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Rückrufaktionen: Süßspeise wegen Salmonellen zurückgerufen

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Gesundheit: Salmonellen  

Salmonellen in einer Süßspeise gefunden

08.04.2009, 12:02 Uhr | mou

Diese Süßspeise wird wegen Salmonellen zurückgerufen. (Foto: baktat.com)Diese Süßspeise wird wegen Salmonellen zurückgerufen. (Foto: baktat.com)Salmonellen lauern nicht nur in rohen Eiern oder Fleisch. Auch in Süßspeisen, Schokolade oder Müsli können die Keime stecken. Derzeit wird eine Süßspeise wegen Salmonellen zurückgerufen. Es handelt sich dabei um eine Zuckerspeise mit Sesampaste und zwar "BAKTAT Helva" mit Vanillegeschmack in der 350-Gramm-Packung. Verkauft wird sie von der Firma "BAK Kardesler" mit Sitz in Mannheim. Betroffen von der Rückrufaktion ist die Süßspeise mit dem Barcode 8690804036897 mit der Charge-Nummer PNO L 15. Sie trägt ein Mindesthaltbarkeitsdatum bis Ende September 2010.

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Kunden sollten Ware zurückbringen

Nach Angaben des Unternehmens wird das Produkt bundesweit über verschiedene Handelsketten vertrieben. Der Hersteller rief Käufer auf, die Ware in der jeweiligen Einkaufsstätte umzutauschen. Eine Salmonellen-Infektion kann Durchfall, Bauchschmerzen und Erbrechen auslösen. Die Firma hatte bereits im März 2007 das gleiche Produkt zurückgerufen. Damals waren nach Firmenangaben ebenfalls Salmonellen in einer Packung der aus der Türkei importierten Süßspeise nachgewiesen worden. Der Fall zeigt, dass die Palette belasteter Lebensmittel größer ist, als der Verbraucher denkt. Sie reicht von Nussprodukten über Kräutertee bis zu Tomaten.

In Amerika folgt eine Salmonellenwelle der nächsten

In den USA reißen die Warnungen vor kontaminierten Rohstoffen und Fertigprodukten gar nicht mehr ab: Vor Kurzem hat der US-Konzern "Kraft" der amerikanischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (FDA) den Fund verseuchter Müsliriegel gemeldet. Die in den Riegeln enthaltenen Pistazien waren salmonellenbelastet. Eines der beteiligten Unternehmen zog 450 Tonnen Pistazien wieder vom Markt zurück. Zuvor hatte es wegen verdächtiger Erdnussprodukte eine der größten Rückrufaktionen in der Wirtschaftsgeschichte des Landes gegeben. Erst im vergangenen Jahr waren nach dem Genuss salmonellenverseuchter Erdnüsse über 600 Menschen erkrankt und acht Menschen gestorben. Und im Sommer 2008 herrschte in den USA Panik wegen salmonellenverseuchter Tomaten.

Potenzielle Gefährdung durch US-Produkte

Salmonellen: Erneuter Salmonellenalarm in den USA - Pistazien und Erdnuss-Produkte sind betroffen. (Foto: imago)Erneuter Salmonellenalarm in den USA - Pistazien und Erdnuss-Produkte sind betroffen. (Foto: imago)Wenn Verbraucherschutzbehörden von Bund und Ländern die Gefahr für Deutschland auch bisher als gering einstufen, ist dies jedoch kein Grund zur Entwarnung. Zahlreiche Rohstoffe und Waren, die einem erhöhten Risiko der Verunreinigung durch Salmonellen ausgesetzt sind, werden in zunehmendem Umfang auch auf den deutschen Markt importiert. Etwa Erdnussprodukte amerikanischer Firmen: Im Januar dieses Jahres hatte es eine Verbraucherwarnung seitens der Europäischen Kommission gegeben. Darin erging an zuständigen Behörden der Bundesländer die Weisung, amerikanische Erdnüsse und Erdnussbutterprodukte verstärkten Kontrollen zu unterziehen.

Wie kommen die Salmonellen in die Nuss?

"Bei Pistazien und Nüssen reichen oft schon ein paar Mäuse, die in die Lagerbestände eindringen und diese mit ihren Ausscheidungen verunreinigen. Sind die Salmonellen erst einmal in den Rohstoffen drin, zieht sich die Kontamination durch die ganze Produktion", erklärt Dr. Wolfgang Rabsch vom Robert-Koch-Institut in Wernigerode. Salmonellen sterben erst ab bei einer Temperatur von 70° Grad Celsius. Erdnüsse zum Beispiel, werden aber bei der Weiterverarbeitung zu Erdnussbutter gar nicht erhitzt, ähnlich ist es bei Pistazien im Müsliriegel. "Auf diesem Wege gelangen Salmonellen in fertige Produkte und verschlossene Packungen", meint Rabsch.

Übertragung beim Trocknen

Viele Rohstoffe aus Entwicklungsländern werden an der Sonne getrocknet, bevor sie wie beispielsweise Paprikaschoten zu Pulver weiterverarbeitet werden. "Bei der Trocknung besteht immer die Gefahr einer Kontamination durch den Kot von Vögeln oder Reptilien", so der Salmonellen-Experte Rabsch. Das führt dann zu Salmonellenfunden in Trockenfrüchten und Samen wie Fenchel oder Anis, aber auch zu salmonellenverseuchter Schokolade, denn Kakaobohnen trocknen am besten an der frischen Luft.

Über die Pflanzenwurzel in die Frucht

Seit der Aufregung in Amerika im vergangenen Sommer haben auch Sprossen und Tomaten ihre Unschuld im Hinblick auf Salmonellen verloren. In diesem Fall sind die Früchte jedoch nicht nur äußerlich verseucht, sondern auch im Inneren befallen. Das Waschen bringt also gar nichts. "Die Kontamination erfolgt über die Pflanze", erklärt Wolfgang Rabsch. "Wenn die Tomatensträucher mit Gülle oder Mist gedüngt werden, können die Erreger über die das Wurzelwerk in die Pflanze und weiter in die Tomate dringen".

Verlässliche Kontrollen sind unverzichtbar

Die häufigsten Übertragung von Salmonellen findet nach wie vor über eiweißhaltige Nahrungsmittel vom Tier, wie Eier und Fleisch, statt. Hier kann man sich durch Hygiene bei beim Kochen und Verzehr schützen. In den genannten Fällen aber greift keine Prävention durch den Verbraucher. Hier greifen nur strenge Kontrollen durch die Behörden von Verbraucherschutz und Lebensmittelmittelsicherheit.

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