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Fitness-Training mit den "wilden Seilen"

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Training mit den Power-Tauen

24.02.2016, 09:01 Uhr | Uwe Kauss

Fitness-Training mit den "wilden Seilen". Das Training mit den "wilden Seilen" kommt aus den USA. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Training mit den "wilden Seilen" kommt aus den USA. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Meterweit peitschen die Seile durch den Raum - an ihrem Ende steht ein muskelbepackter Mann und dirigiert sie mit Kraft nach oben, unten und zur Seite. Der Trend aus den USA nennt sich "Rope Training". Auch in deutschen Fitnessstudios kann man sich mit den bis zu 25 Meter langen Tauen nun auspowern. Fitness-Coach und Promi-Trainer Jörn Giersberg erklärt, was das bringt.

Foto-Serie mit 9 Bildern

Das Training macht eine Menge Eindruck. Jeder im Studio schaut hin, wenn man die langen Seile mit Kraft zum Schwingen bringt. In den USA heißen die Polyestertaue "Battling Ropes", obwohl beim Training nur die Schlacht gegen die eigene Kondition geschlagen wird.

Ganzheitliches Training

Das Trainings-Tau ist drei bis fünf Zentimeter dick und wird etwa in der Mitte seiner Länge an einem Gewicht, einem Geländer, oder an einem Baum befestigt. Nun greift man das Seil an den Enden und schwingt es rhythmisch auf und ab. Dabei hat man viele Möglichkeiten: Die "wilden Seile", wie sie auch genannt werden, lassen sich parallel oder antizyklisch schwingen, man kreuzt dabei die Arme, lässt sie kreisen sowie vorwärts oder rückwärts bewegen. Damit soll das Herz-Kreislaufsystem aktiviert sowie die Kondition, Arme, Schultern, Brust und Rumpf trainiert werden.

Das Training sieht ziemlich lässig aus, wenn man mit breiter Brust die dicken Taue zum Tanzen bringt. Der Promi-Trainer Jörn Giersberg (www.figurtrainer.de) ist von den "Killer Ropes" allerdings nicht hundertprozentig überzeugt: "Sie machen sicher ein gutes Kraftausdauer-Training möglich, aber welcher durchschnittliche Besucher eines Fitness-Studios braucht das schon?" Nach seiner Ansicht ist es "sehr gut für trainierte Crossfit-Sportler geeignet", die ihre Power weiter steigern wollen: "Man kann schnell einsteigen, das Training ist flexibel und aktiviert die Körperspannung."

Doch für eines taugt es wenig: zum Abnehmen: "Figur-Shaping funktioniert mit den Ropes nicht wirkungsvoll. Es hilft aber, wenn man bewusst neue Trainingsreize ins Training bringen will", betont er. Immerhin: "Das sieht schon echt cool und ziemlich spektakulär aus."

Knifflige Variationen

Für Giersberg eignen sich die Ropes am ehesten für bereits gut trainierte Sportler, die weiter an ihrer Kraftausdauer arbeiten wollen.

"Für Ruderer und Kanuten, aber auch für Feuerwehrleute ist das eine ganz gute Methode." Rope Training habe den Vorteil, sehr viele Variationen zu bieten. So lassen sich beim Schwingen sogar Kniebeugen oder Ausfallschritte in den Ablauf integrieren. Dazu gibt es Übungen im Sitzen oder Liegen sowie mit Partnern.

In den Studios einiger deutscher Fitness-Ketten werden die Ropes inzwischen angeboten. Doch nach seiner Erfahrung habe sich der Trend hier nicht eben zum Hype entwickelt: "Ich bin häufig in Studios, aber ich sehe sehr selten, dass jemand mit ihnen intensiv arbeitet." Er warnt, Rope Training unterliege häufig - aufgrund von fehlendem Wissen - einem Missverständnis: "Wer Muskeln aufbauen will und minutenlang die Ropes mit 70, 80 Wiederholungen pro Einheit schwingt, erreicht fast nichts." Denn wenn die Trainingsintensität zu gering sei und man mit den Tauen drei Minuten lang eine Übung wiederhole, sei man zwar hinterher erschöpft, habe aber die Muskeln viel zu wenig fürs Wachstum gefordert. "Muskelaufbau braucht wenige Wiederholungen bei sehr intensiver Belastung." Daher sei für effektives Rope Training unbedingt eine gute Anleitung notwendig.

Tipps zum Kauf der Power-Taue

Wer nicht im Sportstudio vor aller Augen die Seile schwingen lassen will, kann sie auch kaufen. Anbieter wie Blackthorn, Maui oder Suprfit sowie viele Direktversender haben sie im Programm. Ein Zehn-Meter-Seil aus Polyester mit 30 bis 38 Millimeter Durchmesser kostet etwa zwischen 150 und 180 Euro. Für wenig trainierte Einsteiger eignet sich so ein Tau sehr gut, wer schon eine Grundfitness besitzt, greift zu 15 Meter langen Ropes. Einfache Formel: Je dicker und länger das Seil, desto mehr Gewicht hat es. Umso höher ist damit die Körperkraft, die man zur kontinuierlichen Bewegung benötigt. Viele der im Netz angebotenen Taue bestehen, ganz traditionell, aus Hanf. Doch sie haben einen Nachteil: Wer damit draußen trainiert, setzt sie unter Umständen Regen, Nässe und Feuchtigkeit aus. Nach dem Trocknen werden sie steif und unbeweglich. Daher sind Polyestertaue hier die bessere Wahl.

Dazu gibt es passende Transporttaschen, Befestigungshaken, die mit drei Dübeln in der Wand verankert werden, dazu Kreide für die Hände, um Schweiß zu binden. Aqua Ropes lassen sich mit Wasser füllen und legen so um das Dreifache ihres Gewichts zu. Weiter werden elastische Ropes angeboten, die ihre Länge zwischen fünf und zwölf Meter dehnen können. Damit eröffneten sich, so die Anbieter, viele weitere Trainingskombinationen etwa mit dem Einbeziehen von Lauf- sowie Bewegungsübungen. Vor allem beim Trainieren mit viel Platz im Freien kann man sich so ordentlich auspowern.

Adieu, langweilige Hantel!

Doch Jörn Giersberg ist skeptisch, ob sich der Trend aus den USA hier durchsetzt: "Die Zielgruppe, für die es effektiv einen Trainingsvorteil bringt, ist halt ziemlich klein." Die größte Attraktivität wird aus seiner Sicht durch die kraftvollen, flexiblen Übungen mit vielen Variationen erzeugt. "Wer ohne Trainer regelmäßig im Fitness-Studio gelangweilt an den Maschinen vor sich hin arbeitet, ist doch froh um jede Abwechslung." Man schwitzt, fühlt sich ausgepowert und hat hinterher ein gutes Gefühl. Denn wer mit "Battle Ropes" oder "Killer Ropes" schweißtreibend arbeitet, muss doch ein richtig harter Kerl sein. Sehen Sie das Training mit den "wilden Seilen" auch in unserer Fotoshow.

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