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Masern: Forscher warnen vor erneuter Ausbreitung in ganz Europa

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Masern  

Die Masern kommen wieder

06.01.2009, 19:27 Uhr | bri/afp/dpa

Masern: Zu wenige Kinder werden geimpft, um die Krankheit auszurotten. (Foto: dpa)Masern: Zu wenige Kinder werden geimpft, um die Krankheit auszurotten. (Foto: dpa)Die Masern sind in Europa wieder auf dem Vormarsch. Laut einer am Mittwoch in der Fachzeitschrift "The Lancet" erscheinenden Studie gab es im vergangenen Jahr vor allem in Deutschland, Großbritannien, der Schweiz, Italien und Rumänien einen deutlichen Anstieg der Masern-Erkrankungen. In den Jahren zuvor hatte es einen Rückgang gegeben. Der Grund für die Ausbreitung: Zu wenig Kinder sind geimpft - vor allem in Deutschland.

Übersicht Wichtige Impfungen für Kinder
Übersicht Wichtige Impfungen für Erwachsene

Sprunghafter Anstieg 2008

Im Jahr 2006 traten der Untersuchung zufolge europaweit 8.223 Fälle auf, ein Jahr später ging die Zahl auf 3.909 zurück. In den ersten neun Monaten des Jahres 2008 stieg die Zahl der Erkrankungen jedoch wieder sprunghaft auf 6.269 an, berichtet "The Lancet". Die Autoren der Studie untersuchten 2006 und 2007 insgesamt 12.132 Masernfälle in 32 europäischen Ländern. Sieben Erkrankungen endeten tödlich.

Impfungen im Kindesalter schützen

Masern werden durch einen hochansteckenden Virus verursacht, der Fieber und einen Ausschlag am ganzen Körper auslöst. Durch Impfungen im Kleinkindalter kann die Krankheit verhindert werden. Allerdings sind einige Menschen nicht geimpft, etwa weil sie keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung haben oder weil sie Impfungen aus religiösen Gründen als unnötig oder schädlich ansehen.

In Deutschland schlechte Impfrate

In Deutschland lag die Impfquote bei zweijährigen Kindern zwischen 1996 und 2003 konstant bei nur etwa 70 Prozent. Seitdem hat sich die Impfrate nach Angaben des Robert Koch-Instituts zwar verbessert, sei jedoch für eine Eliminierung der Masern noch längst nicht ausreichend. Die Schweiz kam der "Lancet"-Studie zufolge zwischen 1991 und 2000 auf eine Quote von 82 Prozent. In Italien lag die Impfrate bei Zweijährigen im Zeitraum 2001 bis 2003 bei etwa 85 Prozent und stieg seitdem auf rund 90 Prozent (2004-2006). Finnland erreichte dagegen schon seit 1995 (untersucht bis 2003) konstant mehr als 95 Prozent.

Masern schwächen die Körperabwehr

Masern schwächen das Immunsystem und sind vor allem für unterernährte Menschen gefährlich. Die Krankheit kann Komplikationen wie Atemprobleme mit sich bringen. Die meisten Todesfälle im Zusammenhang mit Masern treten durch Lungenentzündung, Durchfall und Gehirnentzündung ein. Bei Schwangeren kann eine Maserninfektion zu Früh-, Fehl- oder Totgeburten führen.

Ausrottung der Masern offenbar noch nicht möglich

Weltweit starben 2007 nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 197.000 Menschen an Masern. Das war ein Rückgang um 74 Prozent seit dem Jahr 2000. Anfang der 60er Jahre gab es noch sechs Millionen Masern-Tote pro Jahr. Die WHO hat sich zum Ziel gesetzt, die Masern in Europa bis 2010 komplett auszurotten. Dieses Ziel scheint nun in Gefahr.


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