das Spielprinzip: Die Kugeln müssen mit einem gekonnten Wurf möglichst nahe an einem Ziel platziert werden. In Frankreich nennt man eine Zielkugel übrigens "Cochonnet", auf Deutsch "Schweinchen". Mit etwas Geschick können dabei auch die Kugeln des Gegners weggestoßen werden.

Die bekannteste und nicht nur in Deutschland meistverbreitete Spielvariante ist das Pétanque. Kein Wunder, denn diese Version lässt sich an fast jedem Ort ohne viel Aufwand betreiben und ist damit der perfekte Freizeitsport zum Ausgleich nach einem harten Arbeitstag – also wie geschaffen für den Mann von heute. Entstanden ist das Pétanque im Jahr 1907 aus der Boule-Variante Jeu Provençal, die sehr viel sportlicher ist und nach strengeren Regeln gespielt wird. Die Ausmaße des Spielfelds sind etwa doppelt so groß wie beim Pétanque. Die Kugel wird auf einem Bein stehend geworfen und diese Position muss der Spieler so lange halten, die die Kugel zum Stillstand gekommen ist. Alternativ kann er auf gegnerische Kugeln "schießen". Dafür muss er drei Schritte Anlauf nehmen und die angesagte Kugel auch tatsächlich treffen. Beim Pétanque wird beim Wurf grundsätzlich kein Anlauf genommen, sondern aus dem Stand geworfen – und zwar mit geschlossenen Beinen. Aus diesem Umstand leitet sich auch der Name ab. "Pieds tanqués" heißt auf Französisch sinngemäß "geschlossene Füße". Die beiden Wörter verschmolzen mit der Zeit zu "Pétanque". 

Boule spielen: Pétanque als Variante für Jedermann und jeden Ort

Erfinder dieser Variante ist ein Franzose namens Ernest Pitiot. Er erdachte sich das Pétanque für seinen Freund Jules Le Noir aus, der eigentlich ein leidenschaftlicher Spieler des Jeu Provençal war. Gebeutelt von seinem Rheuma konnte er jedoch nicht alle Bewegungen ausführen, wollte aber unbedingt mitspielen. So entstand das Boule-Spiel mit geschlossenen Füßen und einem kleineren, variableren Spielfeld, auch Boulodrome genannt. Die Regeln wurden zudem vereinfacht, weshalb sich diese Variante wohl auch so erfolgreich in aller Welt durchsetzen konnte. In zahlreichen Parks gibt es präparierte Spielfelder, die sich für eine entspannte Partie eignen. Ob für den Ausgleich zum Arbeitsstress oder für gemütliche Runden mit anregenden Unterhaltungen, ein jeder spielt aus anderen Beweggründen. Sicherlich kennen viele das Bild älterer französischer Herren, die Boule spielen und die unangenehmen Seiten des Lebens vergessen zu haben scheinen. Auch wenn dies nicht zwingend wahren Begebenheiten entsprechen muss, ist es doch ein ehrenwertes Ziel, diesen Idealzustand mithilfe dieses Sports zu erreichen.

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