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Base-Jumping: Sprünge mit Suchtgefahr

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Base-Jumping: Sprünge mit Suchtgefahr

25.04.2012, 13:18 Uhr | sd (CF)

Sich in ein großes Abenteuer zu stürzen ist eine Sache – der Sprung von einem Hochhaus oder einer Brücke eine ganz andere. Die Gefahr beim Trendsport Base-Jumping macht jedoch gerade wegen dieses Adrenalinkicks süchtig nach mehr.

Streng genommen wäre Base-Jumping nichts anderes als Fallschirmspringen, wenn es da nicht die kleinen aber feinen Unterschiede gäbe. Anders als beim Sprung aus dem Flugzeug stürzen sich Base-Jumper aus sehr viel geringeren Höhen in die Tiefe. Nämlich von Gebäuden (buildings), Sendemasten (antennas), Brücken (spans) oder Felsen (earths). So ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen Begriffe die Bezeichnung "Base". Die Gleichung "geringere Höhe bedeutet weniger Gefahr" gilt hier ausnahmsweise nicht, denn genau das Gegenteil ist der Fall. Das Risiko bei diesem Trendsport liegt genau in der geringen Absprunghöhe, in der sich der Fallschirm unbedingt öffnen muss, um ohne Verletzungen den Boden zu erreichen. Auf einen Reservefallschirm verzichten die Base-Jumper in der Regel, da sich dieser ohnehin nicht rechtzeitig aktivieren ließe. Um so sorgfältiger ist der Fallschirm vor dem Sprung zu packen. Doch selbst dann bleibt stets die Ungewissheit, ob während des Sprungs auch wirklich alles glattgeht – für die Springer bedeutet dies Adrenalin pur. Und genau hierin liegt das Suchtpotenzial, das höher ist als die Bases, von denen sich die Wagemutigen hinabstürzen. >>

Zwar sind die meisten Base-Jumper ausgebildete Fallschirmspringer und haben bereits viele Male in mehreren Tausend Metern Höhe ihren Mann gestanden oder vielmehr gesprungen. Doch bei Höhen von manchmal weniger als 50 Metern können auch Männern mit scheinbar Nerven aus Stahl eben diese mal reißen. Der Fallschirm muss sich unmittelbar nach dem Sprung öffnen, weshalb die Base-Jumper die Reißleine bereits beim Absprung in der Hand halten. Ein winziger Fehler kann in solchen Situationen über Leben und Tod entscheiden. Und selbst wer diesen Trendsport schon hundertfach ausgeübt hat, kann sich beim nächsten Sprung nicht sicher sein, ob auch dieser wieder reibungslos klappt. Dennoch kann sich kaum einer entziehen, der dieser Sucht erst einmal erlegen ist. Während man in einigen Ländern nahezu ungehindert überall und zu jederzeit dort springen kann, wo man mit dem Base-Jumping niemanden gefährdet, erfordert die Ausübung des Trendsports in Deutschland einer Genehmigung mit diversen Auflagen, beispielsweise beim Versicherungsschutz. Außerdem muss die Ausrüstung in Deutschland zugelassen sein. Diesem Umstand ist es vielleicht zuzuschreiben, dass die Anzahl der Todesfälle im Ausland wesentlich höher liegt. Allein im schweizerischen Lauterbrunnertal verloren beinahe 30 Springer ihr Leben beim Base-Jumping.

Trendsport mit spektakulären Sprüngen

Der Trendsport Base-Jumping hat bereits für spektakuläre Sprünge auf dem ganzen Globus gesorgt. Den wohl höchsten Base-Jump hat ein australisches Paar in Indien gewagt. Nachdem sie zunächst etwa drei Wochen den 6.600 Meter hohen Meru Peak bestiegen haben, wagten sie von dort den Sprung in die Tiefe – gerade einmal zwei Minuten dauerte der "Abstieg". Den Sprung aus bisher niedrigster Höhe wagte im Jahr 2007 ein Belgier. Aus gerade einmal 22 Metern stürzte er sich in die Tiefe und erreichte dank des sich in kürzester Zeit öffnenden Fallschirms sicher den Boden. Spektakulär sind auch die Sprünge von den höchsten Gebäuden dieser Welt wie den Petronas Towers in Kuala Lumpur, dem Taipei 101 in Taipeh oder dem Eiffelturm in Paris. Der höchste Base-Jump von einem Gebäude dürfte der Sprung vom derzeit höchsten Turm der Welt gewesen sein, dem Burj Khalifa in Dubai. Aus dem 160. Stock in 672 Meter Höhe stürzten sich 2010 zwei Emiratis in die Tiefe. Wer hier noch nicht genügend Adrenalin verspürt, kann den Trendsport auch mit einer anderen kombinieren: Besonders Hartgesottene legen sich einen sogenannten Wingsuit an und fliegen damit zunächst dicht an Felswänden vorbei, ehe sie den Fallschirm öffnen.

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