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Gesundes Wohnen: Krank in den eigenen vier Wänden

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Gesundes Wohnen  

Krank in den eigenen vier Wänden

01.07.2009, 11:39 Uhr | ag

Gesundes Wohnen: Staub und Wohngifte können das eigene Zuhause zur Gesundheitsgefahr werden lassen. (Foto: imago)Staub und Wohngifte können das eigene Zuhause zur Gesundheitsgefahr werden lassen. (Foto: imago)Wo kann es gemütlicher und entspannender sein als in den eigenen vier Wänden? Doch Umweltgifte, Schimmelporen und Feinstaub können diesen Wohlfühlort zum Gesundheitsrisiko werden lassen - besonders dann, wenn schlecht und unregelmäßig gelüftet wird. Teppichböden, Polstermöbel und Schränke können Chemikalien ausdünsten und unseren Körper belasten, ebenso wie scharfe Putzmittel und aromatisierte Raumsprays. Was viele nicht wissen: In mancher Wohnung ist die Luftverschmutzung höher als an einer Straßenkreuzung. Wir sagen Ihnen, wo die Gefahren lauern und geben Tipps, was Sie konkret für ein gesünderes Zuhause tun können:


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Staubiger als in der Rushhour

Die Feinstaubbelastung liegt in jeder dritten Wohnung über dem Grenzwert, der für Innenstädte gilt. Die Feinstaubpartikel können beim Atmen tief in die Lunge eindringen und Allergien, Asthma und ein höheres Risiko für Infarkte und Kreislauferkrankungen auslösen. Also, ran an den Staub, am besten mit einem allergikerfreundlichen Staubsauger. Wichtig ist es, regelmäßig den Staubbeutel und den Schwebstofffilter zu prüfen. Ein voller Staubsauger, bei dem auch noch die Filter verdreckt sind, nimmt keinen weiteren Staub auf. Der Schmutz wird nur hochgewirbelt und fällt wieder herab. Staubtücher, die über einen längeren Zeitraum genutzt, aber nicht gewaschen werden, können keinen weiteren Hausstaub mehr aufnehmen. Der Hausstaub wird dann nur noch verteilt.

Bakterienfalle Küche

Zu den größten Bakterienbiotopen im Haus gehört die Küche. Auf einem Quadratzentimeter leben hier im Durchschnitt 10 Millionen Keime. Daher sollte der Kühlschrank jeden Monat mit warmem Spülwasser ausgewischt werden. Schwämme, Putzlappen und Handtücher tauscht man am besten nach zwei Tagen aus oder wäscht sie bei 60 bis 90 Grad Celsius. Eine Brutstätte für Keime und Pilze ist auch die Dunstabzugshaube. Damit der Luftstrom diese nicht in der Küche verteilt, sollten Fett- und Kohlefilter regelmäßig ausgetauscht werden. Und wenn mal etwas nicht abfließt: Mischen Sie niemals Rohrreiniger und andere Putzmittel, da sonst hochgiftiges Chlorgas entstehen kann.

Mitbewohner in Matratzen

In Matratzen tummelt sich allerhand, was für Albträume sorgen und Allergien auslösen kann - beispielsweise Milben. Dagegen hilft zum Beispiel, Niembaumsamenöl auf Kissen und Matratze zu sprühen - so kann das Bett bis zu einem Jahr milbenfrei bleiben. Spätestens nach 8 bis 10 Jahren sollten die Schlafunterlagen, egal welcher Art, ausgetauscht werden. Wenden sollte man sie alle drei Monate - sowohl längs als auch quer. Das verhindert auch, dass sie zu schnell durchgelegen sind, was wiederum negativ für die Rückengesundheit ist.

Giftige Ausdünstungen

Wenn beim Renovieren Reizhusten, grippeähnliche Symptome und Schleimhautreizungen auftreten, kann das daran liegen, dass schadstoffreiche Materialien verwendet wurden. Das passiert zum Beispiel häufig bei Malerarbeiten. Beim Streichen der Wände sollten Sie unbedingt darauf achten, schadstoffarme Produkte zu kaufen. Achten Sie auf das Umweltsiegel "Blauer Engel". Es garantiert eine emissionsarme Wandfarbe ohne Zusatz giftiger Stoffe. Latexfarbe und Kunststofftapeten sind weniger empfehlenswert, da sie wenig atmungsaktiv sind. Besser sind dagegen Papier- oder Raufasertapeten.

Schimmel durch schlechtes Lüften

Modriger Geruch, Feuchtigkeit und Schimmel in der Wohnung sind Alarmsignale. Sichtbarer Schimmelpilzbefall kann zu Allergien führen. Besonders junge Menschen sind hierfür anfällig. Im "Kinder-Umwelt-Survey" vom Bundesumweltamt wurde nachgewiesen, dass sechs bis acht Prozent der Kinder überempfindlich gegenüber Innenraumschimmelpilzen sind. Nicht selten jedoch treten auch bei Erwachsenen Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel und allergische Reaktionen auf. Die beste Vorbeugemaßnahme ist richtiges Lüften und ausreichendes Heizen im Winter. Wenn dennoch Schimmel auftritt, ist es wichtig, diesen von einem Fachbetrieb beseitigen zu lassen.

Schwermetalle aus dem Wasserhahn

In Deutschland besitzt das Trinkwasser so, wie es die Wasserwerke verlässt, einwandfreie Qualität. Probleme ergeben sich meist erst in dem Moment, wo das Wasser in die Leitungen und Armaturen der Wohnung übergeht. Besonders dann, wenn die Leitungen alt sind. Dabei werden die Grenzwerte für bestimmte Metalle oft überschritten – am häufigsten bei Nickel, seltener bei Kupfer oder Blei. Wenn das Wasser trübe aus der Leitung kommt oder auffällig schmeckt oder riecht, fragen Sie Ihr örtliches Gesundheitsamt um Rat. Wenn es auch keine schlüssige Erklärung für Ihren Verdacht hat, wird es Ihr Trinkwasser durch ein anerkanntes Analyse-Institut beproben lassen und es begutachten. Das Wichtigste: Lassen Sie Ihre Trinkwasser-Installation nur von einem Fachunternehmen erstellen oder sanieren, das beim örtlichen Wasserversorger gelistet ist. Nur dann ist sichergestellt, dass es die für das Wasser Ihres Versorgungsgebietes optimal geeigneten Werkstoffe verwendet.

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