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Beifuß gegen Regelschmerzen und Verdauungsprobleme

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Kräuterlexikon  

Beifuß

16.02.2016, 16:44 Uhr | hm (CF)

Beifuß gegen Regelschmerzen und Verdauungsprobleme. Viele Menschen leiden unter einer Allergie gegen Beifuß. (Quelle: imago/Waldemar Boegel)

Viele Menschen leiden unter einer Allergie gegen Beifuß. (Quelle: Waldemar Boegel/imago)

Beifuß wird aufgrund seines unscheinbaren Aussehens oft einfach als Unkraut abgetan. Doch es steckt viel mehr in dem kleinen genügsamen Pflänzchen, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Erfahren Sie mehr über die Heilwirkung der Pflanze.

Pflanze

Beifuß (Artemisia vulgaris) ist eine mehrjährige Pflanze, die 1,5 bis zwei Meter groß wird. Seine rötlich-braunen Stängel sind stark verästelt und in Bodennähe verholzt. Die gefiederten Blätter haben an ihrer Oberseite eine dunkelgrüne Färbung. Die Unterseite ist jedoch mit weißem Filz behaart. Von Juli bis August blühen die traubenartig angeordneten Blüten der Pflanze.

Die anspruchslose Wildpflanze wächst an Wegrändern, Wiesen und Böschungen. An den Boden stellt Beifuß keine speziellen Ansprüche, doch gedeiht er in fruchtbarer Erde besser als an kargen Standorten. Beifuß ist in ganz Europa, aber auch Nordamerika und Asien beheimatet.

Verwendete Pflanzenteile

Es wird das blühende Kraut des Beifuß verwendet.

Inhaltsstoffe

  • ätherisches Öl
  • Bitterstoffe
  • Flavonoide
  • Kumarine
  • Polyacetylene
  • Sterole
  • Triterpene

Wirkung

Ähnlich wie der Wermut regt Beifuß die Produktion der Magensäfte an. Auch der Gallefluss wird verbessert. Damit unterstützt Beifuß wirksam die Verdauung. Aus diesem Grund werden besonders schwere, fetthaltige Speisen wie Wildbraten und Gans gerne mit dem aromatischen Kraut gewürzt.

Traditionell wird Beifuß als Frauenkraut gegen Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Seine entkrampfenden und wärmenden Eigenschaften können aber auch Fußbeschwerden lindern.

Nebenwirkungen

Der Verzehr von Beifuß ist für Schwangere nicht geeignet, da das in ihm enthaltene ätherische Öl – genauer Thujon – eine stimulierende Wirkung auf die Gebärmutter haben kann.

Interessantes

Seinen Namen verdankt Beifuß der magischen Wirkung, die dem Kraut nachgesagt wurde. Wanderer, die sich Beifuß in den Schuh oder an das Bein legten, sollten nicht so schnell ermüden. Dem Volksglauben nach schützte das Kraut auch vor Gefahren.

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