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Pflegezusatzversicherungen: Viele Tarife sind "mangelhaft"

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"Öko-Test"  

Pflegezusatzversicherungen: Viele Tarife sind "mangelhaft"

02.05.2017, 14:57 Uhr | cch, t-online.de

Pflegezusatzversicherungen: Viele Tarife sind "mangelhaft". Eine Krankenschwester hält die Hand eines Patienten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Wavebreakmedia Ltd)

Was Pflegeversicherungen bieten, hat "Öko-Test" sich genauer angeschaut (Quelle: Wavebreakmedia Ltd/Thinkstock by Getty-Images)

Beim Verlust von körperlichen oder geistigen Fähigkeiten bietet der gesetzliche Schutz nur bedingt eine Absicherung. Eine private Pflegezusatzversicherung kann eine sinnvolle Ergänzung sein. Aber was bieten die Tarife von Versicherern? "Öko-Test" hat sich knapp 140 von diesen genauer angesehen – mit ernüchterndem Ergebnis.

139 Tarife von 31 Assekuranzen standen auf der Liste der Tester. Konkret schauten sie sich die Angebote für 35- und 65-Jährige, aber auch für einjährige Kinder an.

Das Ergebnis: Die Mehrzahl der Versicherungen bietet offenbar keine guten Leistungen. "Öko-Test" vergab Ränge von 1 bis 6. Nur je zwei Tarife pro Altersstufe erreichten den 1. Rang. Auf den 2. Rang schafften es insgesamt 17 Angebote. 53 Tarife landeten dafür auf den Plätzen 5 und 6 und wurden dementsprechend als "mangelhaft" beziehungsweise "ungenügend" bewertet.

Die Fallstricke der Pflegezusatzversicherungen laut "Öko-Test"

Denn Fallstricke gibt es bei diesen Pflegezusatzversicherungen offenbar einige. Bei manchen Tarifen wird zum Beispiel nur gezahlt, wenn die Pflegebedürftigkeit aus einem Unfall resultiert. Bei anderen Angeboten werden hingegen keinerlei Altersrückstellungen aufgebaut. Wiederum andere haben sehr hohe Monatsbeiträge.

Die staatlich geförderten Pflege-Bahr-Tarife fielen ebenfalls weitestgehend negativ im Test auf. 32 der 37 analysierten Angebote wurden mit "mangelhaft" oder "ungenügend" bewertet. Der Grund dafür sind vor allem die hohen Kosten – und weitere Preiserhöhungen sind den Einschätzungen von "Öko-Test" zufolge wahrscheinlich.

Welche Policen gut abschnitten

Problematisch kann bei Pflegezusatzversicherungen zudem der Rechnungszins sein. Denn bei einem hohen rechnerischen Zins sei laut den Experten die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieser gesenkt wird und die Beiträge daraufhin deutlich steigen.

Trotz der ganzen Fallstricke erhielten einige Policen auch die Bewertung "sehr gut". Testsieger wurden für das Eintrittsalter 35 Jahre die Angebote "PTPU" und "KPET". Letzteres gewann auch für das Eintrittsalter 65 Jahre – zusammen mit dem Angebot "PTG".

Bei Pflegezusatzversicherungen für Kinder müssen Eltern laut "Öko-Test" für eine gute oder sehr gute Absicherung mit einem Beitrag von elf bis zwölf Euro monatlich rechnen. Testsieger in diesem Bereich wurden "PTG" und "PT Premium".

Worauf Sie beim Abschluss einer Pflegezusatzversicherung achten sollten

"Öko-Test" gibt folgende Tipps für den Abschluss von Pflegezusatzversicherungen:

  • Sichern Sie sich möglichst frühzeitig ab, denn dann ist der Schutz preiswerter  und es gibt weniger Probleme mit der Gesundheitsprüfung.
  • Von staatlich geförderten Pflege-Bahr-Tarifen rät "Öko-Test" ab. Sie seien schon heute teuer. Wenn 2018 die erste fünfjährige Wartezeit ausläuft, sei eine Preisexplosion möglich.

In Deutschland gibt es derzeit rund 2,8 Pflegebedürftige. Diese werden seit dem 1. Januar 2017 nach neuen Maßstäben begutachtet: Nicht mehr der Zeitaufwand für die Pflege ist ausschlaggebend, sondern der Grad der Selbstständigkeit. Statt in drei Pflegestufen werden die Menschen in fünf Pflegegrade eingeteilt.

Das ausführliche Testergebnis lesen Sie in der Mai-Ausgabe von „Öko-Test“.

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