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Solarium: Tipps für gesundes Bräunen und Sonnenbaden

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GESUNDHEIT  

Sicheres Bräunen im Solarium

18.02.2010, 19:48 Uhr | ag

Solarien: Unter der künstlichen Sonne lauern viele Gefahren (Bild: ddp)Solarien: Unter der künstlichen Sonne lauern viele Gefahren (Bild: ddp)Wenn die Winterzeit anbricht, finden Deutschlands Solarien regen Zulauf. Vielen sehnen sich in der kalten Jahreszeit nach Wärme und Licht. Rund 16 Millionen Deutsche gehen regelmäßig ins Sonnenstudio. Doch unter der künstlichen Sonne lauern viele Gefahren. Hautärzte warnen vor Falten, Altersflecken und im schlimmsten Fall Hautkrebs. Über eines sollten sich Solarienbesucher daher bewusst sein: Gesunde Bräune aus der Röhre gibt es nicht und Hautschädigungen können nie völlig ausgeschlossen werden. Wer dennoch im Winter nicht auf die Sonne aus der Steckdose verzichten möchte, sollte zumindest einige Regeln beachten. Wir sagen Ihnen, wie Sie Haut und Augen am besten schützen können:

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Die größten Sonnenbank-Sünden

Zu den größten Sonnenbank-Sünden zählen zu hohe, zu lange und zu häufige Bestrahlungen. Wie bei Schokolade und Alkohol gilt auch für die Sonne: Die Menge macht's. „In unsere Sprechstunde kam eine Frau, die sah aus wie 60 – war aber 40 Jahre alt. Sie ist seit ihrem 16. Lebensjahr mindestens einmal pro Woche ins Solarium gegangen“, sagt Dr. Beate Volkmer vom Dermatologischen Zentrum Buxtehude. Schuld an der vorzeitigen Hautalterung sind die UVA-Strahlen. Nach neuesten Forschungsergebnissen ist UVA-Licht auch an der Entstehung von Hautkrebs beteiligt. "In manchen Sonnenstudios ist der Anteil der UVA-Strahlen höher als in der Tropensonne," so Volkmer.

Auf Öl besser verzichten

Viele Sonnenanbeter ölen sich vor ihrem Solarienbesuch ein, um die Bräune zu intensivieren. Davon ist dringend abzuraten, da die Strahlen so tief eindringen können und die Haut verbrennen. Die Gefahr einen Sonnenbrand zu bekommen, ist an sich schon recht groß, da die Röhren oft eine unterschiedliche Strahlenintensität haben, was der Kunde nicht erkennen kann. Zudem sind die Sonnenbänke meist klimatisiert, wodurch die Strahlenintensität leicht unterschätzt wird.

Vorbräunen bringt nichts

Hautärzte raten davon ab, sich mehr als 50 Sonnebäder pro Jahr in Sonne und Solarium zu genehmigen. Als Vorbereitung für den Urlaub in der Sonne nutzt das Solarium nicht viel. „Diese so genannte Vorbräunung führt nämlich nicht zu einer nennenswerten Erhöhung des UV-Eigenschutzes der Haut“, so die Meinung von Dermatologen. Auch auf die Qualität der Sonnenbänke kommt es an: „Münzautomaten, bei denen der Kunde ganz auf sich alleine gestellt ist, sollten ganz gemieden werden“, rät Volkmer. Weiter empfehlen Hautärzte, bereits einige Stunden vor Besuch des Solariums keine Kosmetika und kein Parfum mehr zu benutzen. Die Solarienbenutzer sollten immer eine Schutzbrille aus UV-undurchlässigem Material tragen.

Für ausreichende Hygiene sorgen

Ein weiterer Risikofaktor: Zum Teil werden die Desinfektionsmittel in den Kabinen verdünnt oder es befinden sich bereits Bakterien in der Sprühflasche. Die zur Verfügung gestellten Sprays reichen meist nicht aus, um Bakterien oder Viren zuverlässig abzutöten, wie eine Untersuchung der Berliner Universitätsklinik Charité ergab. Wer Ansteckungen mit Hefepilzen, Kolibakterien oder anderen Erregern vermeiden möchte, sollte deshalb sein eigenes Desinfektionsmittel mitbringen und die Liegefläche gründlich säubern.

Kritisch sein heißt die Devise

Da es bis heute kein allgemeingültiges Zertifikat gibt, an dem der Verbraucher gute Solarien erkennen kann, sollte er „sein“ Solarium kritisch unter die Lupe nehmen: Richtig ausgebildetes Personal in einem empfehlenswerten Solarium wird dem Kunden ungefragt eine UV-Schutzbrille zur Verfügung stellen und den Hauttyp einschätzen. Hinweise auf mögliche Gesundheitsschäden durch die Bestrahlung gehören ebenso dazu, wie die Frage nach Hautkrankheiten und nach der Einnahme spezieller Medikamente. Außerdem sollte es in den Kabinen verständliche Gebrauchsanweisungen geben.

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