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Sepak Takraw: Fußballakrobatik am Netz

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Sepak Takraw: Fußballakrobatik am Netz

13.07.2012, 08:25 Uhr | kg (CF)

Sepak Takraw ist ein Hochgeschwindigkeitssport, der im südostasiatischen Raum verbreitet ist und sich langsam auch in anderen Regionen durchsetzt. Auch wenn er mehrere westliche Sportarten zu vereinen scheint, liegt sein Ursprung in Asien.

Wer das erste Mal ein Match im Sepak Takraw verfolgt, wird seinen Augen kaum trauen: Die Geschwindigkeit des Balles sowie die akrobatischen Bewegungsabläufe der Spieler sind etwas, was man von westlichen Sportarten nicht kennt. Dabei scheint es sich auf den ersten Blick um eine Mischung aus Fußball, Volleyball und Badminton zu handeln – nichts Neues also. Aber eben nur auf den ersten Blick. Denn die Ursprünge der Sportart liegen weit zurück. Viel weiter als die des Fußballs. Vermutlich bereits im 11. Jahrhundert spielte man mit einem kleinen Rattanball in Malaysia – das legen zumindest diverse archäologische Funde nahe. Allerdings behaupten viele Länder wie Thailand, Burma, Singapur sowie die Philippinen von sich, die Sportart erfunden zu haben. Eindeutige Beweise gibt es allerdings nicht. Zumindest gibt es in jedem dieser Länder verschiedene Abwandlungen von Sepak Takraw, das übersetzt so viel heißt wie "den Ball kicken". In seiner heutigen Form gibt es das Spiel wohl seit den 1920er- oder 1930er-Jahren, als Malaysia unter britischer Kolonialherrschaft stand, und die Briten westliche Sportarten wie unter anderem Badminton mitbrachten. So entstand wohl die Idee, den Ball nicht bloß einfach im Kreis hin und her zu kicken, ohne dass er den Boden berührt, sondern ihn dabei über ein Badminton-Netz zu befördern.

Geboren war die Idee von Sepak Takraw als Mannschaftssportart, die sich bis heute zu einem professionellen Sport entwickelt hat, der zwar vor allem in Südostasien viele Anhänger hat, aber sich auch in westlichen Ländern wie den USA, Australien und auch Europa Fans erspielt hat. Es werden internationale Turniere gespielt und immer wieder auch der Versuch unternommen, die Sportart olympisch zu machen. Die Regeln beim Sepak Takraw erinnern hingegen an die von Volleyball. Die Mannschaften bestehen allerdings aus nur je drei Spielern. Für diese gilt es, den geflochtenen Ball, der mittlerweile nicht mehr aus Rattan, sondern aus Kunststoff gewebt wird, über das 1,52 Meter hohe Netz zu befördern, sodass er im Feld des Gegners landet. Gespielt werden darf hingegen wie beim Fußball mit allen Körperteilen außer den Händen und Armen. Nach drei Ballberührungen muss der Ball beim Sepak Takraw das Netz überqueren. Durch spektakuläre akrobatische Einlagen wie Seitfall- und Fallrückzieher erreicht der Ball dabei Geschwindigkeiten von mehr als 140 Stundenkilometern. Wer also an ein lahmes Gekicke übers Netz gedacht hat, wird schnell eines Besseren belehrt. Gewonnen hat bei dieser Sportart, wer zuerst drei Sätze mit je 15 Punkten für sich entscheiden kann.

Spektakuläre Kicks am laufenden Band

Schnelligkeit, Beweglichkeit und Disziplin sind hier der Schlüssel zum Erfolg. Nur durch hartes Training schaffen es die besten Sportler in die Weltspitze, was zumindest im südostasiatischen Raum zwar nicht mit Reichtum, aber viel Ruhm verbunden ist. Entsprechend herrscht bei den Talentsuchen auf den Dörfern ein riesiger Andrang junger aufstrebender Spieler. Beim Training ist es dann auch nichts Ungewöhnliches, wenn ein Sepak-Takraw-Spieler den Ball zu Übungszwecken gut 2.000 Mal ohne Bodenkontakt in die Luft kickt – von so viel Ballgefühl träumen wohl selbst die absoluten Profikicker in Europa. Wirklich spektakulär wird es beim Sepak Takraw aber dann, wenn die Spieler Kicks wie "Sunback Spike" oder "Roll Spike" ausführen: Beim rückwärtsgewandten Sprung zum Netz dreht sich der Spieler in der Luft und schießt den Ball mit dem Fuß über die jeweils entgegengesetzte Schulter. Was beim Fußball zu den seltenen Highlights gehört, zählt bei dieser Sportart zu den grundlegenden Spielzügen. Die atemberaubenden Bewegungsabläufe sind den Spielern ins Blut übergegangen und machen die Partien für die Zuschauer zu einem spannenden Erlebnis.

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