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Medizin: Versteckte Fettpolster auch für Normalgewichtige gefährlich

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GESUNDHEIT  

Außen schlank, innen gefährlich dick

19.11.2007, 17:10 Uhr

Der Schein kann trügen: Auch gertenschlanke Menschen können Fett in Körperregionen ansammeln, die für das Auge nicht sichtbar sind. Umgibt zu viel Fett die inneren Organe wie Herz, Leber und Bauchspeicheldrüse, ist das genauso gefährlich für die Gesundheit wie ein dicker Bauch, zeigen aktuelle Studien. Nun haben Forscher aus Boston einen Bluttest entwickelt, der dieses versteckte Fett im Körper aufspürt. Ein Protein mit dem Namen RBP4 gibt Aufschluss darüber, wie viel gefährliches Bauchfett sich im Innern versteckt. Bisher konnte der verborgene Speck nur per Computertomografie nachgewiesen werden.

Protein liefert Hinweis auf versteckten Speck

Die Wissenschaftler des Beth Israel Deaconess Medical Centers untersuchten 196 Freiwillige auf das RBP4-Protein. 66 der Teilnehmer waren normalgewichtig, die restlichen 130 Probanden waren mit einem Body-Mass-Index (BMI) von über 30 fettleibig. Die Probanden, die große Fettmengen im Bauchraum aufwiesen, hatten auch besonders hohe RBP4-Werte. Diejenigen Teilnehmer, deren Fett sich dagegen überwiegend unter der Haut befand, hatten moderate RBP4-Werte - auch wenn sie stark übergewichtig waren. Die niedrigsten Werte wiesen die Probanden auf, die schlank waren und bei denen sich auch per Computertomografie wenig verstecktes Bauchfett nachweisen ließ. Bis der Test auf den Markt kommt, werden aber vermutlich noch einige Jahre vergehen.

Verborgenes Fett bei Männern und Frauen

Dass auch schlanke Menschen verborgenes Bauchfett besitzen können hatte kürzlich ein Team um den Londoner Forscher Jimmy Bell an rund 800 Freiwilligen nachgewiesen. Die Wissenschaftler untersuchten die Fettverteilung im Körper der Probanden. Bei 45 Prozent der normalgewichtigen Frauen und 60 Prozent der Männer fanden die Wissenschaftler versteckte Fettdepots. Sogar bei Models mit Idealmaßen fanden sie das verborgene Körperfett. "Je dünner die Menschen, desto größer die Überraschung", erklärte Bell laut Spiegel online. Der Forscher glaubt, dass dünne Menschen mit viel innerem Fett an der Schwelle stehen, übergewichtig zu werden. In der Entwicklungsgeschichte des Menschen hatte das Bauchhöhlenfett durchaus einen Sinn. Das Fett diente als Reserve. Daraus konnte sehr schnell Energie für die Muskeln bereitgestellt werden.

Hohes gesundheitliches Risiko

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass das Bauchfett selbstständig schädliche Botenstoffe und Hormone produziert. Zudem geben die Fettzellen Substanzen ab, die Entzündungsstoffe anziehen. Diese können zu Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Die versteckten Fettzellen sind dabei aktiver als anderes Körperfett. "Nur weil jemand schlank ist, ist er nicht immun gegen Diabetes oder andere Risikofaktoren für Herzerkrankungen", erklärt der Kardiologe Luis Teichholz vom Hackensack Hospital in New Jersey. Doch bisher lässt sich der kritische Wert für die versteckten Fettdepots noch nicht genau definieren.

Bewegung lässt unsichtbare Fettdepots verschwinden

Alle Normalgewichtigen zu untersuchen, halten Wissenschaftler nicht für sinnvoll. Wer versteckte Fettdepots hat, wird diese mit Diäthalten allein nicht wieder los. Man verliert zwar Gewicht, aber es sind nicht die Fettdepots, die verschwinden, sondern es wird Muskelmasse abgebaut. Nur eines hilft wirklich: Gesunde Ernährung und Sport lasse die inneren Fettpolster nachhaltig schmelzen.

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