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Vielversprechender Therapieansatz  

Wissenschaftler entwickeln einen Impfstoff gegen Akne

11.04.2017, 16:18 Uhr | MHa, t-online.de

Wissenschaftler entwickeln einen Impfstoff gegen Akne. Akne stellt nicht nur eine physische, sondern auch eine psychische Belastung für Betroffene dar.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/VladimirFLoyd)

Akne stellt nicht nur eine physische, sondern auch eine psychische Belastung für Betroffene dar (Quelle: VladimirFLoyd/Thinkstock by Getty-Images)

Akne ade – das könnte in circa zwei Jahren tatsächlich der Fall sein. Nämlich dann, wenn US-Wissenschaftler einen Impfstoff gegen die Hauterkrankung entwickelt haben. Wie das funktionieren soll und ob Aknegeplagte wirklich hoffen können, erfahren Sie hier.

Wie entsteht Akne?

Akne entsteht, wenn sich das Bakterium P. acnes (Propionibacterium acnes) in einem Mitesser (Komedo) ansiedelt, sich dort vermehrt und so eine Entzündung des Komedos hervorruft. Es bilden sich dann Eiterbläschen (Pusteln), die nach dem Abheilen Narben hinterlassen können. So entsteht aus einem Mitesser, einem mit Talg und Keratin gefülltem Haarfollikel, ein Aknepickel.

P. acnes nicht eleminieren

P. acnes ist nicht nur das "böse Aknebakterium", sondern ein wichtiger Bestandteil der Hautflora. Es verhindert, dass sich andere potenzielle Keime zu stark vermehren.

Erforschung eines Impfstoffes gegen die schädliche Wirkung von P. acnes

Wissenschaftler der US-amerikanischen University of California in San Diego forschen bereits seit 2008 daran, einen Impfstoff gegen Akne zu entwickeln. Die Forscher um Dr. Chun-Ming Huang schlossen im September 2016 eine Kooperation mit einem Pharmaunternehmen und arbeiten in den kommenden zwei Jahren im Rahmen einer Testphase an der Herstellung des Impfstoffes.

Bislang führten die Wissenschaftler Versuche an Mäusen durch und testeten einen experimentellen Impfstoff, der P. acnes nicht zerstört, sondern nur außer Gefecht setzt. Nachdem die Mäuse Antikörper entwickelt hatten, untersuchten die Forscher die Wirkung des Serums mit den Antikörpern auf menschliche Talgzellen (Sebozyten).

Das Ergebnis: Die schädliche, Akne hervorrufende Wirkung von P. acnes wurde verhindert. Als anschließend immunisierte Mäuse eine Injektion mit P. acnes erhielten, zeigte sich, dass die Schwellungen (beim Menschen wären das die Aknepickel) deutlich geringer ausfielen. Die Wissenschaftler folgerten daraus: Das Bakterium wurde nicht zerstört, sondern tatsächlich nur außer Gefecht gesetzt.

"Akne wird zum Teil von den P. Acnes Bakterien verursacht, die ein Patient sein ganzes Leben mit sich trägt. Eine Impfung dagegen konnten wir nicht entwickeln, da diese Bakterien zum Teil auch gut sind", erklärt Eric C. Huang, der Projektleiter der Studie gegenüber dem Magazin "Allure". Aber wir haben einen Antikörper für ein toxisches Protein gefunden, dass die P. Acnes Bakterien auf der Haut absondern. Dieses Protein löst die Entzündungen aus, die zur Akne führen, ergänzte Huang.

Vielversprechender Therapieansatz

Die Akne verursachende Wirkung von P. acnes mit einem Impfstoff zu unterdrücken, scheint also guter Ansatz zu sein. Vor allem für die entzündliche Form der Akne könnte der Impfstoff ein hilfreicher Therapieansatz sein.

Aknegeplagte leiden

Die eitergelben Pickel und Narben sind kein schöner Anblick. Vor allem nicht für Menschen, die an der Hauterkrankung leiden. Und das sind nicht nur Teenager, sondern laut der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft auch 20 Prozent der Menschen ab 25 Jahren.

Einer schwedischen Studie des Karolinska-Instituts zur Folge, begehen doppelt so viele Menschen mit Akne Selbstmord, als Menschen ohne diese Krankheit. Akne wirkt sich also nicht nur durch die offensichtlichen Hauterscheinungen auf die Betroffenen aus, sondern stellt zudem eine psychische Belastung dar.

Medikamente wirken meist nur gegen die Entzündungen, aber nicht gegen die Ursache. So bricht die Krankheit immer wieder aus. Zudem sind auch die vielversprechenden Kosmetika (Cremes und Co) oftmals das Geld nicht wert, da sie in der Regel nicht wirken beziehungsweise so wie Medikamente nur einen temporären Erfolg erzielen oder lediglich kaschieren.

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