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Aspirin soll gegen Darmkrebs helfen

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Darmkrebs  

Aspirin vermindert Anfälligkeit für Darmkrebs

22.09.2009, 08:24 Uhr | AP/t-online

Aspirin vermindert das Risiko von Darmkrebs. (Foto: dpa)Aspirin vermindert das Risiko von Darmkrebs. (Foto: dpa)Eine tägliche Dosis Aspirin kann offenbar das Darmkrebs-Risiko vermindern. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. Der Schutzeffekt entsteht nach einigen Jahren - allerdings nur, wenn das Mittel länger als ein Jahr eingenommen wurde. Von der sorglosen Einnahme von Aspirin raten Experten aber ab. Denn wer das Medikament nicht unter ärztliche Aufsicht einnimmt, muss mit schweren Nebenwirkungen rechnen.

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Wirksamkeit und Risiken Wogegen Aspirin wirklich hilft



Erbkrankheit erhöht das Krebsrisiko

Das britische Forscherteam von der Universität Newcastle führte die Studie über vier Jahre an mehr als 1000 Personen durch, die das sogenannte Lynch-Syndrom haben. Diese Erbkrankheit erhöht sowohl die Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs zu erkranken, als auch das Risiko für Krebserkrankungen in Magen, Gehirn, Leber und Gebärmutter. Das Lynch-Syndrom ist für fünf Prozent der Darmkrebserkrankungen verantwortlich.

Medikament wirkt auch nach dem Einnahmen-Stopp

In ihre Untersuchung gaben die Forscher der einen Hälfte der Testpersonen täglich 600 Milligramm Aspirin - das entspricht etwa zwei Tabletten. Den übrigen Studienteilnehmern verabreichten sie Placebos. Das Ergebnis: Nach vier Jahren erkrankten 16 Personen aus der Placebo-Gruppe an Darmkrebs, aber nur sechs aus der Aspirin-Gruppe. "Wir sind erfreut", sagte Studienleiter John Burn. "Umso mehr, als der Effekt auch nach dem Stopp der Aspiringabe anhält."

Aspirin hat Nebenwirkungen

Von der Studie erwarten Experten allerdings keine Änderungen für die Allgemeinheit. "Das Ergebnis bedeutet nicht, dass jeder, der sich Sorgen wegen Darmkrebs macht, anfangen sollte, Aspirin zu nehmen", sagte Henry Snowcroft vom Cancer Research United Kingdom. "Das Medikament kann schwere Nebenwirkungen haben, wenn es nicht unter ärztlicher Aufsicht eingenommen wird."

Innere Blutungen und Niereschäden drohen

Millionen Menschen greifen nicht nur bei Schmerzen zu Aspirin, sonder auch, um einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen. Doch Ärzte sehen das kritisch: "Das Medikament wird so beworben, dass es fast den Trinkwasser beigemischt werden müsste. Es ist aber in Wirklichkeit kein ungefährliches Mittel", warnt Dr. Jan-Peter Jansen, Experte für Schmerztherapie aus Berlin. Denn bei einer täglichen Einnahme des Wirkstoffes kann es zu inneren Blutungen und Nierenschäden kommen.

Aspirin ist keine Vitamintablette

Der Arzt rät ebenfalls davon ab, Aspirin wie eine Vitamintablette täglich einzunehmen. "Eine verminderte Gerinnungsfähigkeit des Blutes führt dazu, dass Stoffe gehemmt werden, die den Magen schützen sollen. Schon eine Tablette kann bis zu einer Woche lang die Blutgerinnung hemmen - im schlimmsten Fall führt die Einnahme zu Magengeschwüren", sagt der Arzt. Weil es das Blut verdünnt, und dadurch den natürlichen Heilungsprozess aufhält, sollte man Aspirin auch nicht vor einer OP einnehmen.

Schlecht für den Magen

Auch bei einem empfindlichen Magen ist es besser, kein Aspirin zu nehmen. Denn der Wirkstoff ASS reizt die Magenschleimhaut und sollte daher bei Erkrankungen des Magens nicht eingenommen werden. Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen kann das Medikament Krankheitsschübe verursachen.

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