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Unterwasserrugby: 3D-Sport

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Unterwasserrugby: 3D-Sport

13.07.2012, 08:25 Uhr | cf (CF)

Obwohl Unterwasserrugby ein Sport in drei Dimensionen ist, ist er in Sachen Medienaufmerksamkeit von den Dimensionen des Fußballs meilenweit entfernt. Zu Unrecht: Geht es doch auch hier um Ausdauer, Kraft, Geschicklichkeit und Übersicht.

Wer sich ein Unterwasserrugbyspiel ansehen will, darf nicht wasserscheu sein. Denn wer bloß vom Beckenrand zuschaut, bekommt kaum etwas mit. Stattdessen müssen Sie sich in das Becken wagen, um die Ästhetik und Dynamik des Unterwassersports zu erleben. Hier liegt wohl auch eine der Gründe, warum der Sport es bis heute nicht aus seiner Nische geschafft hat: Nur mit dem Aufwand von Unterwasserkameras lässt sich der Wettkampf unter Wasser einigermaßen verfolgen. Doch was passiert da unten eigentlich? Das Grundprinzip ist Folgendes: Zwei Mannschaften treten in drei bis fünf Meter Tiefe gegeneinander an. Das funktioniert in der Regel nur in den Sprungturmbecken von Schwimmhallen – überall sonst ist es zu flach. Dann gilt es, einen Ball im gegnerischen Korb zu versenken. Damit wäre eigentlich auch schon alles erklärt – die Faszination des Unterwasserrugbys aber nicht einmal ansatzweise umrissen. Durch den besonderen Spielort kommen zwei Aspekte besonders zum Tragen: Durch den fehlenden Sauerstoff sind die Rugbyspieler immer wieder zum Auftauchen gezwungen, wodurch Ausdauer und mentaler Stärke eine besondere Bedeutung zukommen. Außerdem können die Bewegungen der Sportler in alle Richtungen erfolgen – wer hier die Übersicht behält, ist ganz klar im Vorteil.

Unterwasserrugby ist ein Spiel sechs gegen sechs. Der Spielball hat die größe eines Handballs und ist mit Salzwasser gefüllt. Durch die höhere Dichte des Salzwassers taucht der Ball nicht auf, sondern besitzt eine Sinkgeschwindigkeit von rund einem Meter pro Sekunde. Die Metallkörbe an den Spielfeldenden haben einen Durchmesser von gut 40 Zentimetern. Ausgerüstet sind die Spieler mit Tauchmaske, Schwimmflossen, und Schnorchel. Um Verletzungen zu vermeiden werden beim Unterwasserrugby Kappen getragen, die auch beim Wasserball zum Einsatz kommen. Hier sind die Ohren geschützt. Wer auf Nummer sicher gehen will, schützt auch noch die untere Körperregion mit einem Tief- und die Zähne mit einem Mundschutz. Schließlich kann es bei diesem Sport auch mal etwas härter zugehen. Gewaltsames Angehen der Gegner ist zwar ausdrücklich verboten, aber versehentliche Tritte sind keine Seltenheit. Die Mitspieler erkennen sich übrigens an ihren blauen oder weißen Badehosen sowie Armbändern. Jeder, der sich bereits einmal im Tauchen ohne Sauerstoffflasche versucht hat, kann sich in etwa vorstellen, wie anstrengend es ist, nicht bloß lange unter Wasser zu bleiben, sondern dabei auch noch körperliche Anstrengungen zu verrichten. Aus diesem Grund dauert eine Partie auch "nur" zweimal 15 Minuten bei fliegendem Wechsel.

Ausdauer und Übersicht für alle Dimensionen

Nach dem Anpfiff (über eine Hupanlage) stürzen sich alle Spieler auf den Ball – Schnelligkeit zahlt sich also aus. Doch wer Ballführer ist, darf auch angegriffen werden. Blaue Flecken gehören entsprechend dazu. Also heißt es: Übersicht behalten. Attacken drohen von links und rechts, vorne und hinten sowie von oben und unten. Wer ein Auge für seine Mitspieler hat, ist klar im Vorteil und kann durch geschickte Pässe – ähnlich dem Kugelstoßen – den Ball in Richtung Korb spielen. Der Ball muss dabei jedoch immer unter der Wasseroberfläche bleiben. All zu lange Zeit zum Überlegen bleibt nicht: Im Schnitt zwischen 15 und 20 Sekunden bleibt ein Unterwasserrugbyspieler unter Wasser, ehe er auftauchen muss. Mehr als drei Tauchgänge hintereinander schaffen die wenigsten Sportler, daher erfolgt hiernach meist der fliegende Wechsel. Der Ursprung des Unterwasserrugbys liegt übrigens im Deutschland der 1960er-Jahre, wo es von Sporttauchern als Abwechslung zum üblichen Training eingeführt wurde. Mittlerweile gibt es hierzulande einen Ligabetrieb und auch Welt- und Europameisterschaften werden im Unterwasserrugby ausgetragen. Männer und Frauen spielen übrigens wegen Spielermangel häufig in gemischten Teams.

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