Sie sind hier: Home > Gesundheit > Fitness >

Bungeejumping: Adrenalin pur

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Bungeejumping: Adrenalin pur

27.09.2012, 17:54 Uhr | mk (CF)

Auch wenn man sich hierzulande an das Bungeejumping gewöhnt hat und es nicht mehr so aufsehenerregend wie Anfang der 90er-Jahre ist, bleibt es doch ein nicht zu unterschätzender Extremsport. Sowohl was den Kick betrifft als auch die Gefahr.

Bungeejumping ist mittlerweile so lange Trendsport, dass man gar nicht mehr von einem Trendsport im eigentlichen Sinne sprechen kann. Es hat sich fest etabliert. Allerdings ist es mit Trends so wie mit Moden: Zwar kehren sie immer wieder, doch für Ihre neuen Fans ist es das erste Mal. Und das verspricht beim Bungeejumping phänomenal zu sein: Freier Fall, das Gefühl, die Angst, auf dem Boden zu schmettern, um dann im letzten Moment wieder hochzuschnellen, gefolgt von einem nochmaligen Herunterfallen, bevor es sich dann langsam auspendelt. Adrenalin pur, ein ultimativer Kick, eine Grenzerfahrung. Es ist ein Äußerstes an Lebendigkeit, Präsenz und Bewusstheit. Die Anspannung vor dem Fall und die totale Gelöstheit danach. Lebendiger kann man sich kaum fühlen. Jede Zelle ist durchdrungen. Und dann steht man auch schon mit wackligen Beinen wieder auf festem Boden und schaut ungläubig zum Kran empor, von dem man sich grade heruntergestürzt hat. Wer einmal Bungee springt, wird das nicht mehr vergessen. Wer einmal gesprungen ist, hat eine Grenze überschritten. Wer dieses gewagt hat, hat dem Tod ins Auge gesehen und ist vom Kind zum Erwachsenen geworden. Er ist initiiert.

Das ist keineswegs nur hohles Pathos. Tatsächlich ist Bungeejumping nämlich kein moderner Trendsport, sondern ein uralter Initiationsbrauch des melanesischen Stammes der Sa. Auf einer Insel namens Pentecost bauen sie im Frühsommer bis zu 30 Meter hohe Türme, von denen aus sich Jungen – begleitet von rhythmischen Trommeln und Gesängen – an Lianen befestigt herunterstürzen. Zwar machen sie das auch heute noch, aber mittlerweile als folklorisierte Performance für Touristen und Filmteams. Trendsport Globalisierung eben. Das moderne Bungeejumping wurde ab Ende der Siebziger entwickelt, als die Liane von Neuseeländern durch ein Gummiseil ersetzt wurde. Zunächst sprangen die Pioniere noch von Brücken – und wurden deswegen so manches Mal wegen einer Ordnungswidrigkeit verhaftet. Doch schnell schon setzte sich die Trendsportart durch und weitere Varianten wurden entwickelt. So kann man auch vom Hubschrauber aus springen, sich vom Boden aus hochschnellen lassen oder mit dem Kopf ins Wasser eintauchen. Auch könnten Sie sich in einer Bungee-Kugel hochschnellen lassen. Und wenn Ihnen doch noch etwas mulmig ist: Dann springen Sie eben im Tandem. Denn Vorsicht ist durchaus geboten. Routine gibt es nicht. Die Todesgefahr ist bei jedem Sprung real.

Im Angesicht des Aufpralls

Natürlich werden Sie denken, dass die Seile doch TÜV-geprüft sind, und insofern ein Unfall durch Seilriss doch eher hypothetisch ist. Und in der Tat sind Unfälle durch gerissene oder zu lange Seile selten. Vielleicht geschieht ein Unfall pro Jahr. Doch es bestehen auch andere Gefahren. So müssen Sie beim ersten Hochschnellen, wenn Sie noch ziemliches Tempo haben, unbedingt die Arme vor Gesicht und Hals legen. Sonst besteht die Gefahr, dass sich das Seil um Ihren Hals schlingt. Sie müssen also eine athletische Konstitution haben, um in dieser Ausnahmesituation angemessen agieren zu können. Überhaupt wird Bungeejumping niemals eine Trendsportart für Menschen mit gesundheitlichen Problemen sein können. Es entstehen nämlich auch hohe Fliehkräfte und dadurch ein hoher Blutdruck, der zum Aufplatzen von Blutgefäßen im Auge oder Gehirn führen kann. Wer Zweifel daran hat, ob er gesundheitlich für einen Sprung geeignet ist, ist es wohl eher nicht. Bei Senioren bestehen Anbieter in der Regel auch auf ein ärztliches Attest. Doch hat der Arzt den Weg erstmal freigegeben, kann der Wahnsinn beginnen.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017