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Zahnpflege: Zu starkes Schrubben schadet den Zähnen

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ZAHNPFLEGE  

Zu starkes Schrubben schadet den Zähnen

08.02.2011, 17:25 Uhr | cme

Zahnpflege: Zu starkes Schrubben schadet den Zähnen. Wer zu fest putzt, schadet den Zähnen. (Foto: imago)

Wer zu fest putzt, schadet den Zähnen. (Foto: imago)

Wer schöne Zähne haben will, achtet auf eine gründliche Zahnpflege. Die ganz Eifrigen putzen nach jeder Mahlzeit - möglichst oft, möglichst fest. Doch damit schießen sie übers Ziel hinaus. Denn wer zu häufig und zu fest schrubbt, scheuert sich den Zahnschmelz regelrecht weg. Die Folge sind empfindliche Zähne, die im Extremfall anfälliger für Karies und Co. werden. Wissen Sie, was die häufigsten Fehler bei der Mundhygiene sind und wie man richtig putzt? Und was ist dran an dem Mythos, dass jedes Kind einen Zahn kostet? Wir entlarven die häufigsten Fehler und Mythen rund ums Zähneputzen.

Fest ist nicht immer gut

Je fester, desto besser, denken manche beim Zähneputzen und schrubben, was das Zeug hält. Zahnärzte hingegen warnen: Zu viel Druck mit der Zahnbürste oder zu harte Borsten schaden dem Zahnschmelz und verletzen das Zahnfleisch. Doch wie merkt man überhaupt, ob man zu fest putzt? "Ein eindeutiges Zeichen sind empfindliche und schmerzende Zahnhälse", sagt Dr. Sabine Köhler, Vorsitzende des Medizinischen Beratungsdienstes der Zahnärzte (MDZ). Elektrische Zahnbürsten, die per akustischem Signal zeigen, ob der Druck zu hoch ist, können den Fehler schon beim Putzen korrigieren. Wer mit der Handzahnbürste putzt, kann laut Köhler mit der Küchenwaage ausprobieren, wie fest der Druck sein darf. Dazu drückt man einfach mit der Hand auf die Waagschale. Mehr als 200 Gramm darf die Waage nicht anzeigen.

Je häufiger, desto besser?

Auch zu häufiges Putzen ist nicht unbedingt förderlich. "Es reicht, wenn man zweimal am Tag die Zähne putzt und abends gründlich den Zahnbelag entfernt inklusive der Anwendung von Zahnseide und Zahnzwischenraumbürstchen", sagt Köhler. Nach den übrigen Mahlzeiten genüge es, die Essensreste zu entfernen und den Mund zum Beispiel auszuspülen. Wichtiger als das häufige Putzen sei die richtige Technik, so Köhler. Horizontales Schrubben, also von rechts nach links, reibt den Zahnschmelz ab und legt das empfindliche Zahnbein frei.

Säureangriff nicht gleich bekämpfen

Ebenfalls ein häufiger Fehler: Nach Süßem oder Saurem, zum Beispiel Obst oder Fruchtsaft, wird sofort zur Zahnbürste gegriffen. Da aber die Säure die Mineralien im Zahn löst, kann zu frühes Putzen schaden. Die gelösten Mineralien werden durch das Putzen nämlich von der Zahnoberfläche entfernt, der Zahn kann sich nicht mehr "remineralisieren". Besser ist es, nach dem Verzehr von Obst eine halbe Stunde zu warten, bis man wieder zur Zahnbürste greift.


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