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Medizin: Zuckerfreie Kaugummis können schaden

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GESUNDHEIT  

Zu viel Kaugummi kann schaden

14.01.2008, 10:28 Uhr | ug

Wer zu viel zuckerfreie Kaugummis kaut, riskiert gesundheitliche Probleme. (Foto: imago)Wer zu viel zuckerfreie Kaugummis kaut, riskiert Verdauungsprobleme. (Foto: imago)Wissenschaftler warnen vor übermäßigem Konsum zuckerfreier Kaugummis. Zwar sind diese als Garant für frischen Atem, zur Zahnpflege oder als Hungerbremse populär. Doch wer zuviel zuckerfreie Kaugummis kaut, riskiert gesundheitliche Schäden wie starken Gewichtsverlust und Durchfall. Die Ursache: Der Zuckeraustauschstoff Sorbit, der in zahlreichen Kaugummis und Süßigkeiten enthalten ist. Er wirkt wie ein Abführmittel, warnen Wissenschaftlern der Berliner Charité. Zudem veröffentlichte das "British Medical Journal" zwei Beispiele von Patienten, die nach rund 20 Streifen Kaugummi pro Tag erkrankten.

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Gewichtsverlust, Durchfall und Magenprobleme

Acht Monate lang litt eine 21 Jahre alte Frau unter Durchfall und Magenschmerzen, berichtet das Magazin. Sie nahm während dieser Zeit elf Kilo ab und wog nur noch 41 Kilogramm. Nach einer ganzen Reihe von medizinischen Tests zeigte sich: Der Kaugummi war schuld an den gesundheitlichen Problemen. Ein Mann musste sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem er innerhalb eines Jahres mehr als 22 Kilo verloren hatte und dauernd an Durchfall litt. Beide Patienten kauten pro Tag bis zu 20 Kaugummi und nahmen so zwischen 20 und 30 Gramm Sorbit zu sich. Ein Streifen Kaugummi enthält 1,25 Gramm.

Sorbit - umstrittener Inhaltsstoff

Der umstrittene Zuckeraustauschstoff Sorbit steckt in so genannten zuckerfreien Lebensmitteln sowie Produkten für Diabetiker. Außerdem wird Sorbit als Abführmittel eingesetzt. Trotz der Warnungen wissen viele Menschen nach Einschätzung der Forschern nicht, dass große Mengen zu Magenproblemen führen können. Dabei reichen fünf bis 20 Gramm Sorbit aus, um geringfügige Magenprobleme wie Blähungen oder Krämpfe zu verursachen, so der Gastroenterologe Jürgen Bauditz. Wer mehr als 20 Gramm zu sich nimmt, dem drohen mitunter Durchfall und ein deutlicher Gewichtsverlust.

Kein Kaugummi - keine Symptome

Als der Wissenschaftler die Patienten befragte, zeigte sich, dass sie immer wieder zu einem neuen Kaugummi gegriffen hatten. Verzichteten die Patienten dagegen auf den Süßstoff, verschwanden die Symptome und sie nahmen die verlorenen Kilos wieder zu. An die gesundheitsschädliche Wirkung sorbithaltiger Lebensmittel glauben Vertreter der Industrie nicht. Sie erklärten laut dem TV-Sender BBC, dass es sich bei Sorbit um ein sicheres Produkt handle. Zudem seien auf den Packungen Warnungen vor einem übermäßigen Konsum angebracht.

Wo steckt Sorbit noch drin?

Bei anderen Nahrungsmitteln ist es schwerer zu erkennen, wie viel Sorbit enthalten ist. Da Sorbit ein natürlicher Stoff ist, kommt er zum Beispiel in vielen Obstsorten vor. So stecken laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in 100 Gramm Pflaumen etwa 1420 Milligramm Sorbit, in derselben Menge Aprikosen rund 803 Milligramm und in 100 Gramm Birnen sogar 2170 Milligramm. Auch als "zahnfreundlich" deklarierte Bonbons aus der Apotheke und dem Reformhaus oder berühmt-berüchtigten Karamellbonbons, die gerne in den Zähnen hängen bleiben, steckt der eigentlich zahnschonende Stoff. Zudem enthalten einige Fruchtsäfte, Softdrinks und Diät-Jogurt oder -Puddings, Konfitüren oder Milchmixgetränke den umstrittenen Stoff. Verbraucher erkennen ihn an der E-Nummer 420, die auf der Zutatenlisten auf der Verpackung aufgelistet ist.

Sind Zuckeraustauschstoffe kalorienfrei?

Übrigens: Wer glaubt, die zuckerfreien Kaugummis seien eine kalorienarme Alternative zu Fruchtbonbons und Co., sollte einen genauen Blick auf die Verpackung werfen: Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit sind nämlich natürliche Kohlenhydrate, zu denen auch Fruktose oder Mannit zählen. Sie sind nicht kalorienfrei, werden aber aufgrund ihrer zahnschonenden Wirkung besonders gerne für Kaugummis verwendet. Süßstoffe hingegen sind künstliche Verbindungen mit hoher Süßkraft. Dazu gehören beispielsweise Aspartam oder Saccharin. Sie sind völlig kalorienfrei und ersetzen häufig Zucker in "Light"-Produkten.

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