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Kanupolo: Rasanter Bootssport

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Kanupolo: Rasanter Bootssport

10.09.2012, 09:49 Uhr | am (CF)

Kanupolo gehört zu den eher unbekannteren Bootsportarten, aber damit noch lange nicht zu den langweiligen. Denn im Gegensatz zu den Regatta-Wettkämpfen geht es bei diesem Mannschaftsport nicht nur in eine Richtung.

Gerade im Hochschulsport gehört Kanupolo zu den populären Sportarten – schließlich ergibt sich die Möglichkeit, im Kanu sitzend einem Ball hinterherzustürmen selten genug. Anders als beim Polo zu Pferd ist ein Schläger zum Schlagen des Balles nicht nötig, schließlich ist das Paddel ja schon an Bord. In Zeiten, in denen jedes Jahr gefühlte zehn Trendsportarten neu erfunden werden, neigt man dazu, Kanupolo auch zu eben jenen neumodischen Erscheinungen zu zählen. Doch weit gefehlt: In Deutschland spielt man bereits seit 1926 diesen rasanten Bootssport, die Briten sind sogar noch länger dabei und dienten dem Deutschen Kanu-Verband als Vorbild. Während Kanupolo heute als eine Mischung aus Handball und Basketball betrachtet wird, die im Kajak ausgeübt wird, lagen seine Ursprünge dem Fußball eigentlich viel näher, der sich damals mehr und mehr zum Publikumsmagneten mauserte. Entsprechend war es bis zum heutigen Erscheinungsbild noch ein weiter Weg: Das Spielfeld maß bis zu 120 Meter in der Länge, gespielt wurde elf gegen elf. Außer dem Torwart durfte niemand den Ball mit der Hand spielen. Die zum Einsatz gekommenen Faltboote hielten den hohen Belastungen bei Zusammenstößen nicht lange Stand. Im Laufe der Zeit wurde das Feld genauso kleiner wie die Anzahl der Feldspieler, und die Boote wurden den harten Bedingungen angepasst.

Die heutigen Regeln wurden vom deutschen Verband 1991 aus dem internationalen Bereich übernommen: Das heißt, auf einem Spielfeld von 35 mal 25 Metern kämpfen zwei Mannschaften mit jeweils fünf Spielen darum, den Ball in das gegnerische Tor zu befördern, das sich zwei Meter über dem Wasser befindet und einen mal anderthalb Meter groß ist. Dabei geht es auf den ersten Blick ziemlich ruppig zu, was nicht zuletzt der Ausstattung dieser Sportart geschuldet ist. Plastik schlägt gegen Plastik, Paddel treffen aufeinander. Fast könnte man meinen, Kanupolo sei ein einziges Herumgeschubse und Einprügeln auf den Gegner. Doch was für den Laien nach einem heillosen Durcheinander aussieht, folgt klaren Regeln. Unfaire Behinderungen des Gegners werden sofort von den zwei Schiedsrichtern bestraft, die das Geschehen von den Seitenlinien aus verfolgen. Wer entsprechend das Boot des Gegners festhält, um sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen, oder versucht, den Gegenspieler mit beiden Händen umzuschubsen, findet sich bei dieser Sportart schneller am Beckenrand wieder als er denkt. Lediglich der ballführende Spieler darf beim Kanupolo mit fairen Mitteln attackiert werden. Sechs Meter vor dem Tor dürfen dann aber auch andere Gegner mit dem Boot weggeschoben oder blockiert werden.

Fitness und Technik als Grundvoraussetzung

Eine gewisse Härte bleibt bei dieser kraftraubenden Sportart aber natürlich dennoch nicht aus. Schnell trifft ein Paddel Gegner oder Mitspieler unbeabsichtigt an Oberkörper oder Kopf, weshalb Helm und Gesichtsschutz Pflicht sind. Die Schwimmweste dient zudem in erster Linie dazu, den Oberkörper zu schützen – dass ein Kanupolospieler des Schwimmens mächtig ist, wird stillschweigend vorausgesetzt. Die Spitze des Kajaks ist mit einem Gummipuffer ausgestattet, um Verletzungen der Mitspieler und Beschädigungen an den Kajaks zu vermeiden. Der Ball darf übrigens sowohl mit dem Paddel als auch mit der Hand gespielt werden, um ihn zu passen oder ins Tor zu befördern. Um dies zu verhindern, darf sich jeder Spieler als Torwart versuchen und mit ausgestreckten Paddel den Ball aufhalten. Die Torhüter sind die einzigen, die auf keinen Fall vom Gegner berührt werden dürfen. Wer sich in einer Sportart wie Kanupolo versuchen will, sollte ausreichend körperliche Fitness und Technik mitbringen, denn es passiert schnell, dass das Kajak kentert und man sich via Eskimorolle zurück an die Wasseroberfläche drehen muss. Übrigens: Obwohl die Sportart in Kajaks ausgetragen wird, heißt es Kanupolo, da Kanu der Oberbegriff für beide Bootsformen ist.

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