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Allergien: Pollenflug beginnt in diesem Jahr schon früher

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Ambrosia  

Ambrosia lässt Allergiker leiden

04.04.2008, 18:13 Uhr | AFP / dpa, dpa

Pollenflug in Deutschland in diesem Jahr früher als in den vergangenen Jahren. (Foto: dpa)Pollenflug in Deutschland in diesem Jahr früher als in den vergangenen Jahren. (Foto: dpa)Pollenallergikern droht eine bislang kaum beachtete Gefahr: Überall, wo im Winter Vogelfutter verstreut wurde, keimen nun womöglich übrig gebliebene Samenkörner der Ambrosia-Pflanze aus. Ihre Pollen könnten schwere allergische Asthma-Anfälle auslösen, warnt Verbraucherschutzminister Horst Seehofer. Seehofer hat ein Merkblatt erstellen lassen, um die Verunreinigung von Vogelfutter mit Ambrosia-Samen zu verringern. Das bayerische Gesundheitsministerium warnte bereits im November vor der Gefahr, nachdem das Verbrauchermagazin "Öko-Test" in 15 von 18 untersuchten Vogelfuttern Ambrosia-Samen gefunden hatte.

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Aggressive Ambrosia breitet sich aus

Mediziner registrieren seit einigen Jahren eine zunehmende Belastung durch die Pollen der Ambrosia, auch Traubenkraut genannt. Die bis zu 1,5 Meter hohe Pflanze ähnelt dem heimischen Beifuß, stammt aus den USA und breitete sich vor allem in Südwestdeutschland, im Rhein-Main-Gebiet und Sachsen-Anhalt aus. Bereits ab sechs Pollen pro Kubikmeter Luft reagieren empfindliche Menschen allergisch. Hauptblütezeit der Ambrosia ist im August und September. Die Samen der Pflanze bleiben bis zu 40 Jahre lang keimfähig. Seehofer will mit Blick auf diese Gefahr nun mit Ländern und Kommunen zusammenarbeiten, um eine Ambrosia-Epidemie wie in anderen europäischen Ländern zu verhindern

Allergiker leiden länger und heftiger

Menschen mit Heuschnupfen müssen sich inzwischen auf einen fast ganzjährigen Pollenflug einstellen. Der Pollenflug beginnt inzwischen früher und dauert länger, wie der Leiter der Ambulanz am Allergie-Centrum-Charité, Karl-Christian Bergmann erklärte. Für die rund zwölf Millionen Betroffenen in Deutschland wurde daher nun ein neuer Pollenflugkalender erstellt, der die Belastung in vier Regionen unterteilt. Dafür wurden alle Pollenflugdaten der vergangenen sieben Jahre ausgewertet. Ambrosia wurde neu aufgenommen. Wegen der zunehmend milderen Herbst- und Winterzeiten verschiebe sich der Blühbeginn vom Pflanzen insgesamt nach vorn. Damit spürten auch Allergiker die Auswirkungen des Klimawandels. Für Heuschnupfen-Patienten gebe es daher kaum noch eine Zeit ohne Beschwerden, erklärte Bergmann.

Behandlungsmöglichkeiten haben sich verbessert

"Rund zwölf Millionen Menschen in Deutschland sind Pollenallergiker", sagte Torsten Zuberbier von der Europäischen Stiftung für Allergieforschung. Den daraus entstehenden volkswirtschaftlichen Schaden in Deutschland bezifferte er auf rund 240 Millionen Euro pro Jahr. Diese Kosten seien vermeidbar: "Wir haben gute und moderne Medikamente ohne Nebenwirkungen, aber nur zehn Prozent der Allergien werden konsequent behandelt", sagte er. Die Allergiebehandlung sei heute unkomplizierter als früher. Es würden immer mehr Präparate angeboten, bei denen geringe Mengen des Allergens als Tropfen oder Tabletten verabreicht werden, sagte Bergmann. Zuvor spritzten Ärzte bei Immunisierungstherapien Allergene unter die Haut. In Deutschland messen 50 Pollenflugfallen den aktuellen Pollenflug.

Wetterdienst bietet Pollenflugvorhersage

Der Deutsche Wetterdienst macht Vorhersagen für den Pollenflug der fünf Hauptallergiepollen Hasel, Erle, Birke, Gräser, Roggen und Beifuß. "95 Prozent der Pollenallergiker reagieren darauf", sagt der Medizin-Meteorologe Klaus Bucher. Den Pollenflugkalender biete der Wetterdienst an, um Betroffenen eine Chance zu geben, die Auswirkungen zu verringern. Man könne sich beispielsweise entsprechende Medikamente verschreiben lassen oder versuchen, den Pollen zu entfliehen. "Es gibt ja auch Bereiche - etwa in höher gelegenen Gebieten - wo die Pollen nicht so verbreitet sind", sagte Bucher.

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