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Alpenüberquerung: die schönsten Touren

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Zu Fuß oder mit dem Rad  

Die schönsten Touren über die Alpen

20.07.2016, 11:22 Uhr | Uwe Kauss - WANTED.DE

Alpenüberquerung: die schönsten Touren. - (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

- (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Einmal im Leben die Alpen überqueren. Aber nicht mit Klimaanlage. Wer zu Fuß oder mit dem Mountain Bike startet, macht unvergessliche Erfahrungen. Doch auch mit dem Motorrad hat der Trip durch die Berge ans Meer seinen Reiz. Wir zeigen, wo es lang geht.

Seit seiner Kindheit ist Berg- und Skiführer Hans Thurner in den Alpen unterwegs. "Ich kannte so viele Strecken und Routen, aber immer hat es mich gereizt, den gesamten Alpenbogen am Stück kennen zu lernen", erzählt Thurner. Jahrelang trug er diesen Gedanken mit sich. 2011 ging er mit seiner damaligen Lebensgefährtin los, um diesen Traum zu erfüllen: Am 7. April starteten sie in Wien, gingen über die Niederen Tauern, die Karnischen Alpen, die Dolomiten und durch die Berge des Piemont und die Seealpen bis nach Nizza. Dort badeten sie 101 Gehtage nach dem Start ihre Füße im Mittelmeer. Hinter ihnen lagen 1800 Kilometer Strecke, sie überwanden dabei 90.000 Höhenmeter.

Mit dem Auto verliert man das Gefühl für die Dimensionen der Alpen

Hans Thurner schrieb über diese Erfahrung das 2015 erschienene Buch "2000 km Freiheit: Zu Fuß über die Alpen von Wien nach Nizza" und lässt Besucher seiner Multimedia-Show die Tour miterleben."Ich konnte direkt spüren, wie groß, wie weit dieses Gebirge ist", erzählt er noch heute fast ehrfürchtig, "mit dem Auto verliert man das Gefühl dafür." Daher empfiehlt er jedem, es auch zu tun – allerdings mit einem Unterschied: Er ist durch den gesamten Alpenbogen von Ost nach Südwest gelaufen. Die meisten Urlaubswanderer nehmen die viel kürzere Nord-Süd-Route, also etwa von Deutschland nach Italien. Zwischen einer und fünf Wochen Zeit sind für den Alpentrip nötig. Hans Thurner dagegen wollte ohne Zeitraster "einfach losgehen, bis es vorbei ist."

Gute Planung ist sehr wichtig

Er plante die Route jeweils von einer Woche zur nächsten. Das empfiehlt er Freizeitwanderern aber nicht. Gute Planung sei für sie sehr wichtig – einfach um zu wissen, was sie erwartet. Sein Tipp für Wanderer und Biker: "Entscheidend ist nicht Streckenlänge, es sind die Höhenmeter." Als Jahreszeit empfiehlt Thurner für Freizeitwanderer den Juli und August sowie den Beginn des Septembers. "Im Juni ist in den Alpen die Hochsaison für Gewitter, da geht man Risiken ein."

Experte rät zum Europäischen Fernwanderweg E5

Wer die Alpen zu Fuß in Nord-Süd-Richtung überqueren will, hat auf dem Abschnitt des Europäischen Fernwanderwegs E5 von Oberstdorf nach Meran eine Strecke von nur 140 Kilometern vor sich. Die Strecke ist in acht Etappen eingeteilt, sie lässt sich mit etwas Training in rund einer Woche gehen. Dabei geht’s insgesamt rund 10.000 Höhenmeter hinauf und dazu wieder hinab, der höchste Punkt ist das knapp 3000 Meter hohe Pitztaler Jöchl. Wer die Stille der Berge sucht, ist auf dieser Strecke allerdings falsch: Sie gilt vor allem in der Hauptsaison als völlig überlaufen und führt zudem häufig auf Straßen entlang.

