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Norovirus: Hygiene in der Küche schützt vor Darmerkrankung

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GESUNDHEIT  

Hygiene schützt vor Norovirus

25.11.2008, 18:03 Uhr | sum/bri

Die Keimbelastung in der Küche ist hoch. (Foto: dpa)Die Keimbelastung in der Küche ist hoch. (Foto: dpa)Die Toilette ist ein Keimparadies? Weit gefehlt: Während die Kloschüssel mit Eifer geputzt wird, verbreiten sich Bakterien in der Küche ungeniert. Das Spülbecken ist dabei die größte Problemzone. Allein auf Spüllappen tummeln sich rund 100 Millionen Mikroorganismen pro zehn Quadratzentimeter. Besonders in Männerhaushalten ist es um die Hygiene schlecht bestellt, wie eine aktuelle Studie der Hochschule Anhalt zeigt. Doch mangelnde Hygiene ist gefährlich. Denn das Robert-Koch-Institut (RKI) warnt vor einer neuen Erkrankungswelle durch das Noro-Virus. Der Erreger breitet sich unter anderem über verschmutzte Flächen aus. Wie Sie sich vor den Viren schützen.

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Männer vergessen das Händewaschen

Die Herren der Schöpfung nehmen es laut der Studie auch mit dem Händewaschen nicht so genau. Nur ein Drittel der Befragten waschen sich vor oder während des Kochens die Hände. Negativ fallen vor allem Männer über 65 Jahre auf - fast drei Viertel davon waschen sich nur die Hände, wenn sie wirklich schmutzig sind. Da viele Lebensmittelvergiftungen ihren Ursprung in der eigenen Küche haben, ist es besonders wichtig, sowohl Hände als auch Flächen sauber zu halten. Zudem dürfen Lebensmittel nicht zu warm gelagert werden. Gekochte und rohe Kosten sollten zudem getrennt aufbewahrt werden.

48 Tote durch Noroviren

Hygiene schützt nicht nur vor Salmonellen, sondern auch vor Noroviren. Die Erreger, die zu Brechdurchfall führen, sind besonders ansteckend und sie verbreiten sich schnell. Die Anzahl der an das RKI übermittelten Infektionen ist seit Mitte August kontinuierlich gestiegen - von rund 500 Fällen bis auf fast 2800 bis Ende Oktober. Die Zahlen sind sogar höher als in Jahren zuvor. Eine Infektion mit Noroviren sei unangenehm, bei gesunden Menschen aber nicht lebensbedrohlich, sagt Institutspräsident Reinhard Kurth. "Aber 48 Todesfälle im vergangenen Winter zeigen, dass man die Erkrankung ernst nehmen muss." Laut RKI zählen Noroviren zu den häufigsten Erregern von Magen-Darm-Erkrankungen.

Hohe Dunkelziffer

In diesem Jahr wurden bis Ende Oktober an das RKI über 120.000 Infektionen gemeldet. Anfang November grassierte das Virus in zwei sächsischen Kliniken, wo 220 Menschen erkrankten. 50 Menschen erkrankten in einer Klinik bei Hamburg. Die Experten des Instituts schätzen, dass es eine hohe Zahl nicht gemeldeter Fälle gibt.

Viel trinken und wenig essen

"Wen es erwischt, der sollte auf die bewährten Hausmittel gegen Übelkeit zurückgreifen: sehr wenig essen, maximal etwas Zwieback, Tee und Mineralwasser trinken", rät Koch. Die Symptome klingen normalerweise nach 72 Stunden ab. Die Krankheit verläuft zwar normalerweise nicht tödlich, aber für Kinder und ältere Menschen kann sie besonders gefährlich sein.

Noroviren sind extrem ansteckend

Das Virus (abgekürzt NV, ehemals Norwalk-Like-Virus) wird durch Schmierinfektionen übertragen. "Wer mit Ausscheidungen oder Speichel von Patienten in Kontakt kommt, kann innerhalb von zwei Tagen krank werden", erklärt Judith Koch vom RKI. Vor allem wer im Alltag mit vielen Menschen zu tun hat, ist gefährdet, also Personen in Kindergärten, Schulen, Großraumbüros. "Wer selbst erkrankt ist, sollte unbedingt den Kontakt zu anderen meiden", rät die Ärztin. "In Krankenhäusern zum Beispiel werden Betroffene sogar extra isoliert." Noch bis zu 14 Tage nach der Erkrankung können die Viren übertragen werden. "Hat man einmal die Infektion überstanden, ist man jedoch nicht immun. Es kann einen immer wieder treffen", sagt Koch. Weil das Virus sich ständig wandelt, sehr widerstandsfähig ist und auch keine Immunisierung stattfindet, gibt es auch noch keine Impfung dagegen.

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