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WECHSELJAHRE  

So werden die Wechseljahre zu den schönsten

15.10.2008, 15:33 Uhr | ag

Sexuelle Lust ist keine Frage des Alters. (Foto: Archiv)Sexuelle Lust ist keine Frage des Alters. (Foto: Archiv)Etwa um den 50. Geburtstag geht es los: Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder Stimmungsschwankungen zählen zu den häufigsten Beschwerden, unter denen rund jede zweite Frau während der Wechseljahre leidet. Und fast jede Frau fürchtet dieses Alter, in dem die fruchtbare Zeit zu Ende geht. Dabei können die mittleren Lebensjahre für eine Frau durchaus positiv und erfüllend sein. Wir haben Professor Olaf Ortmann, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universität Regensburg am Caritas-Krankenhaus St. Josef, gefragt, was gegen die Beschwerden hilft und geben Tipps, wie Sie gut durch die Wechseljahre kommen.

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Hormontherapie nach wie vor sinnvoll

"Mindestens zwei Drittel aller Frauen haben in den Wechseljahren Beschwerden", sagt Professor Ortmann. Bei etwa der Hälfte davon sei eine Therapie nötig. Zwar fürchten viele Frauen die Einnahme von Hormonen, jedoch bleibt laut Ortmann die Hormonersatztherapie nach wie vor die wirksamste Behandlungsmethode. Vor einigen Jahren hatte die so genannte WHI-Studie (Women's Health Initiative-Studie) für Wirbel gesorgt, da sie erstmals deutlich belegte, dass durch eine Langzeittherapie mit Hormonen das Brustkrebsrisiko steigt. Dies gilt aber offenbar nur bei einer Behandlungsdauer von mehr als fünf Jahren. "Die Hormonersatztherapie bleibt mit Abstand die wirksamste Therapie gegen Wechseljahresbeschwerden wie Schweißausbrüche oder Schlafstörungen", so Ortmann.

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Die sexuelle Zufriedenheit ist bei vielen Frauen während der Wechseljahre sogar höher als in jungen Jahren. Wir geben Tipps, wie Sie gut durch die Wechseljahre kommen.

Körperliche Liebe

Wie eine aktuelle Studie der Forschungsstelle Partner- und Sexualforschung in Leipzig bestätigt, nimmt die körperliche Liebe bei Frauen in den Wechseljahren einen sehr hohen Stellenwert ein. Auch die Fähigkeit zum Orgasmus geht mit dem Lebensalter nicht verloren, sondern wird eher stabil. Im Rahmen der Studie Postmenopause und Sexualität stellten die Wissenschaftler 1040 Frauen zwischen 50 und 60 Jahren Fragen zu ihrem Liebesleben. Vor allem Frauen mit langjähriger Partnerschaft, die ein reges Sexualleben hatten, fühlten sich der Umfrage zufolge sehr wohl. Wer also in den Jahren vor der Menopause ein erfüllendes Liebesleben hatte, braucht die Wechseljahre kaum zu fürchten.

Aktiver Lebensstil hält jung

Wer körperlich aktiv ist, altert nicht nur langsamer, sondern beugt auch Wechseljahresbeschwerden vor. Muskulatur und Bindegewebe werden gestrafft, Kreislauf und Knochenstoffwechsel angeregt. Ein weiterer Pluspunkt: Bewegung tut auch der Psyche gut. Man fühlt sich wohler, jünger und attraktiver. Außerdem werden beim Sport die Drüsen angeregt und wichtige Altersschutzstoffe - vor allem Wachstums- und Sexualhormone - ausgeschüttet. "Wer regelmäßig Sport treibt, kann 20 Jahre lang 40 bleiben", stellt Professor Dieter Böhmer vom Sportmedizinischen Institut Frankfurt fest. Gut geeignet sind Gelenk schonende Sportarten wie Walking, Radfahren oder Schwimmen, aber auch Krafttraining im Fitnessstudio und einfache Spaziergänge.

Hormonersatztherapie

Insgesamt werden die Wechseljahre von 28 Prozent der befragten Frauen als leidvoll empfunden. Rund 15 Prozent erhalten eine Hormonersatztherapie. Bei dieser Gruppe hat Sexualität einen besonders hohen Stellenwert. Frauen, die Hormone nehmen, schlafen häufiger mit ihrem Partner. Sexualität bedeutet für sie in besonderem Maße Lebensfreude, Lust und Bestätigung der Weiblichkeit.

