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Multivitaminpräparate  

Künstliche Vitamine können krank machen

08.10.2008, 13:36 Uhr | ag

Zu viele künstliche Vitamine schaden dem Körper. (Foto: Archiv)Zu viele künstliche Vitamine schaden dem Körper. (Foto: Archiv)Kaum hat die kalte Jahreszeit begonnen, haben Vitaminpillen und ACE-Drinks Hochkonjunktur. In der Hoffnung, dem Körper damit etwas Gutes zu tun und Erkältungen vorzubeugen, greifen viele zu Lebensmitteln, die mit künstlichen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert sind. Galt bis vor wenigen Jahren noch die Devise "viel hilft viel", so weiß man heute jedoch, dass Vitamine im Übermaß der Gesundheit schaden. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor möglichen negativen Wirkungen. Bei Überdosierung können einige der künstlich hergestellten Vitamine sogar krank machen. Das Institut unterscheidet drei Risikokategorien:

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Überversorgung mit bösen Folgen

Dass Vitamine für den Menschen wichtig sind, heißt nicht automatisch, dass gesünder wird, je mehr er davon aufnimmt: Für einige Vitamine gilt zwar, dass sie einfach ausgeschieden werden, wenn die Konzentration im Körper hoch genug ist. Bei anderen Vitaminen und Mineralstoffen kann eine Überversorgung aber mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein. So kann zu viel Vitamin A im ersten Drittel der Schwangerschaft fruchtschädigend wirken. "Die Besonderheit der Risikobewertung von lebensnotwendigen Nährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen liegt darin, dass sowohl das Risiko einer Mangel- als auch einer Überversorgung berücksichtigt werden muss“, betont Dr. Rolf Großklaus, Leiter der Fachgruppe Diätetische Lebensmittel, Ernährung und Allergien am BfR.

ACE-Säfte mit Vorsicht genießen

Die meisten Ernährungsexperten sind sich darüber einig, dass die Deutschen zu viele Multivitaminpräparate und Mineralbrausen zu sich nehmen. Auch die beliebten ACE-Säfte aus dem Supermarkt sind umstritten. Die Kombination aus Provitamin A oder Betacarotin, Vitamin B und C wird von den Herstellern als gesunde Fitmacher verkauft. Besonders Betacarotin galt jahrelang als Wunderwaffe gegen Krebsgefahr bei Rauchern, bis in einer finnischen Studie mit 50.000 Versuchsteilnehmern nachgewiesen wurde, dass es keine positive Wirkung besitzt. Im Gegenteil: Raucher, die erhöhte Dosen des Provitamins zu sich nahmen, erkrankten sogar häufiger an Lungenkrebs. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt daher Raucher ausdrücklich vor Präparaten mit einem hohen Anteil an Betacarotin.

Eisen wird leicht überdosiert

Vor allem die fettlöslichen Vitamine A, D und ß-Carotin können bei Überdosierung zum Problem werden. Sie reichern sich im Körper an und können bei langfristiger Überdosierung sogar zu einem früheren Tod führen. Auch einige Mineralstoffe, zum Beispiel Eisen, werden leicht überdosiert und können der Gesundheit schaden. Dies gilt aber nur bei künstlichen Nährstoffen. Natürliche Vitamine in Lebensmitteln können nicht überdosiert werden.

Das Märchen vom Vitaminmangel

Wissenschaftler weisen immer wieder darauf hin: Für gesunde Erwachsene sind Vitaminpräparate überflüssig. "Untersuchungen in Deutschland zeigen, dass die meisten Altersgruppen die Referenzwerte für die Vitaminzufuhr im Durchschnitt erreichen", so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Auch der Mythos, dass in Obst und Gemüse heutzutage kaum noch Vitamine enthalten seien, wird von den DGE-Experten ins Reich der Märchen verwiesen. Nur Risikogruppen wie Schwangere, Stillende oder ältere Menschen mit einem schlechten Ernährungszustand brauchen eventuell zusätzliche Nährstoffe. Diese sollten dann aber gezielt verordnet werden und nicht willkürlich durch Multivitaminpräparate bekämpft werden, rät die Verbraucherzentrale Hamburg.

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