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Rauchen und Ernährung: Wie Raucher ihr Krebsrisiko senken

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Rauchen und Ernährung  

Sind Karotten für Raucher tabu?

19.11.2007, 12:42 Uhr | ug, AFP, dpa

Dass Rauchen der Gesundheit schadet, ist längst bewiesen und steht auf jeder Schachtel. Doch es schreckt nicht ab. Aber wer nicht vom ungesunden Glimmstängel loskommt, kann zumindest sein Krebsrisiko senken – mit der richtigen Ernährung. Das zeigt eine amerikanische Ernährungs- und Krebsstudie mit über 180.000 Teilnehmern. Das Ergebnis: Bei Rauchern, die häufig Zwiebeln, Äpfeln, Beeren und Grünkohl verzehrten, sank das Risiko an Bauchspeichelkrebs zu erkranken. Und zwar um fast 60 Prozent gegenüber denjenigen, die diese Obst- und Gemüsesorten nur selten aßen. Auch mit anderen Lebensmitteln können Sie Gesundheitsrisiken ein wenig ausgleichen. Wir verraten Ihnen die besten Nahrungsmittel für Raucher. Klicken Sie sich durch.

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Essen mit Anti-Krebs-Wirkung

„Besonders Raucher profitierten von einer flavonolreichen Ernährung. Raucher, die viele dieser sekundären Pflanzenstoffe mit der Nahrung aufnahmen, konnten ihr Risiko im Vergleich zu Rauchern mit geringem Verzehr sogar um 59 Prozent senken,“ sagt Ute Nöthlings, die die Studie in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung leitete. Bei nichtrauchenden Studienteilnehmern, die vermehrt zu den gesunden Lebensmitteln griffen, verminderte sich das Risiko an Bauspeicheldrüsenkrebs zu erkranken um 23 Prozent. Vermutlich seien die Effekte bei Rauchern am stärksten, da diese Gruppe bereits ein erhöhtes Bauchspeicheldrüsenkrebs-Risiko habe, sagte Nöthlings.

Bunt und gesund

Doch in welchen Lebensmittel stecken besonders viele der Anti-Krebs-Stoffe? "Das Kennzeichen der sogenannten Flavonoide ist, dass sie Obst und Gemüse kräftig grün, gelb oder blau einfärben. Deshalb sind sie besonders in farbintensiven Obst- und Gemüsesorten wie roten Trauben, gelben Paprika, Auberginen, aber auch in Äpfel, Birnen und Zwiebeln enthalten", sagt Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Immer mehr Studien beweisen, dass diese Pflanzenstoffe eine gesundheitsfördernde Wirkung besitzen: "Wir vermuten, dass ihre antioxidative Wirkung positive Effekte bei Herz-Kreislauf-Krankheiten und einige Krebskrankheiten besitzt", erklärt die Ernährungsexpertin. Nicht nur in Obst und Gemüse stecken die gesunden Stoffen, sondern auch in Kaffee, Tee, Rotwein und Schokolade.

Schokolade schützt Raucherherzen

Schokolade ist zudem möglicherweise gut für Raucherherzen, wie Mediziner in einer Studie am Universitätsspital Zürich herausgefunden haben. Bitterschokolade kann demnach das Herzinfarktrisiko von Rauchern positiv beeinflussen. Der Verzehr von 40 Gramm dunkler Schokolade mit einem Kakaoanteil von 74 Prozent verbessert den Ergebnissen zufolge die Funktion der Gefäßinnenwände sowie den so genannten antioxidativen Status. Zugleich verringere die Schokolade das Zusammenkleben von Blutplättchen. Die positive Auswirkung auf den Blutfluss halte mehr als acht Stunden an, erklärten die Experten. Dies sei vermutlich darauf zurückzuführen, dass die im Kakao enthaltenen Antioxidantien vom Typ der Polyphenole oxidativen Stress verringern könnten. Die Wissenschaftler hatten 25 gesunde Raucher im Durchschnittsalter von 26 Jahren untersucht. Ein Teil von ihnen erhielt Bitterschokolade und ein zweiter Teil weiße Schokolade. Bei dieser Kontrollgruppe konnten die günstigen Einflüsse nicht beobachtet werden.

Viel ACE, aber keine Karotten?

Auch Beta-Carotin galt jahrelang als Wunderwaffe gegen Krebskrankheiten bei Rauchern, bis in Studien nachgewiesen wurde, dass es keine positive Wirkung besitzt. Im Gegenteil: Raucher, die erhöhte Dosen des Provitamins zu sich nahmen, erkrankten sogar häufiger an Lungenkrebs. Sollten Raucher also besser auf den Verzehr von Karotten und anderer Lebensmittel mit hohem Beta-Carotin-Gehalt verzichten? „Nein, diese Ergebnisse gelten nur für künstliches Beta-Carotin, das Raucher zum Beispiel durch Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen. Natürliches aus Karotten oder anderem Gemüse und Obst sollten sie unbedingt zu sich nehmen“, erklärt die Ernährungsexpertin. Auch eine ausreichende Zufuhr an den Vitaminen A, C und E ist wichtig. Denn Zigarettenrauch regt die Bildung zellschädlicher Substanzen an, der so genannten freien Radikale. Um diese freien Radikale binden zu können, verbraucht der Körper die Vitamine A, C und E. „Da diese Vitamine wichtige Radikalfängern sind, haben Raucher hier einen erhöhten Bedarf", rät Keller.

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