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Zu viel rotes Fleisch verringert die Lebenserwartung

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Fleisch  

Zu viel rotes Fleisch verringert die Lebenserwartung

24.03.2009, 11:35 Uhr | cme

Zu viel rotes Fleisch macht krank. (Foto: imago)Zu viel rotes Fleisch macht krank. (Foto: imago)Wer Fleisch liebt, sollte lieber zur Putenbrust statt zum Filetsteak greifen. Denn ein häufiger Verzehr von "rotem" Fleisch, also Fleisch von Rind, Schwein oder Lamm, verringert die Lebenserwartung. Das berichten Wissenschaftler des US National Cancer Institutes im Fachmagazin "Archives of Internal Medicine". Demnach ist das Risiko, innerhalb eines Zehn-Jahres-Zeitraumes zu sterben, für Liebhaber von rotem Fleisch um bis zu 16 Prozent erhöht. Fans von Geflügelfleisch hingegen hatten nicht nur ein geringeres Sterberisiko, sondern erkrankten auch seltener an Krebs und Herzkrankheiten als der Durchschnitt.



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Mehr Todesfälle unter den Fleischessern

Die Wissenschaftler werteten die Daten von mehr als 500.000 Menschen aus. Dabei teilten sie die Probanden in verschiedene Gruppen ein. Die Gruppe mit dem höchsten Fleischkonsum verzehrte täglich etwa 160 Gramm rotes oder verarbeitetes Fleisch (Schinken und Wurst). Die Gruppe mit dem geringsten Fleischkonsum hatte im Schnitt nur 25 Gramm rotes Fleisch auf dem Teller. Die Forscher verglichen die Ernährungsgewohnheiten der Teilnehmer mit der Sterberate innerhalb von zehn Jahren. Die Forscher errechneten, dass bei den Männern 11 Prozent der Sterbefälle und bei den Frauen 16 Prozent der Sterbefälle auf den Fleischkonsum zurückzuführen waren.

Krebserregende Stoffe in erhitztem Fleisch?

Wer helles Fleisch aus Geflügel verzehrt, muss keine negativen Folgen befürchten - im Gegenteil: Die Gruppe mit einem hohen Geflügelfleischverzehr hatte innerhalb der zehn Jahre die niedrigste Sterberate und erkrankte auch seltener an Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Forscher vermuten mehrere Ursachen für die negative Wirkung des Fleisches. Zum Einen gilt Fleisch als die Hauptquelle für gesättigte Fettsäuren. Diese wiederum stehen in Verdacht, Brust- und Darmkrebs sowie Herz-Krankheiten zu fördern. Zum anderen können beim Erhitzen von Fleisch krebserregende Substanzen entstehen.

Die Menge macht's

Dennoch sind sich Experten einig: Erst im Übermaß kann Fleisch schaden. In Maßen ist Fleisch sogar gesund. "Gegen einen maßvollen Verzehr ist nichts einzuwenden", sagt Gisela Olias, Pressesprecherin des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke. "Es enthält B-Vitamine, gut verwertbares Eisen und wertvolle Aminosäuren", so die Expertin. Doch wie viel Fleisch darf es dann überhaupt sein? Olias empfiehlt, pro Woche nicht mehr als 300 bis 600 Gramm zu verzehren. Ob diese Menge in zwei größeren oder in sechs bis sieben kleineren Portionen auf den Teller kommt, spielt dabei keine Rolle.

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