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Risiken beim Tauchen: Wie gefährlich ist der Sport?

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Tauchsport  

Risiken beim Tauchen: Wie gefährlich ist der Sport?

15.07.2013, 16:57 Uhr | nk (CF)

Risiken beim Tauchen: Wie gefährlich ist der Sport?. Unter Wasser drohen viele Gefahren. Beachten Sie daher die Regel: Nichts anfassen (Quelle: imago/CHROMORANGE)

Unter Wasser drohen viele Gefahren. Beachten Sie daher die Regel: Nichts anfassen (Quelle: CHROMORANGE/imago)

Wer die Risiken beim Tauchen unterschätzt, begibt sich im schlimmsten Fall in Lebensgefahr. Wichtig ist daher, sich vor dem ersten Tauchgang von einem erfahrenen Tauchlehrer unterrichten zu lassen, um die wichtigsten Sicherheitsregeln unter Wasser zu kennen.

Risiken beim Tauchen: Was kann passieren?

Risiken beim Tauchen vermuten die meisten Anfänger beim Auf- und Abstieg. Zurecht: Je tiefer Sie tauchen, umso mehr erhöht sich der Umgebungs-, genauer der Wasserdruck. Dadurch schrumpft das Volumen Ihrer Lunge. Auch Luft hat in der Tiefe ein geringeres Volumen als über Wasser. Atmen Sie also unter Wasser ein und steigen dann ohne auszuatmen nach oben, dehnt sich zwar die eingeatmete Luft, nicht aber Ihr Lungenvolumen. Die Folge kann eine Lungenüberdehnung sein. Diese macht sich durch starke Schmerzen bemerkbar und kann zu Lähmungen oder sogar zum Tod führen, erklärt das Wissenschaftsmagazin "Planet Wissen" der Rundfunksender WDR, SWR und BR-alpha in einem Bericht zum Thema.

Dekompressionskrankheit: Langsam auftauchen

Gerätetaucher sollten diese Gefahr unbedingt vermeiden, indem sie beim Ab- und Auftauchen regelmäßig ein- und ausatmen. Derselbe Tipp gilt auch, um einer drohenden Dekompressionskrankheit vorzubeugen: Erfolgt das Auftauchen zu schnell, können Gase, die der Körper beim Abtauchen aufgenommen hat, nicht schnell genug abgebaut werden. So können Gasblasen aus gelöstem Stickstoff in den Blutgefäßen entstehen, die zu Mangeldurchblutung und Gasembolien führen und sogar Querschnittslähmungen und Schlaganfälle zur Folge haben können, berichtet "Planet Wissen" weiter. Das Fachmagazin "Unterwasser" empfiehlt, beim Auftauchen alle fünf Meter einen dreiminütigen Stopp einzulegen.

Welche Gefahren drohen unter Wasser?

Auch andere Risiken beim Tauchen stehen in engem Zusammenhang mit dem Wasserdruck. Was vielen Menschen als leichtes Druckgefühl oder Pulsieren im Ohr bei Start und Landung eines Flugzeuges bekannt ist, verstärkt sich schon nach wenigen Metern unter Wasser um ein Vielfaches. Wer den Druck auf das Trommelfell nicht ausgleicht, spürt deshalb beim Tauchen schnell ein schmerzhaftes Stechen im Ohr und hört ein Pfeifen. Deswegen gilt: Nach jedem Meter sollten Sie einen Druckausgleich vornehmen – andernfalls droht ein Trommelfellriss.

In großer Tiefe, ab etwa 40 Metern, gibt es zusätzliche Risiken bei diesem Extremsport. Weil der Körper mehr Stickstoff aufnimmt, um dem Umgebungsdruck standzuhalten, schwinden Urteilsvermögen, Koordinationsfähigkeit und die realistische Einschätzung von Gefahren – ähnlich wie bei einem Alkoholrausch. Wer bemerkt, dass sich seine Wahrnehmung unter Wasser verschlechtert oder sogar fürchtet, das Bewusstsein zu verlieren, muss seinen Tauchpartner darauf hinweisen, um den Tauchgang zügig, aber kontrolliert abzubrechen.

Abgesehen von Gefahren, die durch Unachtsamkeit entstehen, gehen auch von Meeresbewohnern Risiken beim Tauchen aus. Um sich vor Verletzungen durch giftige Fische und andere Unterwassertiere zu schützen, gilt unter Wasser folgende Regel: Nichts anfassen. Das schließt allerdings auch ungefährliche Tiere und Pflanzen ein, die in ihrer Umgebung nicht gestört oder beschädigt werden sollten.

So beugen Sie Unfällen und Verletzungen vor

Trotz der Risiken beim Tauchsport sollten Interessierte nicht davor zurückschrecken, ihre Fähigkeiten unter Wasser zu erproben. Wichtigste Maßnahme, um Gefahren vorzubeugen: eine Tauglichkeitsuntersuchung, die von einem Arzt oder von einer zertifizierten Tauchschule vorgenommen wird. Wenden Sie sich an den Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) oder die Professional Association of Diving Instructors (PADI). Beide Organisationen können Sie außerdem über weitere Risiken beim Tauchen aufklären.

Wie der Tauchmediziner Dr. Markus Klingenberg im Interview mit dem Fachportal "Netzathleten" erklärt, bestehen bei einem professionell durchgeführten Tauchgang, bei dem der Taucher stets wachsam und konzentriert ist, keine Gefahren für die Gesundheit: "Nach aktuellem Wissensstand ist bei Sporttauchern mit keinen Langzeitschäden zu rechnen." Aufgrund der starken Belastung durch Druckunterschiede sei es jedoch wichtig, sich nach dem Tauchen mindestens 24 Stunden zu schonen. Planen Sie bei einem Tauchurlaub deshalb beispielsweise einen Tag Pause vor dem Rückflug ein. Anfänger sollten zudem nicht mehrere Tauchgänge an direkt aufeinanderfolgenden Tagen unternehmen.

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