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Raucherentwöhnung: So klappt es mit dem Rauchstopp

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Raucherentwöhnung: So klappt es mit dem Rauchstopp

27.12.2010, 15:14 Uhr | t-online, t-online.de

. Raucherentwöhnung: Tipps und Methoden für den Rauchstopp. (Foto: imago)

Wer mit dem Rauchen aufhören will, braucht bis zu acht Versuche. (Foto: imago)

"Das war meine letzte Zigarette". An keinem Tag des Jahres wird dieser Satz so oft ausgesprochen wie an Silvester. Denn der Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören, gehört zu den beliebtesten Neujahrsvorsätzen. Doch der gute Vorsatz währt oft nur kurz: In der nächsten Stresssituation oder beim Treffen mit Freunden können viele dem Griff zur Zigarette nicht widerstehen. Wie Sie trotzdem Nichtraucher werden, lesen Sie hier: Zehn Tipps für die Raucherentwöhnung.


Raucherentwöhnung mit der Schlusspunktmethode

Drei bis acht Versuche brauchen Raucher im Durchschnitt, um sich dauerhaft von der Zigarette zu verabschieden, so das Ergebnis mehrerer Studien. "Die beste Methode ist das vorbereitete Absetzen in einem Schritt", rät Peter Lindinger, Psychologe und Suchtberater des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg. Wer aufhören will, setzt sich innerhalb der nächsten 14 Tage einen Termin, an dem er von jetzt auf gleich aufhört. Doch zur so genannten Schlusspunktmethode gehört noch mehr: "Am Tag X dürfen keine Rauchutensilien wie Zigaretten oder Feuerzeuge vorrätig sein. Außerdem empfiehlt Lindinger, das Umfeld über den Rauchstopp zu informieren. "So kann man vermeiden, dass einem eine Zigarette angeboten wird", sagt der Psychologe.

Wer aufhören will, muss sein Verhalten ändern

Vor dem Verzicht sollten Sie sich darüber klar werden, bei welchen Gelegenheiten Sie zur Zigarette greifen. Ist es nach dem Essen, zur Entspannung nach der Arbeit oder morgens zum Kaffee? Für solche Situationen, sollte man Alternativen parat haben: Nach dem Essen Zähne putzen statt eine paffen oder nach der Arbeit die Lieblings-CD einlegen und gemütlich eine Tasse Tee trinken. "Außerdem sollten sich Raucher eine sportliche Betätigung suchen", rät Lindinger. Das fördert die Fitness und lenkt von der Sucht ab.

Kaugummis sind kleine Helfer gegen die Sucht

Doch auch mit psychologischen Tricks fällt es vielen schwer, aufs Rauchen zu verzichten. Pflaster oder Kaugummis mit Nikotin können die Entzugserscheinungen lindern: Sie geben dem Körper das Sucht erzeugende Nikotin, jedoch in immer kleineren Dosen und ohne die schädlichen Inhaltsstoffe wie Teer oder Kohlenmonoxid. Pflaster, Kaugummis und Lutschtabletten sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten allerdings nicht. Wunder darf man davon ohnehin nicht erwarten. Wer es partout nicht schafft, sollte sich professionelle Hilfe suchen und eine Verhaltenstherapie machen. Ansprechpartner für Entwöhnungskurse gibt es bei Gesundheitsämtern, Krankenkassen, Ärzten und Psychologen.

Was taugen Anti-Raucherpillen?

Rezeptpflichtig sind dagegen die Rauchstopp-Pillen Zyban oder Champix. Studien haben gezeigt, dass nach einer dreimonatigen Behandlung mit Champix 44 Prozent der Probanden mit dem Rauchen aufhörte, bei Zyban waren es 30 Prozent. Das ist deutlich mehr als bei einem Rauchverzicht ohne Medikamente, der nur etwa zehn Prozent gelingt. Bei beiden Medikamenten kann es jedoch zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Schlafproblemen kommen. Kürzlich warnten Experten noch einmal deutlich vor den Nebenwirkungen der neuen Rauchstopp-Pille Champix. Die Pillen sollten nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Auch hier zahlt die Krankenkasse die Behandlung nicht.



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