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Antibiotika wirken immer schlechter

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Antibiotika  

Wenn Antibiotika nicht mehr wirken

15.09.2008, 11:19 Uhr | dpa/ cme

Antibiotika: Falsche Einnahme kann fatale Folgen haben. (Foto: Imago)Antibiotika: Falsche Einnahme kann fatale Folgen haben. (Foto: Imago)Das einstige Wundermittel gegen Krankheiten wirkt immer weniger: Bei vielen Patienten sind Antibiotika bereits wirkungslos. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Professor Jörg Hacker, hat jetzt erneut vor einer Zunahme der Antibiotikaresistenzen gewarnt. "Schon die bisherige Entwicklung ist besorgniserregend, nun müssen wir aufpassen, dass sich diese ernstzunehmende Problematik nicht weiter verschärft", sagte Hacker in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin.


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Neue Übertragungswege resistenter Keime

"Der Anstieg bestimmter antibiotikaresistenter Krankenhauskeime ist zwar fast gestoppt, bewegt sich aber dennoch auf einem relativ hohen Niveau", erläuterte Hacker. "Außerdem nehmen in einigen Kliniken die resistenten Keime weiter zu." Darüber hinaus hätten sich auch neue Übertragungswege entwickelt. Demnach werden antibiotikaresistente Keime beispielsweise in der Landwirtschaft von Tieren auf Menschen übertragen.

Behandlung kaum möglich

Sind die Erreger eines Patienten gegen ein oder mehrere Antibiotika resistent, kann eine Infektion oftmals nur schwer mit Medikamenten behandelt werden. Das wiederum kann tödlich enden. Genaue Zahlen dazu sind schwer zu ermitteln. Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt jedoch, dass sich jedes Jahr rund 400.000 bis 600.000 Männer, Frauen und Kinder in Krankenhäusern mit resistenten oder nichtresistenten Keimen infizieren.

Händedesinfektion als Vorbeugung

"In vielen Kliniken wird das Problem mittlerweile stärker wahrgenommen", berichtete der Mikrobiologe. "Dennoch reichen die Maßnahmen noch nicht aus." Daher müssten Präventionsmaßnahmen besser umgesetzt und auch Patienten umfassender aufgeklärt werden. "Konsequente Händedesinfektion allein verhindert schon einen Teil der Weiterübertragung der resistenten Keime, das muss weiter kommuniziert werden."

"Bei der Verschreibung überlegter vorgehen"

Entscheidend sei zudem, die Bildung von Antibiotikaresistenzen möglichst ganz zu vermeiden. "Je mehr Antibiotika verbraucht werden, desto mehr steigt das Risiko von Resistenzen", erklärte Hacker. Ärzte in Krankenhäusern und Hausärzte müssten daher bei der Verschreibung von Antibiotika noch überlegter vorgehen und in diesem Bemühen durch zuverlässige Daten zur lokalen Resistenzsituation unterstützt werden.

Falsche Einnahme macht resistent

Neben der zu häufigen Verordnung durch Ärzte sind auch Einnahmefehler seitens des Patienten für die Resistenzen verantwortlich: Wird ein Medikament vom Patienten vorzeitig abgesetzt, können Bakterien überleben und bei der nächsten Einnahme kann das Mittel bereits unwirksam sein. Daher ist es extrem wichtig, die Anweisungen des Arztes zu Dosierung und Zeitpunkt der Einnahme zu beachten. Lesen Sie vor der Einnahme der Antibiotika den Beipackzettel genau durch oder wenden sich bei weiteren Fragen direkt an Ihren Arzt.

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