20 Jahre lang 40 bleiben

Um das Altern zu verzögern, sind keine Höchstleistungen nötig. Wichtig ist aber, dass die wesentlichen Bereiche der körperlichen Leistungsfähigkeit trainiert werden: Ausdauer, Kraft und Koordination. Körperlich aktive Menschen verlieren zudem schneller überflüssige Pfunde und können ihre jugendlich schlanke Linie halten. Außerdem werden beim Sport die Drüsen angeregt und schütten wichtige Altersschutzstoffe - vor allem Wachstums- und Sexualhormone - aus. "Wer regelmäßig Sport treibt, kann 20 Jahre lang 40 bleiben", stellt Professor Dieter Böhmer vom Sportmedizinischen Institut Frankfurt fest. Auch 50-Jährige, die sich fit halten, sind noch genauso gut in Form wie 30-jährige Sportmuffel. Bei der Beurteilung des Alters beachten Mediziner nicht nur das kalendarische Alter, sondern auch das biologische. Und dieses wird durch den Zustand des Gefäßsystems bestimmt. Es ist also durchaus möglich, mit 60 Jahren ein biologisches Alter von 40 zu haben.

Den Stress wegtrainieren

"Ich bin um Jahre gealtert." Diesen Satz hat schon manch einer in einer anstrengenden Lebensphase geäußert. Keine Frage: Stress macht nicht nur krank, sondern senkt auf Dauer auch die Lebenserwartung. Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren, Skaten oder auch Nordic Walking sind wichtige Ventile, um Druck abzulassen. Dabei werden Stresshormone abgebaut und Glückshormone (Endorphine) ausgeschüttet. Das hilft dem Körper, zu entspannen. Auf Herz und Kreislauf wirkt sich das Ausdauertraining ebenfalls positiv aus. Damit sinkt auch das Herzinfarktrisiko. Ein weiterer Sport mit hohem Anti-Aging-Faktor ist Schwimmen. Das bestätigen Untersuchungen an der Indiana University (USA). Bei Schwimmern im Alter zwischen 20 und 86 Jahren, die dreimal pro Woche trainierten, konnte der Alterungsprozess - gemessen an Faktoren wie Bluthochdruck, Muskelmasse und Lungenfunktion - deutlich nach hinten verschoben werden.

Straffe Konturen durch Krafttraining

Ein wesentliches Merkmal des Alterungsprozess liegt darin, dass die Muskeln an Kraft verlieren und das Gewebe erschlafft. Auch hier lässt sich mit regelmäßigem Training gegensteuern. Damit die Konturen straff bleiben, empfehlen Experten neben täglichen Dehnübungen ein leichtes Krafttraining - etwa zwei Mal die Woche. Wer so rechtzeitig seine Muskulatur trainiert, wird sich auch im hohen Alter aufrecht gehen. Die Trainingseinheiten sollten mindestens 20 bis 30 Minuten dauern. Positiver Nebeneffekt: Beim Workout tankt der Körper zehnmal mehr Sauerstoff als in Ruhephasen. Dadurch wird der Stoffwechsel angekurbelt und die Durchblutung verbessert sich. Das kommt auch der Haut zugute. Das Gehirn profitiert ebenfalls von der Extra-Portion Sauerstoff. Es schüttet vermehrt das Kreativitäts-Hormon ACTH aus. Dieses senkt den Blutdruck, weckt den Geist, verbessert Konzentration und Denkleistung. Aus diesem Grund sind Sportler meist auch im Alter geistig aktiver.

Erfülltes Liebesleben macht glücklich

Ein erfülltes Sexualleben wirkt sich - unabhängig vom Alter - auf die Gesundheit und auf viele andere Bereiche des Lebens positiv aus. Die Studienergebnisse belegen, dass sexuell aktive Frauen in weit höherem Maße mit ihrem Leben "sehr zufrieden" sind als die sexuell inaktiven (41 zu 13 Prozent). Voraussetzung für das positive Lebensgefühl ist allerdings, dass die Frauen nicht von ihren Wechseljahresbeschwerden im Alltag beeinträchtigt werden.

Feste Partnerschaft fördert Orgasmusfähigkeit

Im Durchschnitt haben Frauen zwischen 50 und 60 Jahren viermal pro Monat Geschlechtsverkehr. 75 Prozent der Befragten äußerten, dass sie beim letzten Geschlechtsverkehr auch zum Orgasmus gelangten - 16 Prozent sogar mehrmals. Nach Angaben des Studienleiters Prof. Kurt Starke, decken sich diese Ergebnisse mit früheren Untersuchungen. Demnach geht die Orgasmusfähigkeit mit dem Lebensalter nicht verloren, sondern wird eher stabil. Frauen in Langzeitbeziehungen kommen im Allgemeinen besser zum Orgasmus, insbesondere dann, wenn sie ihren Partner lieben.

Viele Frauen würden gerne öfter

Bei den meisten Paaren hat sich im Lauf der Beziehung die Sexualität auf ein bestimmtes Maß eingependelt. Sechs Prozent der Frauen finden, dass es eher zu häufig sei, während 24 Prozent gern noch häufiger sexuell aktiv gewesene wären, so das Ergebnis der Studie.

ratgeber.t-online.de: Helfen Schüssler Salze gegen Wechseljahresbeschwerden?

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