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Lebensmittelallergien kommen bei Erwachsenen eher selten vor

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Lebensmittelallergien  

Manche Allergie ist gar keine

20.12.2013, 09:35 Uhr | cme

Lebensmittelallergien kommen bei Erwachsenen eher selten vor. Verschiedene Lebensmittel können Blähungen und Magenleiden auslösen. Eine echte Lebensmittelallergie ist bei Erwachsenen aber selten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Verschiedene Lebensmittel können Blähungen und Magenleiden auslösen. Eine echte Lebensmittelallergie ist bei Erwachsenen aber selten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Veronika kocht und backt nur mit lactosefreier Milch. Auf Weizenprodukte verzichtet sie ganz und Zusatzstoffe meidet sie ohnehin. Wie Veronika sind Millionen Deutsche überzeugt, gegen Milch, Weizen oder Zusätze im Essen allergisch zu sein. Was viele nicht wissen: Echte Lebensmittelallergien sind bei Erwachsenen selten. Meist steckt hinter Bauchschmerzen oder Übelkeit - wenn überhaupt - eine leichte Unverträglichkeit. Das Problem: Wer zu viel Angst vor unverträglichen Lebensmitteln hat, läuft Gefahr, sich einseitig zu ernähren. Wie Sie eine Allergie erkennen.

Lebensmittelallergien sind selten

Bei einer allergischen Reaktion kommt es nach dem Verzehr eines Lebensmittels sehr plötzlich zu Ausschlag, Asthma, Juckreiz, Übelkeit oder Krämpfen. Schätzungen zufolge leiden zwei bis vier Prozent der Erwachsenen und sechs Prozent der Kinder an einer Lebensmittelallergie. Zwar sind die meisten Symptome relativ harmlos. Wegen der Gefahr schwerer Reaktionen wird Allergikern jedoch häufig das konsequente Weglassen des entsprechenden Lebensmittels empfohlen. Eine echte Allergie kann nur beim Arzt durch einen Allergietest nachgewiesen werden.

Nahrungsmittelunverträglichkeit ist nicht gleich Allergie

Wesentlich häufiger als Lebensmittelallergien sind allgemeine Unverträglichkeiten von Lebensmitteln, zum Beispiel durch einen Enzymmangel. Die Krankheitszeichen ähneln denen einer Lebensmittelallergie, daher spricht man auch von pseudoallergischen Reaktionen. Allerdings findet bei einer Unverträglichkeit keine allergische Reaktion statt, es werden keine Antikörper gebildet und die Symptome sind praktisch nie lebensgefährlich. Das Lebensmittel muss auch nicht völlig gemieden werden. Im Gegenteil: Wer bei einer Fructoseintoleranz jegliches Obst meidet, läuft Gefahr, sich einseitig zu ernähren. Ebenfalls typisch für eine Unverträglichkeit: Die Symptome treten erst mit Zeitverzögerung auf. Bei einer Allergie hingegen kommt es sofort zu Beschwerden.

Wenn Milch und Obst krank machen

Weit verbreitet ist die Unverträglichkeit von Milchzucker oder Fruchtzucker - auch als Laktoseintoleranz beziehungsweise Fruktoseintoleranz bekannt. Rund 30 Prozent aller Europäer vertragen eine der beiden Zuckerarten nicht. Bei beiden Unverträglichkeiten fehlt den Betroffenen ein Enzym, das den Zucker im Darm verdaut. Dies führt häufig zu Bauchschmerzen und Durchfällen. Dennoch sollten Betroffene Milch oder Obst nicht komplett meiden. Im Gegenteil: Da Milchprodukte reich an Kalzium sind, kann ein Mangel entstehen, dem man durch andere kalziumhaltige Lebensmittel vorbeugen sollte. Bei Fructoseintoleranz reicht es häufig aus, Trockenfrüchte und besonders fructosereiche Obstsorten zu meiden. Betroffene lassen sich am besten von einem Ernährungsexperten beraten.

Manche Allergie ist eingebildet

Was viele Menschen nicht wissen: Bauchkrämpfe, Durchfälle und Co. müssen keine Folge von Lebensmittelunverträglichkeiten sein. Sie können auch durch Stress, Hektik oder Ärger hervorgerufen werden. Dennoch schieben viele die Beschwerden aufs Essen. Gerade Menschen, die wenig selber kochen, haben häufig den Bezug zum Essen verloren und wissen nicht, woraus ihre Mahlzeiten bestehen. Nicht nur der Lebensmittel-Industrie, auch Kantinen und Restaurants wird viel Misstrauen entgegen gebracht.

Lebensmittel nicht auf Verdacht weglassen

Auch wenn Beschwerden da sind: Man sollte nicht einfach auf Verdacht die Ernährung umstellen. Gesunde Menschen sollten nicht auf Laktose, Fruktose und Gluten verzichten, da dies wichtige Nährstoffe sind. Wenn nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel immer wieder Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen, Hautausschläge oder Durchfall auftreten, sollten Sie diese protokollieren und damit einen Arzt oder Ernährungsberater aufsuchen. Dieser kann beispielsweise einen Allergietest durchführen. Ein Atemtest, der nach dem Essen durchgeführt wird, kann zeigen, ob eine Laktose- oder Fruktose-Intoleranz vorliegt. Glutenunverträglichkeit erkennt man an einem Bluttest und einer Darmgewebeprobe.

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