Falscher Mut und Selbstüberschätzung können gefährlich werden

Der Vorteil dieser Route: Wer sich mit seiner Kondition verschätzt, kann anstrengende Etappen mit dem Bus, dem Zug, der Seilbahn oder dem Taxi überbrücken. Das ist für Hans Thurner genau richtig so: "Man braucht zum Bergwandern eine gesunde Selbstkritik und vor allem Selbsteinschätzung", sagt er. "Für so eine Tour muss man kein Bergsteiger sein, aber falscher Mut und Selbstüberschätzung können gefährlich werden." Auch er ließ sich einmal von einem Einheimischen mit dem Auto mitnehmen. "Es war quälend heiß, wir waren erschöpft, demotiviert und hatten noch zehn Kilometer asphaltierte Straße vor uns. Pfeif drauf", erzählt er.

Wandern von Garmisch bis Brescia

Wer aber die atemberaubenden Panoramen der Alpen in der Stille genießen will, braucht mehr Zeit und Kondition. Weitab von Straßen, Liften, Bussen und Touristen führt der Wanderweg L1 seit 1989 auf etwa 400 Kilometern in 28 bis 30 Etappen von Garmisch-Partenkirchen nach Brescia. Er ist straßenfrei, aber ohne anspruchsvolle Kletterpassagen – daher ist er auch für trainierte Mittelgebirgswanderer zu empfehlen und in etwa drei Wochen zu schaffen. Im Vergleich zu den anderen, bis zu 1000 Kilometern langen Routen beginnt der vom deutschen Wanderfan Hans Losse abgesteckte Weg – daher das Kürzel "L" – direkt am nördlichen Rand der Alpen und endet in Brescia am südlichen Fuß der Gebirgskette. Für diese Tour braucht man eine sehr gute Kondition und Tourenerfahrung. Denn hier sind insgesamt 60.000 Höhenmeter zu überwinden, der höchste Punkt ist der Saykogel auf 3360 Metern.

Alternative Wander-Routen

Als Alternativen für erfahrene Wanderer mit genügend Zeit bieten sich der 520 Kilometer lange "Traumpfad" von München nach Venedig sowie der 550 Kilometer lange Weg von München zum Gardasee an. Doch beide Strecken führen zu Beginn und am Ende in langen Etappen durchs Flachland. Beide Wege lassen sich, je nach Ausdauer und Tagespausen, in etwa 30 bis 40 Tagen gehen.

Alpentouren für Mountainbiker

Auch mit dem Mountain Bike ist die Alpenüberquerung eine ultimative Herausforderung mit traumhaftem Panorama. Seit 1989 machen sich konditionsstarke Biker auf die knapp über 300 Kilometer lange "Heckmair-Route" von Oberstdorf zum Gardasee. Wunderschön ist auch die etwa 300 Kilometer lange Route von Bad Tölz über den Brenner nach Bozen sowie der Alpe-Adria-Radweg von Salzburg an den Golf von Venedig. Für die rund 400 Kilometer lange Strecke benötigt man etwa sieben Tagesetappen. Es gibt inzwischen deutlich mehr Fahrrad-Routen als Wanderwege, die allerdings öfter auch über befahrene Bundesstraßen führen. Sie sind mit guter Kondition meist in fünf bis zehn Tagen zu schaffen.

Alpenpässe gehören zu den Traumrouten der Bikerszene

Wer die Alpen sportlich, aber nicht mit Erschöpfung und schmerzenden Füßen erleben will, setzt sich auf's Motorrad. Alpenpässe gehören zu den Traumrouten der Bikerszene: Etwa die Strecke von Lindau nach Bozen, die etwa der ADAC empfiehlt, da sie über fünf Pässe führt. Etwas entspannter geht’s auf der Route von Füssen zum Comer See vorbei. Ein Promi-Stopp ist hier auch dabei: der weltberühmte Schweizer Skiort St. Moritz. Empfehlenswert ist auch die Strecke von Garmisch durchs malerische Karwendel nach Bozen in Südtirol. Doch Planung lohnt sich – denn bei vielen dieser Trips fallen teils saftige Mautgebühren an – hin und zurück. 

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