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Schlaganfall: Risiko eines erneuten Schlaganfalls verringern

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Gesundheit | Schlaganfall  

Risiko eines erneuten Schlaganfalls verringern

08.11.2008, 12:12 Uhr | AP/ali

Gesundheit: Operation und Gefäßstütze sind gleichermaßen erfolgreich bei der Vorbeugung eines erneuten Schlaganfalls. (Foto: imago)Operation und Gefäßstütze sind gleichermaßen erfolgreich bei der Vorbeugung eines erneuten Schlaganfalls. (Foto: imago)Rund 20.000 Bundesbürger erleiden jährlich einen Schlaganfall aufgrund einer Verengung der Halsschlagader. Diese Patienten haben ein hohes Risiko eines erneuten Schlaganfalls, wenn die Engstelle nicht rechtzeitig behoben wird. Um eine Verengung zu beseitigen, sind zwei Verfahren üblich: Das operative Ausschälen der Arterie und das Einsetzen einer Gefäßstütze, auch "Stent" genannt. Die Erfolgsaussichten beider Methoden sind langfristig vergleichbar, wie Studien zeigen.

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Gefahr eines "Zweit-Schlaganfalls" eindämmen

Verkalkungen in der Halsschlagader gelten nach Angaben der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) als wesentliche Ursache für Schlaganfälle. Kommt es zu einem Schlaganfall auf Grund einer solchen Verengung, besteht ein hohes Risiko, erneut einen Schlaganfall zu erleiden. "Etwa jedem siebten Patienten, der einen Schlaganfall aufgrund einer Verengung an der Halsschlagader erlitten hat, droht im gleichen Jahr ein erneuter Schlaganfall", sagt Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. Um die Ablagerungen zu entfernen, gibt es zwei Verfahren, die helfen können, das Risiko eines erneuten Schlaganfalls zu verringern. Entweder ein operativer Eingriff, bei dem die Ablagerungen ausgeschält werden. Oder durch eine Katheterbehandlung. Bei dieser Methode wird die Engstelle unter örtlicher Betäubung erweitert und eine Gefäßstütze als Stabilisierung eingesetzt. "Wenn man die Verengung beseitigt, trifft es nur noch jeden fünfundzwanzigsten Patienten", so Grond weiter.

„Mittel- und langfristig“ vergleichbare Ergebnisse

Die Ergebnisse dreier großer Vergleichsstudien zeigen laut DSG, dass beide Optionen in der Zeit zwischen zwei und vier Jahren nach dem Eingriff keine großen Unterschiede aufweisen. "Mittel- und langfristig erzielen beide Verfahren vergleichbare Ergebnisse", sagt Grond. "Allerdings hat sich gezeigt, dass die Unterschiede bei den Komplikationsraten der einzelnen Therapiezentren sehr groß sind." Daher empfiehlt der Experte, sich vor einem Eingriff über die Komplikationsraten des jeweiligen Zentrums zu informieren. Helfen können dabei die Qualitätsberichte der Einrichtungen, die die Komplikationsraten aufführen.

Schlaganfall: Was ist das?

Ein Schlaganfall ist eine plötzlich auftretende Erkrankung des Gehirns, die Funktionen des Zentralen Nervensystems langfristig außer Kraft setzen kann. Wird die Blutversorgung des Gehirns gestört, mangelt es unter anderem den Nervenzellen plötzlich an Substanzen wie zum Beispiel Sauerstoff. Laut der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft überleben zirka 80-85 Prozent der Patienten einen ersten Schlaganfall in der Akutphase. Von diesen Patienten erleiden, nach Angaben der Experten, zwischen acht und 15 Prozent im ersten Jahr erneut einen Schlaganfall. Erste Anzeichen eines Schlaganfalls können unter anderem Sehstörungen, Schwindel, Lähmungen sowie plötzlich auftretende Sprachstörungen sein.

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