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Statistik: Zigarette kostet 29 Minuten Lebenszeit

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Statistik: Zigarette kostet 29 Minuten Lebenszeit

06.01.2010, 11:47 Uhr | AFP/stez

Jede Zigarette kostet ein paar Minuten Lebenszeit (Foto: imago)Jede Zigarette kostet ein paar Minuten Lebenszeit (Foto: imago) Jede Zigarette kostet einen starken Raucher 29 Minuten Lebenszeit. Das hat die Techniker Krankenkasse jetzt ausgerechnet. Und auch Nichtraucher müssen durch den Qualm schlimme Konsequenzen hinnehmen: Menschen, die täglich bei der Arbeit im Dunst der Kollegen sitzen, tragen ein 20 Prozent höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Mit dem Rauchverbot wollen die Länder Raucher und Nichtraucher vor solchen Folgen schützen. Pünktlich zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai stellt sich die Frage, was das Verbot bisher gebracht hat. In Deutschland gibt es darüber jedoch noch keine gesicherten Erkenntnisse. In anderen europäischen Ländern sind die Resultate jedoch überzeugend: In Italien ging seither die Zahl der Herzinfarkte zurück und in Irland haben sich die Lungen der Barkeeper deutlich erholt.

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Wirte gaben Rauchen auf

Andere Staaten sind da schon etwas weiter. In Irland und Italien gilt das Verbot schon seit 2004 beziehungsweise 2005. Wissenschaftliche Untersuchungen in den Ländern zeigen, dass sich die Erfolge des Rauchverbots ziemlich schnell einstellen: In Italien, das das Rauchverbot Anfang 2005 einführte, hat fast jeder sechste Wirt mit dem Rauchen aufgehört. Insgesamt hängte dort zwischen 2004 und 2006 jeder 14. Raucher sein Laster an den Nagel.

Saubere Luft in Kneipen

Die Verbote haben noch weitere positive Effekte: Sie senken auch die Schadstoffkonzentration in der Luft. Studien belegten, dass die Lungenfunktion irischer Barkeeper ein Jahr nach dem Beginn des Rauchverbotes deutlich gesteigert war. Zudem enthielt ihre Atemluft 79 Prozent weniger Kohlenmonoxid als im Vorjahr und im Speichel fanden sich 81 Prozent weniger Cotinin - ein Abbauprodukt des Nikotins. Die untersuchten Barkeeper rauchten selbst nicht - die Erfolge waren also allein auf das Ende des Passivrauchens am Arbeitsplatz zurückzuführen.

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Weniger Herzinfarkte

Auch einen Zusammenhang zwischen Rauchverboten und der Zahl der Herzinfarkte vermuten Wissenschaftler. In der italienischen Region Piemont zählten sie in den Monaten nach Einführung des Rauchverbots etwa elf Prozent weniger Herzinfarktpatienten als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Auch aus Schottland und den USA gingen die Zahlen der Herzinfarkte zurück, beobachteten Mediziner.

Grafik Krebstod durch Rauchen

Schon 13-Jährige rauchen

In Deutschland raucht etwa jeder dritte Erwachsene. Das Einstiegsalter liegt bei 13 Jahren, jedes fünfte Kind im Alter von elf bis 17 Jahren qualmt. Die Bundesregierung setzt daher vor allem auf Prävention. Tabakkonsum sei das "größte vermeidbare Gesundheitsrisiko" unserer Zeit, so die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Sabine Bätzing (SPD). Rauchern drohen nicht nur Atemwegserkrankungen und verschiedene Krebsarten: Einer Studie des Helmholtz Zentrums in München zufolge, erkranken sie auch auch doppelt so oft an Typ-2-Diabetes. Und auch Passivraucher sind davon betroffen. Sie litten demnach häufig an einer Glukoseintoleranz, einer Vorstufe von Typ-2-Diabetes.

Europäer wollen rauchfrei leben

Die Mehrheit der Europäer ist im Übrigen für umfassende Rauchverbote. Ende 2006 sprachen sich laut EU-Statistikamt 88 Prozent für ein Rauchverbot am Arbeitsplatz und in öffentlichen Räumen aus. 77 beziehungsweise 62 Prozent wollten demnach rauchfreie Restaurants und Kneipen. Die Deutschen sind dabei weniger euphorisch: Nur 52 Prozent wollen den Rauch aus Kneipen verbannen.

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