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Küchentipps: Was taugt die Mikrowelle wirklich?

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Kochen  

Was taugt die Mikrowelle wirklich?

18.05.2009, 11:22 Uhr | mou

Ratgeber: Die Mikrowelle - Küchenfreund oder gefährliches Gerät?  (Foto: imago)Die Mikrowelle - Küchenfreund oder gefährliches Gerät? (Foto: imago)Beim Thema Mikrowelle scheiden sich immer noch die Geister. Und das, obwohl sie mittlerweile doch in zwei von drei Haushalten zur festen Küchenausstattung gehört - mit steigender Tendenz. Zwar hat sie fast jeder, doch herrschen nach wie vor Unsicherheit und Unkenntnis darüber, wie sie zu benutzen ist. Was darf man und was sollte man tunlichst vermeiden? Kann ich das Würstchen einfach so hineinlegen? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst:

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Was darf rein, was nicht?

Wer kennt es nicht, das Bild vom Funken sprühenden Metalllöffel im Suppenteller oder der Blitze schleudernden Alu-Schale? Forscher des Fraunhofer Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung haben inzwischen zwar herausgefunden, dass bei richtiger Handhabung die Nutzung von Metall in der Mikrowelle unbedenklich ist: Der metallene Behälter muss richtig gefüllt und nach oben hin weit geöffnet sein. Als sichere Faustregel aber gilt nach wie vor: am besten Glas-, Porzellan- oder mikrowellengeeignete Kunststoffschalen und -besteck verwenden.

Wie stelle ich Speisen und Getränke in die Mikrowelle?

Gefäße wie Gläschen mit Babynahrung sollte man nie fest verschlossen, aber auch nicht ganz ohne Deckel in die Mikrowelle stellen. Silke Schwartau, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Hamburg, erklärt, wie es richtig ist: „Fest verschlossene Behältnisse müssen auf jeden Fall geöffnet werden, denn sonst entsteht durch den Druck im Gefäß Explosionsgefahr." Damit der Inhalt nicht herausspritzt und die Mikrowelle verunreinigt, sollte man den Deckel locker auf die Öffnung legen. Bei offenen Gefäßen wie Tassen reicht ein Unterteller als Abdeckung.

Warum heizen Mikrowellen anders?

Ratgeber: Mikrowelle - Was darf hinein und wie stell ich es rein?  (Foto: imago)Mikrowelle - Was darf hinein und wie stell ich es rein? (Foto: imago)Wer eine Mikrowelle besitzt, hat sicherlich schon einmal festgestellt, dass manche Speisen darin nicht so nachhaltig erhitzt werden wie auf dem Herd. Die Expertin von der Verbraucherzentrale erklärt das so: „Es kommt immer darauf an, wie viel Wasser das Lebensmittel oder die Speise enthält, denn beim Erhitzen in der Mikrowelle werden ja die enthaltenen Moleküle zum Schwingen gebracht." Wenn man also eine Speise mit wenig Wasser in die Mikrowelle gibt, dann ist die Erhitzung unter Umständen nicht so lang anhaltend wie bei einem sehr wasserhaltigen Nahrungsmittel. Trockenkuchen zum Beispiel sollte man gar nicht in der Mikrowelle erwärmen, denn der enthält so wenig Flüssigkeit, dass er sofort verkohlt.“

Schon wieder die Zunge verbrannt!

Diese Klage hört man immer wieder: Die erhitzte Milch war oben glühend heiß, zum Glasboden hin aber noch völlig kalt. Und die unterste Schicht der Tiefkühl-Lasagne war noch ganz gefroren, obwohl die Garzeit längst überschritten wurde. Wie kommt es, dass Speisen ungleichmäßig erhitzt werden? Erklären lässt sich dieser für so manche Zunge schmerzliche Umstand mit der speziellen Art der Erwärmung durch die "schnellen Wellen", wie man die Mikrowellen auch nennt. Die ungleichmäßige Erhitzung ist sicherlich einer der größten Schwachpunkte der Mikrowelle. Um Verbrennungen zu vermeiden, ist es wichtig, flüssige Speisen wie Brei oder Milch vor dem Verzehr immer gut zu schütteln oder durchzurühren. Bei festen Nahrungsmitteln wie Lasagne ist das Umrühren natürlich schwierig. Hier wartet man am besten einige Minuten, bis die Wärme sich gleichmäßig verteilt hat. Eventuell wärmt man noch einmal kurz nach oder erhitzt das Essen in mehreren kurzen Etappen.

Herd oder Mikrowelle - Wer ist der Küchenkönig?

Wer macht das Rennen in der Küche, der Herd oder die Mikrowelle? "Es kommt drauf an", würde wahrscheinlich jeder Experte auf diese Frage antworten, denn beide Haushaltsgeräte haben ihre Trümpfe, aber auch ihre Schwächen. Eine Stärke der Mikrowelle liegt in der kleinen Portion. Beim Erhitzen kleiner Nahrungsmengen schneidet die Mikrowelle auf jeden Fall besser ab, weil sie kleine Mengen von Essen schnell "warmschießt", erklärt Silke Schwartau. Für die Mikrowelle spricht in diesem Fall, dass die kürzere Garzeit bei kleinen Portionen sowohl vitaminschonend als auch energiesparend ist. "Bei großen Mengen wie einem ganzen Topf voller Kartoffeln allerdings ist der Herd führend.“

Beim Geschmack hat der Herd die Nase vorn

In punkto Aromaentfaltung schneidet die Mikrowelle eindeutig schlechter ab als ihr klassischer Küchenkonkurrent, der Herd. Zwar gibt es inzwischen auch etliche Geräte mit Grillfunktion, diese sind aber in den meisten Haushalten noch nicht Standard, meint auch die Expertin aus Hamburg. Und gegenüber dem Herd schneidet die Mikrowelle eindeutig schlechter ab, wenn es ums Bräunen, Braten oder Rösten geht.

"Puff!" macht das Würstchen: Mikrowellen-Experimente

Man kennt den lustigen Versuch mit dem Dickmann, den man auf einem Präsentierteller hinter der Mikrowellenscheibe drapiert und der sich dann zu einem aus allen Schokoladennähten platzenden Riesenschaumberg aufbläht. Das Küchengerät wird so zum Wunder-Schaukasten. Aber nicht nur Schaumküsse machen einschneidende Formverwandlungen durch. Auch rohe und gekochte Eier sollte man nicht in der Mikrowelle erhitzen, denn sie zerplatzen. "Und Würstchen explodieren gern", ergänzt die Expertin von der Verbraucherzentrale. Um das zu vermeiden, brauche man bloß ein paar Mal mit der Gabel in die Wurst zu stechen. Auf diese Weise entsteht kein Überdruck in der Wurst, und es kann nichts passieren. Das gleiche gilt für Tomaten, auch ihre Pelle muss man nur ein wenig anpieken, um beim Erhitzen auf der sicheren Seite zu sein.

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