Sie sind hier: Home > Gesundheit >

GESUNDHEIT: Jeder zweite Deutsche ist zu dick

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

GESUNDHEIT | ÜBERGEWICHT  

So dick sind die Deutschen wirklich

30.01.2008, 09:37 Uhr | dpa/ cme, dpa

Mehr als die Hälfte der Deutschen hat Übergewicht. (Foto: imago)Mehr als die Hälfte der Deutschen hat Übergewicht. (Foto: imago)Mehr als die Hälfte der Bundesbürger ist zu dick: Zwei Drittel der Männer und 51 Prozent der Frauen sind übergewichtig. Dies geht aus der ersten gesamtdeutschen "Nationalen Verzehrsstudie" hervor, die Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) heute in Berlin vorstellte. Die bislang größte Untersuchung dieser Art zeigt auch die Unterschiede: So sind Ältere zwar häufiger übergewichtig, die Jungen holen allerdings kräftig auf. Und: Starkes Übergewicht (Adipositas) ist vor allem ein Problem der Unterschicht.

Wer ist zu dick? Die Ergebnisse der Studie
Sind Sie zu dick? So berechnen Sie Ihren BMI
Test Wie gesund ist Ihre Ernährung?
Für immer schlank Zehn goldene Regeln

Jeder fünfte ist fettleibig

Nach Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gilt als übergewichtig, wer einen sogenannten Body-Mass-Index (BMI) von 25 bis 30 hat. Dieser Kennwert wird aus dem Körpergewicht geteilt durch das Quadrat der Körpergröße errechnet. Bei erhöhten Werten steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Zuckerkrankheit (Diabetes). Darüber hinaus kommt jeder fünfte Bundesbürger auf einen BMI von mehr als 30, was als fettleibig (adipös) gilt.

Sind Sie zu dick? So berechnen Sie Ihren BMI

Fettsucht ist ein Problem der Unterschicht

Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Übergewichtigen. Während von den jungen Erwachsenen etwa ein Viertel übergewichtig oder adipös sind, steigt der Anteil im Alter von 70 Jahren auf 84 Prozent bei den Männern und 74 Prozent bei den Frauen. Allerdings holen die jüngeren Erwachsenen stark auf, wie ein Vergleich mit Daten von vor zehn Jahren zeigt. Ein weiteres Ergebnis: Je höher der Schulabschluss, desto geringer der Body Mass Index (BMI). So sind unter den Hauptschülern fast doppelt so viele Übergewichtige wie bei Personen mit Hochschulabschluss. Frauen aus unteren Schichten sind mit 35 Prozent wesentlich häufiger fettleibig als Frauen mit höherem Schulabschluss und höherem Einkommen (10 Prozent).

Junge Frauen oft zu dünn

Auffallend sind die Unterschiede zwischen jungen Männern und Frauen: Während fast ein Drittel der 18- bis 29-jährigen Männer als übergewichtig gelten, sind fast zehn Prozent der unter 18-jährigen Frauen gemäß dem BMI zu dünn. Die Bundesbürger wissen offensichtlich auch zu wenig über das, was sie essen. Nur zehn Prozent der Befragten schätzen ihren Kalorienbedarf richtig ein. Zudem werden auch die Risiken beim Essen falsch eingeschätzt. Während ein Großteil der Befragten vor allem Rückstände von Spritzmitteln und anderen Schadstoffen fürchtet, wird das anerkanntermaßen größte Problem, die kalorienreiche und einseitige Ernährung, unterschätzt.

20.000 Deutsche befragt

Für diese erste gesamtdeutsche Ernährungsstudie wurden bundesweit 20.000 Deutsche im Alter zwischen 14 und 80 Jahren zu ihrem Lebensstil, Einkaufsverhalten, Kochkompetenz, sportlicher Aktivität und allgemeinem Gesundheitsverhalten befragt. Unter anderem mussten die Teilnehmer vier Wochen lang aufschreiben, was sie genau gegessen hatten. Es ist nach Angaben des Bundesverbraucherschutzministeriums die größte repräsentative Studie, die bislang in Deutschland zu diesem Thema gemacht wurde. Die Ergebnisse sollen dem "Aktionsplan Ernährung" der Bundesregierung als Grundlage dienen. Seehofer und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) wollen damit für gesündere Ernährung und mehr Bewegung sorgen.

Keine Ahnung von gesunder Ernährung

Als einen Hauptgrund für das Übergewicht unter den Deutschen führen die Autoren der Studie Unwissenheit an. Nur acht Prozent der Befragten konnten ihren Energiebedarf richtig einschätzen. Bei der Frage nach Risiken für die Gesundheit lagen Nahrungsmittel und Getränke nur auf den neunten von zehn Plätzen. Vor allem Männer sehen Zigaretten, Radioaktivität, Stress und den Straßenverkehr als größere Gefahren für ihr Wohlbefinden. Auch würden Pestizide und Hormonrückstände in Lebensmitteln als viel gefährlicher eingeschätzt als eine falsche Ernährung.

Mehr zum Thema Abnehmen:


Moppel-Statistik Im Osten leben die dicksten Deutschen
Gefährliches Bäuchlein So schädlich ist Bauchfett
Diabetes-Vorbeugung Bewegung besser als Medikamente
Fatburner-Sportarten Wie Sport richtig schlank macht

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017