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Linde: Verwendung und Wirkung der Lindenblüten

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Kräuterlexikon  

Linde

28.10.2015, 11:02 Uhr | hm (CF)

Linde: Verwendung und Wirkung der Lindenblüten. Die Blüten des Lindenbaums haben eine durchweg positive Heilwirkung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Blüten des Lindenbaums haben eine durchweg positive Heilwirkung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Als prächtiger Laubbaum steht die Linde in vielen Dörfern und Städten an einem zentralen Platz. Ihre Blüten sind nicht nur schön anzusehen, sondern finden auch in der Naturheilkunde Verwendung.

Pflanze

Linden (Tilia) sind Laubbäume, die sehr hoch und Jahrhunderte alt werden können. Die Linde kommt im europäischen Raum vor allem als gezielt angepflanzter Baum in Städten und Gemeinden vor, seltener in der freien Natur. Die beiden bekanntesten Lindenarten, die Sommerlinde und die Winterlinde, blühen jeweils etwa von Juni bis Juli. Beide Unterarten spielen in der Kräuterheilkunde eine Rolle.

Verwendete Pflanzenteile

Die Blüten der Sommerlinde wie auch der Winterlinde werden zu medizinischen Zwecken verwendet.

Inhaltsstoffe

  • Flavonoide (vor allem Quercitrin, Rutin und Astragalin)
  • Schleimstoffe
  • ätherisches Öl

Wirkung

Typische Anwendungsgebiete der Lindenblüte sind grippale Infekte und Fieber sowie Verdauungsbeschwerden. Die häufigste Verwendungsform ist der Lindenblütentee. Die Schleimstoffe aus der Blüte der Linde können Reizhusten entgegenwirken. Zudem soll Lindenblütentee schweißtreibend wirken und daher die Ausscheidung der Krankheitskeime begünstigen.

Nebenwirkungen

Lindenblütentee hat keine bekannten schädlichen Nebenwirkungen und kann bei Bedarf reichlich getrunken werden. Halten die Beschwerden jedoch lange an, sollte sicherheitshalber ein Arzt konsultiert werden.

Interessantes

Als Heilpflanze spielt die Linde in Europa erst seit dem Mittelalter eine Rolle. Im Vordergrund stand lange eher ihre symbolische Funktion: Sie galt in vielen Kulturen als heiliger Baum und stand als Dorflinde oder Gerichtslinde häufig im Zentrum des örtlichen Lebens. Davon zeugt zum Beispiel das Gedicht "Der Lindenbaum" von Wilhelm Müller (1794-1827), bekannt auch als Volkslied "Am Brunnen vor dem Tore" in der Vertonung von Franz Schubert (1797-1828).

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