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Gesundheit: Aufklärung zum Thema Alkoholsucht

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GESUNDHEIT | ALKOHOL  

Ihre Fragen zum Thema Alkohol

19.11.2007, 17:47 Uhr | bri

Ihre Frage an den Experten: Gibt es inzwischen Medikamente, die das Verlangen nach Alkohol unterdrücken?

Professor Singer: Die gibt es. Acamprosat ist hierbei die wichtigste Substanz. Das Mittel wird bei Alkoholkranken eingesetzt, die erfolgreich einen Entzug durchgemacht haben. Acamprosat senkt das Verlangen nach Alkohol und vermindert das Risiko für einen Rückfall in die Sucht. Das Medikament ist nicht frei verkäuflich und muss vom behandelnden Arzt verschrieben werden.

Ihre Frage an den Experten: Einige Bierbrauer werben zur Zeit mit hundertprozentig alkoholfreien Bieren. Wurde das schon einmal überprüft? Ich glaube nicht so recht daran.

Professor Singer: Ihre Kritik ist durchaus berechtigt. Auch bei alkoholfreien Bieren ist zu beachten, dass geringe Alkoholfestmengen vorliegen und auch erlaubt sind. Hier sind festgelegte Grenzwerte von der Bierindustrie einzuhalten. Ein Alkoholgehalt von null Prozent liegt praktisch in keinem Fall vor.

Ihre Frage an den Experten: Ich trinke pro Wochenende eine Flasche Sekt. Ist das für die Gesundheit negativ?

Professor Singer: Eine ganze Flasche pro Wochenende ist immer noch etwas zu viel Alkohol. Bei dieser Menge kann es zum Beispiele zu Sodbrennen oder Entzündungen der Magenschleimhaut kommen. Genießen Sie ruhig weiter Ihren Sekt, aber wenn möglich in geringerer Menge.

Ihre Frage an den Experten: Mit welcher Menge Alkohol (täglich oder wöchentlich) gilt man als alkoholabhängig?

Professor Singer: Die Abhängigkeit wird nicht anhand der Menge definiert. Nach einer international anerkannten Klassifikation müssen drei der sechs folgenden Merkmale erfüllt sein, um als abhängig zu gelten:

Zum Durchklicken Die Merkmale der Alkoholsucht

Ihre Frage an den Experten: Wie stehen Sie zu dem täglichen Gläschen Rotwein? Einerseits steht die Gefahr des Alkohols, andererseits die, von verschiedenen Fachleuten aufgezeigte positive Wirkung wie gewisser Schutz vor Krebs, Verringerung von Ablagerungen in den Blutgefäßen.

Professor Singer: Gegen den vernünftigen, moderaten Konsum von Rotwein habe ich nichts. Regelmäßiger, geringer Rotweinkonsum reduziert das Risiko für den Herzinfarkt und das Risiko für Verkalkungen von Arterien. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass auch dieser Alkoholkonsum nicht gänzlich risikofrei ist. Hierbei steigt, wenn auch gering, das Risiko für Krebserkrankungen. Alkohol hat bei keiner Konzentration oder Trinkmenge einen schützenden Effekt in Bezug auf die Entstehung von Krebserkrankungen. Regelmäßiger Alkoholgebrauch kann zu einer Erhöhung der Leberwerte führen. Dies kann durch eine Leberentzündung oder auch durch eine einfache Leberverfettung bedingt sein. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Leber sich sehr gut regenerieren kann, wenn die Schädigung nicht zu stark ist. In den allermeisten Fällen normalisieren sich die Leberwerte wieder vollständig, wenn der Alkoholkonsum eingestellt wird. Nur bei einer vollständig umgewandelten Leber bei einer Leberzirrhose sinken die Leberwerte nach Beendigung des Alkoholkonsums häufig nicht auf die Normalwerte.

Grafik Wie Alkohol den Körper kaputt macht (Quelle: DHS)
Alkohol als Schmerzmittel? Noch mehr Antwort von Professor Singer

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