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Krebshilfe fordert Schockbilder für Raucher

19.11.2007, 11:21 Uhr | bri, AFP

Bilder von schwarz gequalmten Lungen, wuchernden Tumoren im Zahnfleisch und sogar toten Raucher. Wenn es nach der Deutschen Krebshilfe geht, müssen Raucher auch hierzulande mit Schockfotos auf Zigarettenschachteln rechnen. In Großbritannien sind solche Bilder bereits im kommenden Jahr vorgeschrieben. "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte", so die Präsidentin der Krebshilfe, Dagmar Schipanski, gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Ein abschreckendes Bild könne für Raucher den letzten Anstoß zum Aufhören geben. Auch SPD-Politiker sprechen sich für derartige Fotos aus. Politiker aus den Reihen der CDU lehnten dagegen ab, weil schon schriftliche Warnhinweise kaum Wirkung zeigten. Zahlreiche Leser haben uns dazu ihre Meinung geschrieben:

Fotoserie Schockfotos auf Zigarettenschachteln in England
Zum Durchklicken Aufrüttelnde Bilder aus England

Horrorfotos für britische Raucher

Ab September 2008 sind Schockfotos auf allen Zigarettenschachteln in Großbritannien vorgeschrieben. Die Briten haben die Bilder sogar selbst ausgewählt: 42 drastische Fotos standen auf der Homepage des britischen Gesundheitsministeriums zur Auswahl. Die Menschen waren aufgefordert, das am meisten schockierende Foto zu wählen.

Bilder auf allen Tabakprodukten

Bisher gab es nur in Belgien drastische Fotos auf Zigarettenschachteln. Großbritannien ist das erste Land, das Schockfotos auf allen Tabakprodukten einsetzen will. Nur noch bis September 2008 genügen schriftliche Warnhinweise auf Zigarettenschachteln. Ab Oktober sind die Fotos vorgeschrieben. Für Produzenten anderer Tabakprodukte gilt die Vorschrift erst ab Oktober 2009. Laut EU-Kommission werden ab Herbst 2008 auch in Finnland Schock-Bilder auf Tabakprodukten prangen, ebenso wie in der Schweiz und in Neuseeland.

Europäische Union gibt die Bilder vor

Die Bilder gehen auf eine Verordnung der EU zurück. Diese erlaubt den Mitgliedsstaaten schon seit 2001, Textwarnungen durch Bilder zu ersetzen. "Die Bilder stellt die EU zur Verfügung. Nur aus dieser Sammlung, kann eine Regierung die Bilder aussuchen", sagt die Sprecherin der EU-Kommission im Bereich Gesundheit Nina Papadoulaki. Es gebe bereits Überlegungen die Verordnung so zu stärken, dass jedes Land derartige Bilder einführen muss. "Diese Entscheidung fällt jedoch nicht vor 2009", so die Sprecherin.

Studie: Schock hilft gegen die Sucht

Wissenschaftliche Ergebnisse geben der EU und dem britischen Gesundheitsministerium Recht: Eine Studie mit 15.000 Rauchern in den USA, Großbritannien, Australien und Kanada beweist, dass Raucher sich von abschreckenden Fotos beeinflussen lassen. Am wirksamsten sind Fotos von wuchernden Lungentumoren und einem von Krebs gezeichneten Mund ab. Das ermittelte das Forscherteam um Dr. David Hammond von der Universität Waterloo in Kanada. Die Briten ließen sich laut Hammond am stärksten beeinflussen. Der englische Krebsforscher Robert West sagte dem Fernsehsender BBC, durch diese Werbung würden pro Jahr bis zu 10.000 Raucher mit dem Qualmen aufhören.

Bild soll letzten Anstoß geben

60 Prozent der Raucher seien grundsätzlich bereit, das Rauchen aufzugeben, sagte Schipanski. Das hätten Studien ergeben. "Wenn dann beispielsweise das Bild eines Tumors den letzten Anstoß gibt, ist dieses Mittel durchaus geeignet." Allerdings seien Fotos nur dann wirksam, wenn sie häufig wechselten. Sie seien auch nicht "der Weisheit letzter Schluss", sondern könnten nur Teil eines umfangreichen Hilfsangebots für aufhörwillige Raucher sein.

Bald auch Schockfotos in Deutschland?

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk (SPD), hatte der "Bild am Sonntag" gesagt: "Wir prüfen die Einführung derartiger Bilder, wenn wissenschaftlich nachgewiesen werden kann, dass diese Strategie erfolgreich ist." Ergebnisse einer Studie seien im Herbst zu erwarten. In Kanada, Indien, Australien und Singapur gebe es solche Fotos bereits, schreibt die Zeitung.

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