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Steinpilz und Grünling - Freund oder Feind?

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Pilze sammeln  

Steinpilz und Grünling - Freund oder Feind?

18.08.2008, 19:48 Uhr | lgs/dpa

Zeit zum Pilze sammeln (Foto: dpa)Zeit zum Pilze sammeln (Foto: dpa) Allein in diesem Jahr haben sich nach Angaben des Giftinformationszentrums-Nord (GIZ) in Göttingen 33 Menschen mit Pilzen vergiftet, zwei davon sogar schwer. Pilzhochsaison ist leider auch Vergiftungshochsaison: Vom Harz bis hin zur Lüneburger Heide sind Pilzsammler auf der Suche nach Pfifferlingen, Steinpilzen und Champignons, nicht immer finden Sie dabei essbare Pilze, denn häufig landen auch giftige Exemplare in den Körben der Pilzsammler.

Beliebte Zutat beim Kochen

Je nach Sorte bestehen Pilze bis zu 90 Prozent aus Wasser, zusätzlich enthalten sie viele Mineralstoffe, Eiweiße und Vitamine. Pilze sind äußerst kalorienarm und werden aufgrund ihrer Vielfalt und ihres ausgeprägten Aromas gerne zum Kochen verwendet. Besonders beliebt sind Pfifferlinge, Champignons oder auch Steinpilze. Als besonders aromatisch gelten Herbsttrompeten, Stockschwämmchen oder Zigeunerpilze. (Herbsttrompete - Ein hervorragender Speisepilz)

Ratgeber - Steinpilze sammeln: Tipps

Vorsicht bei der Bestimmung

Da man mit dem Auge nicht erkennen kann, ob ein Pilz giftig ist oder nicht, kann man auch den Rat von Experten hinzuziehen. Manchmal können Förster, andere Pilzesammler oder Pilz-Experten Tipps geben. Ein „Pilzbuch“ kann ebenfalls Aufschluss geben. Je nach Witterung und Fundstelle entsprechen die Pilze manchmal aber nicht ganz den Abbildungen in den Büchern und können deshalb leicht verwechselt werden.

Pilze mit Bedacht sammeln und zubereiten

Die Pilze sollten an der Fundstelle mit einem Messer aus dem Boden gehoben werden. Die Stielbasis hilft ebenfalls bei der Bestimmung der Art. Außerdem sollten Pilzsammler Plätze in der Nähe von vielbefahrenen Straßen und in der Nähe von sogenannten „Markierungsplätzen“ meiden. Auch Pilze, die in der Nähe von Feldern und Ackergrundstücken wachsen sollte man nicht pflücken, sie könnten durch Pestizide belastet sein. Danach sollte man die Pilze entweder kochen oder braten, um eventuelle Schädlinge abzutöten. Außerdem sind rohe Pilze fast immer giftig.

Achtung, giftige Pilze! Diese Arten sind lebensgefährlich

Das Pilzaroma schützen

Löcher im Pilz weisen oft auf Schneckenfraß hin und können, wenn sie nicht zu groß sind, heraus geschnitten werden. Sind Pilze hingegen von Maden befallen, sollte man lieber die Finger davon lassen. Zum Sammeln verwendet man am besten ein luftiges Gefäß, wie einen Korb. Zu Hause angekommen sollten die Pilze leicht abgebürstet werden, wäscht man sie, geht oft ein Großteil des Aromas verloren.

Bei Pilzvergiftungen sofort zum Arzt

Jedes Jahr tauchen erneut Fälle von Pilzvergiftungen auf. Dabei verwechseln Pilzsammler häufig giftige mit ungiftigen, essbaren Pilzen. Zusätzlich können Pilze auch dann zu Vergiftungen führen, wenn sie roh verzehrt werden oder nur unzureichend erhitzt wurden. Eine weitere häufige Ursache von Pilzvergiftungen ist der Verzehr von verdorbenen Pilzen. Deshalb sollte man die Pilze nach dem Sammeln noch am gleichen Tag zubereiten. Matschige, zerfressene oder schimmelige Pilze sollte niemals gesammelt werden. Auch bei Unsicherheiten bei der Bestimmung sollte man die Pilze besser stehen lassen. Pflückt man trotzdem nicht näher bestimmbare Arten, sollten die auf keinen Fall mit den anderen, essbaren Pilzen in denselben Behälter.

Giftnotrufzentralen helfen weiter

Je nach Art verursachen die Pilze verschiedene Vergiftungserscheinungen. Treten nach dem Verzehr von Pilzen Beschwerden auf, sollte sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Unterstützend dazu können auch die Giftnotrufzentralen eine erste Anlaufstelle sein. Bundesweit erreicht man die Giftnotrufzentralen unter der Nummer 0700-44384636 (0700-Giftinfo).

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