Sie sind hier: Home > Gesundheit > Heilmittel >

Was ist das Bobath-Konzept?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Bobath-Konzept  

Was ist das Bobath-Konzept?

21.01.2014, 16:51 Uhr | ng (CF)

Lange galten durch Hirnschädigungen verursachte Bewegungsstörungen als unheilbar. War eine Körperseite betroffen, wurde nur die "gesunde" Seite therapiert. Das Bobath-Konzept jedoch verfolgt einen anderen Ansatz. Die Therapie konzentriert sich auf die Wiederherstellung einer Balance zwischen beiden Körperseiten und auf die Neuerlangung der Bewegungsfähigkeit.

Ursprung und Weiterentwicklung der Theorie

Das Bobath-Konzept wurde in den 1940er Jahren von Bertha Bobath (1907-1991) und ihrem Mann Karel Bobath (1906-1991) entwickelt. Bertha hatte während ihrer Arbeit mit schwer spastischen Patienten entdeckt, dass gezielte Entspannungs- und Muskelstärkungsübungen krampfartige Muskelspannungen abbauen können.

Zuvor waren Mediziner davon ausgegangen, dass eine Schädigung des Gehirns und Nervensystems und damit einhergehende Bewegungsstörungen endgültig und somit nicht therapierbar seien. Zusammen mit ihrem Mann erforschte Bertha Bobath die Hintergründe ihrer Entdeckung und entwickelte das Bobath-Konzept.

Bis heute gilt die Methode als offen und veränderlich. Basierend auf neuesten Erkenntnissen aus der Neurowissenschaft und der angewandten Physiotherapie wird das Bobath-Konzept daher permanent weiterentwickelt. Um als Arzt oder Therapeut damit arbeiten zu können, ist eine zertifizierte Weiterbildung erforderlich.

Bobath-Konzept in der Praxis

Die Therapie wird gegenwärtig zur Behandlung diverser Hirnschädigungen und Bewegungsstörungen eingesetzt. Der Fokus liegt auf der Wiederherstellung der Plastizität des Gehirns und der Umstrukturierung neurologischer Prozesse.

Die durch die Schädigung nicht mehr ausführbaren Bewegungen werden Schritt für Schritt neu erlernt. Konkret bedeutet dies: Der Therapeut stimuliert und fördert die Nerven und Muskeln, deren Durchblutung und Bewegung.

Der Patient nimmt dabei eine aktive Rolle ein. Er lässt die Behandlung nicht nur über sich ergehen, sondern gibt durch seine Reaktionen auf die passive Bewegung Hinweise auf die Effizienz einer Berührung. Ziel der Behandlung ist, dass der Patient irgendwann selbst die Bewegung ausführen und sich schließlich selbst ankleiden, ernähren und im Alltag zurechtfinden kann.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Meistgesuchte Themen A bis Z

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017