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Rauchstopp: Frauen kommen schwerer von der Kippe los

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Rauchstopp  

Frauen kommen schwerer von der Kippe los

15.10.2008, 09:30 Uhr | dpa

Frauen haben deutlich mehr Probleme mit dem Rauchen aufzuhören als Männer, heißt es in einem Bericht des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Außerdem reagieren sie empfindlicher auf die Schadstoffbelastungen durch das Rauchen und das Passivrauchen. Frauen seien besonders gefährdet Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenerkrankungen oder Osteoporose zu bekommen, warnen die Experten. Zudem werde der Menstruationszyklus und die Fruchtbarkeit beeinflusst und Kinder rauchender Eltern litten vermehrt an Atemwegserkrankungen, Asthma und Mittelohrentzündungen.

Frauen fehlt oft der Wille zum Ausstieg

Nach Überzeugung der DKFZ-Experten fällt Frauen das Aufhören vor allem deswegen schwer, weil sie zumeist weniger motiviert zum Ausstieg sind und weniger an einen erfolgreichen Versuch glauben als männliche Raucher. "Zudem erwarten sie häufiger als Männer Schwierigkeiten beim Rauchstopp und befürchten in stärkerem Ausmaß, dass sie durch einen Rauchstopp an Gewicht zunehmen könnten", so der Report.

Rauchstopp bringt Kilos

Wer mit dem Rauchen aufhört, muss damit rechnen, mehrere Kilogramm zuzulegen - in jedem zehnten Fall sogar um bis zu zehn Kilo. "Frauen nehmen dabei durchaus mehr zu als Männer", schreiben die Experten, ohne Zahlen zu nennen. Außerdem seien Entzugssymptome bei Frauen stärker ausgeprägt als bei Männern, eine Nikotinersatz-Therapie wirke bei Frauen zudem schlechter.

Frauen qualmen fast wie Kerle

Nach DKFZ-Angaben haben im Jahr 2006 in Deutschland 35 Prozent der Männer geraucht, bei den Frauen waren es 27 Prozent. "In den letzten Jahrzehnten hat sich das Rauchverhalten der Frauen dem der Männer angeglichen", bilanziert der Report. Allerdings rauchten Frauen nach wie vor über alle Altersgruppen hinweg weniger Zigaretten pro Tag als Männer. Frauen mit niedriger Schulbildung greifen laut der Bundes- Drogenbeauftragten doppelt so häufig zur Zigarette wie Frauen mit Abitur. Unter den alleinerziehenden Müttern sei mehr als jede zweite Raucherin. Weil immer mehr und immer jüngere Frauen zur Zigarette greifen, habe sich die Zahl der Lungenkrebserkrankungen bei Frauen in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt.

Mädchen rauchen häufiger als Jungen

Die Bundes-Drogenbeauftragte Sabine Bätzing sagte am Dienstag in Berlin, im Kampf gegen den Zigarettenkonsum sollen künftig gezielt Frauen angesprochen werden. In der Altersgruppe von 12 bis 17 Jahren fingen inzwischen mehr Mädchen als Jungen mit dem Rauchen an. Um gerade Frauen vom Rauchen abzuhalten, solle es daher auf Zigarettenpackungen zum Beispiel Bilder von Frühgeborenen oder rauchenden Schwangeren geben, erklärte Bätzing anlässlich der Tagung "Frauen und Rauchen - Neue Wege in der Prävention".

Aktionsprogramm gegen das Rauchen

Bis Jahresende will Bätzing ein nationales Aktionsprogramm zur Tabakprävention vorlegen. Es soll gezielt auf Frauen ausgerichtete Maßnahmen enthalten. Bätzing forderte weitere Einschränkungen bei der Tabakwerbung. So verknüpften junge Mädchen das Rauchen oft mit Selbstbewusstsein und Schlanksein. "Rauchen macht schlank - das ist in den Köpfen drin", so Bätzing. Für Zigaretten dürfe daher nicht mehr mit dem Aspekt "Lifestyle" geworben werden.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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