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Gesundheitsvorsorge: Erwachsene haben selten den richtigen Impfschutz

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Impfschutz  

Erwachsene haben selten den richtigen Impfschutz

14.08.2008, 14:30 Uhr | lgs/dpa

Impfungen rechtzeitig auffrischen (Foto: imago)Impfungen rechtzeitig auffrischen (Foto: imago)Wann wurden Sie eigentlich das letzte Mal geimpft? Dass man seine Kinder impfen lässt, ist für viele Eltern selbstverständlich. Da ist der Impfpass beim Arztbesuch immer dabei. Doch Erwachsene wissen oftmals nicht, wie lange die letzte Impfung her ist oder ob sie überhaupt geimpft wurden. "Nur 60 Prozent der Erwachsenen hierzulande haben einen ausreichenden Impfschutz", sagt Professor Klaus Wahle, Mitglied der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Instituts in Berlin. Welche Impfungen sind auch für Erwachsene noch sinnvoll und wann muss man den eigenen Impfschutz auffrischen lassen?

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Risiko schwerer Erkrankungen

Ein Großteil der Erwachsenen riskiert wegen eines mangelnden Impfschutzes schwere Erkrankungen wie beispielsweise den Wundstarrkrampf (Tetanus). Nur jeder Zweite ist ausreichend gegen Tetanus und nur jeder Dritte gegen Diphtherie geschützt. Oftmals vergessen viele einfach ihren Impfschutz aufzufrischen. Die Impfungen in jungen Jahren bilden zwar einen wichtigen Grundstein, reichen jedoch nicht für das ganze Leben.

Wann gegen was impfen?

Zwar gibt es in Deutschland keine allgemeine Impfpflicht, eine Reihe von Impfungen werden jedoch von Ärzten als wichtig empfohlen. In der Regel bekommen wir den ersten Impfschutz bereits von Anfang an mit auf den Weg. Säuglinge werden dabei im ersten Lebensjahr gegen Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung sowie Hepatitis B geimpft. Außerdem gegen Bakterien wie Pneumokokken, Meningokokken und Haemophilus influenzae Typ b (Hib). Ab einem Jahr folgt die Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.

Impfungen erneuern

Versehen mit dieser Impfbasis sollten bei Kindern Diphtherie-, Tetanus- und Pertussis-Impfungen jeweils zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr, sowie zwischen dem neunten und 17 Lebensjahr nochmals aufgefrischt werden. Das gilt auch für Kinderlähmung. Junge Mädchen im Alter zwischen neun und 17 Jahren sollten sich zusätzlich gegen die humanen Papillomaviren impfen lassen, sie gelten als Auslöser von Gebärmutterhalskrebs.

Erwachsene müssen sich selbst um Impfschutz kümmern

Laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission sollten Erwachsene vor allem die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Influenza regelmäßig erneuern und zwar im Abstand von rund zehn Jahren. "Auch das Auffrischen des Impfschutzes gegen Pneumokokken ist dringend empfehlenswert.", so Prof. Dr. Hartmut Hengel vom Institut für Virologie der Universität Düsseldorf und Mitglied der Ständigen Impfkommission.

Gefährliche Bakterien

Pneumokokken sind Bakterien, die im Nasen-Rachen-Raum des Menschen vorkommen. Meistens verursachen sie keine besonderen Beschwerden, sie können gerade bei kleinen Kindern und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem Krankheiten wie Lungen-, Mittelohr oder auch eine Gehirnhautentzündung auslösen.

Impfung auch gegen Influenza-Virus

"Auch die Impfung gegen das Influenza-Virus empfiehlt sich - vor allem für ältere Menschen", so Prof. Dr. Hengel. Die besonders schwere Form der Grippe wird durch Influenzaviren des Typs A oder B verursacht. Gerade für ältere Menschen oder Menschen mit chronischen Erkrankungen stellt die Grippe-Erkrankung eine erhebliche Gefährdung dar, an der jedes Jahr mehrere Tausend Menschen in Deutschland sterben. Die Angst vor den Nebenwirkungen der Impfung ist vor diesem Hintergrund fast immer unbegründet, so Prof. Dr. Hengel. Die Grippeschutzimpfung sollte jedes Jahr im Herbst aufgefrischt werden.

Was, wenn der Impfpass weg ist?

Viele Erwachsene wissen heute nicht mehr, wann sie das letzte Mal geimpft wurden. Darüber gibt der Impfpass Auskunft. Doch was ist, wenn man das gelbe Heftchen auf einmal nirgendwo mehr finden kann? Zuerst einmal sollte man versuchen, seinen Kinderarzt von früher zu kontaktieren. Der kann sagen, wann welche Impfungen durchgeführt wurden. Ist das nicht möglich, gibt nur eine Blutuntersuchung Aufschluss. Diese zeigt an, welche Antikörper noch im Blut vorhanden sind und ob diese ausreichen. Falls nicht, sollte man sich erneut impfen lassen.



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