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Augenlaser-OP verläuft nicht immer gut

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Gesundheit: Augenlaser  

Augenlaser-OP: "Es läuft nicht immer gut"

13.05.2009, 14:27 Uhr | Pamela Moucha

Gesundheit: Immer mehr Menschen entscheiden sich für die Korrektur von Fehlsichtigkeit mit dem Augenlaser. (Foto: Archiv)Immer mehr Menschen entscheiden sich für die Korrektur von Fehlsichtigkeit mit dem Augenlaser. (Foto: Archiv)Guido C., 50 Jahre, hatte eine Sehschwäche von 2,5 Dioptrien, als er vor fünf Jahren in einem renommierten Kölner Augenlaserzentrum seine Kurzsichtigkeit mit dem Lasik-Verfahren korrigieren ließ. Schon seit langem träumte er vom Sehen ohne Hilfsmittel. Das Ergebnis einer fehlerhaften Augenlaser-Behandlung: Höllische Schmerzen, die ihn in den ersten zwei Wochen nach der OP kein Auge aufkriegen ließen. Dann folgte eine zweimonatige Nachbehandlung, um einen Kunstfehler wieder zu beheben. Auf die entscheidende Frage „Würden Sie es noch einmal tun?“, holt der heute Brillenlose erstmal tief Luft ...

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t-online.de/lifestyle: Guido, wie ist die Laser-OP bei Ihnen verlaufen?

Guido C.: "Die Operation an sich war unproblematisch, aber was danach kam, war die Hölle. In den ersten vierzehn Tagen konnte ich vor Schmerzen die Augen überhaupt nicht öffnen."

Welche Komplikationen hat es gegeben?

"Beim Laserverfahren wird ja ein Schnitt in die Hornhaut gemacht. Dadurch lässt sich die oberste Schicht wie ein Deckel zur Seite schlagen und nach der OP wieder zurück klappen. Auf das frisch gelaserte Auge wurde nach dem Eingriff eine Kontaktlinse gesetzt, wie ein Pflaster, damit die Schnittstelle sich schnell wieder schließt. Ich hatte den Behandler aber darauf hingewiesen, dass ich damals schon keine Kontaktlinsen mehr vertragen habe. Die Folge war, dass die Wunde bei mir nicht richtig verheilt ist. Das Flap, also der Hornhautdeckel, hat sich nicht mehr glatt zurück gelegt und ist falsch angewachsen. Ich musste mich einem zweiten Eingriff unterziehen, bei dem die ganze obere Schicht von der Hornhaut abgetragen wurde."

Wie sahen die Beschwerden genau aus?

"In den ersten vierzehn Tagen bin ich fast verrückt geworden vor Schmerzen. Ich war praktisch blind und konnte keinen Schritt alleine gehen. Das Ganze war so schmerzhaft, dass ich zwei Wochen lang nur flachgelegen habe."

Waren Sie danach schmerzfrei?

"Die ganze Nachbehandlung zur Behebung des Operationsfehlers hat sich dann noch mal über zwei Monate hingezogen. Während dieser Zeit hatte ich ziemliche Schmerzen und konnte kaum was sehen. Die Augen haben stark getränt, und am Anfang funktionierte auch die Sehkorrektur nicht richtig. Nach gut acht Wochen hatte ich endlich keine Schmerzen mehr und konnte ohne Sehhilfe sehen."

Galt das noch als Komplikation im 'normalen' Rahmen?

"Der Arzt hat zwar eingeräumt, dass der Eingriff nicht wie geplant verlaufen ist und in der Nachbehandlung auch alles daran gesetzt, um den Behandlungsfehler wieder auszuräumen. Entschuldigt hat er sich für diesen Kunstfehler aber nicht. Die komplette Korrektur wurde mir außerdem wie eine ganz normale Augenbehandlung extra in Rechnung gestellt."

Sind Sie jetzt schmerzfrei? Und wie ist das Sehvermögen heute?

"Seit die Tortur überstanden ist, kann ich ohne Brille scharf sehen und habe wirklich einen Panoramablick. Das genieße ich schon sehr. Inzwischen ist zwar die normale Altersweitsichtigkeit eingetreten, aber das wusste ich ja vorher. Meine Augen sind jetzt viel lichtempfindlicher, ich muss schon bei mäßiger Sonnenstrahlung eine Sonnenbrille tragen. Sobald ein bisschen Schweiß in die Augen kommt, fängt es tierisch an zu brennen. Aber auch das war mir im Vorfeld bekannt und ist deshalb in eine Einschränkung, die ich in Kauf nehme."

Wurden Sie vorher auf die Risiken der Operation hingewiesen?

"Nicht in dem Umfang, in dem ich es für richtig gehalten hätte. Dabei bin ich für die OP extra nicht ins Ausland gefahren, wie das ja viele aus Kostengründen machen, sondern hab mich für die teure Behandlung in einem renommierten Laserzentrum in Deutschland entschieden. Ich wollte kein gesundheitliches Risiko eingehen. Und ich habe den Augenspezialisten auch explizit darauf hingewiesen, dass ich keine Kontaktlinsen mehr vertrage und eine besonders empfindliche Hornhaut habe."#

War es möglich, Vorteile und Risiken realistisch einzuschätzen?

"Darüber, dass die Operation mit solchen Folgen für mich verlaufen könnte, hat der Arzt mich nicht informiert. Auf gewisse Risiken wird man zwar hingewiesen, aber immer mit gleichzeitiger Entwarnung. Nach dem Motto: Dies und das kann eintreten, aber zählen Sie sich mal nicht zu diesen Fällen. Die Laserexperten wollen Ihre OP verkaufen. Ich sehe inzwischen vor allem das Geschäft, das damit gemacht wird."

Ihre Bilanz? Hat es sich gelohnt?

"Ich bin heute glücklich, dass ich keine Sehhilfe mehr brauche. Aber ganz ehrlich: Wenn ich gewusst hätte, dass ich diese Schmerzen aushalten muss und dass das so ein Alptraum werden würde, hätte ich mich wahrscheinlich gegen die OP entschieden. Stünde ich mit der Erfahrung, die ich gemacht habe, noch einmal vor der Entscheidung, dann würde ich wohl bei der Brille bleiben. Der Erfolg ist zwar eingetreten, aber der Schmerzenspreis war extrem hoch. Das würde ich nicht noch einmal aushalten wollen."

Vielen Dank für das Gespräch.

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